Sendungsankündigung Mikro 021: Mikrokredite

Marco und ich bohren relativ häufig in den Wunden, die der Kapitalismus so in der Welt hinterlässt. Aber immer nur mit dem Finger auf die Probleme zu zeigen, hilft natürlich nicht wirklich weiter. Man müsste auch was ändern können, etwas Einfluss auf die Wirkungen zu haben, die das Geld entwickelt, mit dem man für seine Altersvorsorge sparen muss.

Ein Weg dafür können Mikrokredite sein. Ganz doof kann die Idee nicht sein, denn 2006 gab es für Muhammad Yunus, den Gründer der ersten (?) Mikrokredit-Bank Grameen, den Friedensnobelpreis. Die Idee ist einfach: Man gibt Menschen, die bisher keinen Zugang zu normalen Krediten einer Bank haben, genau diese Möglichkeit: Einen kleinen Kredit aufnehmen, um damit ein kleines Unternehmen zu gründen: Einen Lieferwagen, einen Flug für den Acker, eine Maschine, um die Ernte zu verarbeiten, einen Kühlschrank, um die Ernte aufzubewahren, etc. pp. Hört sich zu gut? Mag sein, auch darüber wollen wir sprechen.

Ich werde ich (alleine, Marco ist ja frecherweise in den Urlaub gefahren) wahrscheinlich am Donnerstag (13.10.) über das ganze Themengebiet Mikrofinanz, Mikrokredite, den Bankensektor in den Entwicklungsländern, etc. pp. mit Barbara Bohr sprechen. Ihr könnt ihr ruhig schonmal auf Twitter folgen @nachrichtenlos und in das Vorbänker-Blog schauen, an dem sie mitschreibt.

Ihr könnt Euch hier gerne schon etwas einlesen:

Mikrokredit (Wikipedia)
Mikrofinanz-Wiki

Wenn ihr Fragen habt: Her damit. Wir freuen uns über jeden Input und werden versuchen, auf alle Fragen einzugehen.

4 Gedanken zu „Sendungsankündigung Mikro 021: Mikrokredite“

  1. Ein Thema, das mich persönlich interessiert.
    FRage: Für mich undurchschaubar ist, wie weit der gute Wille am Anfang der Kette, also die Crowd-Zentralbank, die zinslos Geld und “bedingt rückzahlbar” ausleihen will, im Prozess der Kreditvergabe sich bis zum Kreditnehmer durchsetzt?
    Frage: Wie weit lassen sich die Plattformen und die Vergabebanken vor Ort in die Bücher gucken?
    Frage: Ließe sich der ganze Prozess nicht digital weiter vereinfachen, indem mindestens ein Middleman aus dem Siel genommen wird?
    Frage: Wie stehen solche Mildtätigkeits-Großfonds wie Brot für die Welt zu dem Konzept der Kleinkredite? Könnten die nicht auf ihre vorhandene weltweite Infrastruktur außer ihr Spendenmodell nicht auch noch ein Kreditvergabe-Modell draufsetzen/daneben setzen?

    1. Ganz anders:

      Viel kleinere Kredite
      ganz andere Länder (nicht USA (oder entwickelte Welt), sondern Indien, Afrika, …)
      fairer Zins (keine Abzocke mit Schrottkarre im Paket)
      Länder, in denen auch junge, fleißige, schuldenfreie Menschen keinen Zugang zu Krediten (oder anderen Bankdienstleistungen) haben,

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