Mikro011 Die EU löst Bankenkrisen aus

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Brexit

Bankenkrise in Italien

Number26

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Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

8 Gedanken zu „Mikro011 Die EU löst Bankenkrisen aus“

    1. Ah, ich dachte, es seien noch jede Menge alter Lesegeräte im Umlauf. Dass die Karten relativ zügig umgestellt waren, hatte ich mitbekommen. Aber inzwischen scheinen auch die Lesegeräte nicht mehr das große Problem zu sein.

      Ob Marcos These, dass die Karten bei Number26 so häufig umgetauscht werden, weil der Streifen verletzt ist, weiss ich eh nicht. Mangels besserer Erklärung habe ich das aber einfach mal so stehen lassen …

  1. Sehr geehrter Herr Herack,
    lieber @egghat,

    nachdem Ihr so aufrichtig um Feedback gebeten habt, folgen nun meine 2 cents zu “meinen”Themen in dieser Folge:
    1) BREXIT-Auswirkungen auf die Kapitalmärkte:
    dass GBP derzeit gegen USD und EUR schwach geht, ist mE ein klassischer Risk-Off Move. Das lässt sich auch gut an den Gilt-Renditen ablesen, und am Goldkurs (wie Ihr ja erwähnt). Dass der FTSE100 gleichzeitig nicht ebenso in die Knie geht, ist nicht so ganz passend, lässt sich aber mE entweder durch das schwächelnde Pfund Sterling erklären, oder dadurch dass große internationale Unternehmen auch auf der Insel gar nicht einen so großen Anteil ihres Umsatzes in GB erwirtschaften und daher die Verluste zu Beginn ein wenig übertrieben waren. Und dann stellt sich für mich noch die grundlegende Frage, ob die Kapitalmärkte für Aktien, Government Bonds und Forex die gleichen Marktteilnehmer haben. Ich bezweifle das immer mehr, je mehr Erfahrung ich sammle.
    2) Bewertung von offenen Immobilienfonds innerhalb von wenigen Tagen -20%
    Ihr nennt leider kein konkretes Beispiel, aber ich würde ins Blaue hinein vermuten, dass das BREXIT-Votum ein klassischer Impairment-Trigger sein könnte, und deswegen ein genereller Risikoabschlag über das gesamte Portfolio gerechnet wurde.
    3) Bankenkrise und Risikomanagementsysteme
    Ich glaube, Ihr unterschätzt, wie prozyklisch mittlerweile die Risikomanagementsysteme (insb. gefordert durch die Regulatoren) funktionieren. Das führt eben dazu, dass die italienische Bankenkrise, die Probleme der Dt. Bank und sonstiger europäischer Probleminsitute zu ernsthaften Ausschlägen in Limitsystemen bei großen Kapitalsammlern führen. Das Ganze jetzt noch gepaart mit dem Kuddelmuddel des BREXITs führt in meiner Sicht zu einer relativ kritischen Situation, die wir derzeit im europäischen Finanzsektor sehen können.

    Ich stoppe jetzt hier mal, damit das noch lesbar bleibt – auch wenn ich noch stundenlange Monologe über die europäischen Kapitalmärkte führen könnte.

    Danke für Euren Podcast.

    1. Danke für den Kommentar und das Lob.

      Zu den Immobilienfonds:

      http://citywire.co.uk/money/aberdeen-landg-impose-penalties-on-property-funds/a931115

      Der Aberdeen Fonds ist wieder auf, beim L&G weiss ich es nicht.

      Zu 1) Ja, Risk-off Move. Aktuell sehen wir schon wieder die Gegenbewegung. Bunds rentieren “nur” noch minimal unter 0, Aktien (auch Europa) sind wieder deutlich im PLus.

      zu 3) Wenn das so rübergekommen sein sollte, dass wir die Prozyklik unterschätzen, ist das ein Fehleindruck. Zumindest ich sehe genau dort DIE große Gefahr im Finanzbereich. Und Marco hat auch schon ein paar Szenarien aufgezeigt, in denen er davon sprach, dass bestimmte Anleger gezwungen sein könnten, Assets zu verkaufen. Und zwar nicht nur wegen der Anleger, die ihr Geld abziehen, sondern weil die eigenen Anlagerichtlinien und Risikomanagementsysteme sie dazu zwingen. Und am Ende arbeiten die Risikogewichte für die Eigenkapitalanforderungen bei den Banken in die gleiche Richtung.

    2. Wieso wird Marco eigentlich gesiezt? Steckt dahinter was konkretes?

      Oder war das nur eine ziemlich lustige Anspielung auf Marcos “Rant” gegen die Duzerei bei Number26?

  2. Ich schliesse mich da an: Nicht mehr Pepp. Ich mag euer Gespräch so wie es ist. Und vor allem bitte nicht in jedem 2. Satz den Hören fürs Hören, Kommentieren und sonst was danken 😉

  3. Kleine Korrektur am Rande: Banken schreiben nicht ihr eigenes Testament.
    Der Sanierungsplan wird von den Banken erstellt. Das Ziel des Plans ist die Herstellung der finanziellen Stabilität im Krisenfall. Die Abwicklungsplanung übernimmt die Abwicklungsbehörde, bei bedeutenden Banken ist das Single Resolution Board zuständig, bei unbedeutenden (= nicht systemrelevanten) Banken die FMSA.

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