Mikro027 Make America Big Again

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Leider ist der erstmalige Versuch Auphonic aus dem Podlove Publisher heraus zu starten nicht geglückt. Daher fehlt in dieser Version leider die Intromusik und die Ogg-Version wurde von Hand kodiert, dass heißt, dass unter Umständen Informationen fehlen (Kapitelmarken). Sorry.

Begrüßung & Bestechungshinweis

Marcos Medienthema 😉

Horizont: Spiegel Online – Barbara Hans folgt auf Florian Harms

Make America Big Data again

Der Ursprungsartikel: Das Magazin: Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt

Zeit (Patrick Beuth): Big Data allein entscheidet keine Wahl

Fischblog: Persönlichkeitseigenschaften mit Facebook-Likes vorhersagen? Echt jetzt? (ich war im Podcast schon skeptisch, ob die Erläuterung dort richtig ist; inzwischen bin ich mir sicher, sie ist nicht richtig … Zumindest nicht, wenn Lars nicht irgendwelche Infos hat, die ich nicht habe …

Bloomberg: Inside the Trump Bunker, With Days to Go

Immer bedenken: In den drei Swing-States Michigan, Pennsylvania und Wisconsin lag Clinton zusammen nur 77.188 Stimmen zurück, bei insgesamt 13,2 Millionen Stimmen. Kleine Verbesserungen in der Ansprache und in der Zielgenauigkeit können große Auswirkungen haben.

Weitere Artikel zum Thema, die im Podcast nicht vorkommen:

WDR – Digitalistan: Hat wirklich der große Big-Data-Zauber Trump zum Präsidenten gemacht? (darin auch ein Video einer Firmenpräsentation von Cambridge Analytica)

Motherboard: Was an dem Bomben-Artikel, den alle geteilt haben, falsch ist

Skeptisch I, Thomas Knüwer: Indiskretion Ehrensache: Big Data für Donald Trump: Fake News für die Intelligenzija (mit Update)

Skeptisch II, Jens Scholz: HAT EIN BIG DATA PSYCHOGRAMM TRUMP WIRKLICH DEN SIEG GEBRACHT?

Auch sehr gut, v.a. die detaillierte Erklärung des “Persönlichkeitstest”. Interessant, dass Linus (der mal ein paar Semester Psychologie studiert hat) das nicht für Mumpitz hält wie einige Kommentatoren in der Presse, die den Persönlichkeitstest und die ganzen Big Data Geschichte schnell für Schwachsinn erklärt haben. Podcast – Logbuch Netzpolitik 203 – Big Data

Und was heißt das für Deutschland? Wahrscheinlich nicht viel: Zielgruppenfernes Verhalten: Nach Cambridge Analytica: Vom kleinen Big Data deutscher Parteien

Der BR hat bei einem der beiden Autoren des Big Data-Artikels nachgefragt: BR: “Die ganzen Verschwörungstheoretiker irren”

Kapitelmarke IQ Options

IQ Options

82% der Privatanleger in höchstspekulativen Finanzprodukten wie CFDs verlieren Geld. Die britische Finanzmarktaufsicht FCA will daher die Risikohinweise verschärfen und die möglichen maximalen Hebel stärker beschränken.

FCA: FCA proposes stricter rules for contract for difference products

Onvista: CMC Markets Charts – Von 185 auf 110 in drei Tagen

Switex – Börse für “In-Game-Items”

Handelsblatt: Ingame-Items-Markt: Daddeln für die Börse

Naga

Mikro005 Ein illegaler Wettmarkt mit virtuellen Waffen

Breaking: San Marino hat ein neues Rating

Der Bankensektor in San Marino hat notleidende Kredite in Höhe von 90% des BIPs.

Fitch: Fitch Downgrades San Marino to ‘BBB’; Outlook Negative

Bier

Brauprojekt 777 – Zweiter Adventsverkauf – Sweet Wood Seven Stout

RP-Online über ‘Brauprojekt 777’: Weihnachtliches Bier zum Advent (inklusive Spoiler)

Marco trinkt ein Amber-Bier, dessen Etikett er leider nicht lesen kann … Es ist aber ein Pferd drauf …

Tschüss

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Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

6 Gedanken zu „Mikro027 Make America Big Again“

  1. Zu IQ Options:
    Bei vielen Anbietern von CFDs und solchen Finanzwetten gab es immer wieder Geruechte, dass sie die Positionen ihrer Kunden gar nicht am Markt absichern. Die Kunden spekulieren mit zu hohen Hebel und gehen frueher oder spaeter eh pleite. Die 82% klingen da eher schon niedrig.
    Wenn das der Anbieter geschickt macht und irgendwie die paar Prozent erkennt die dauerhaft ins Plus kommen, dann kann er viel mehr verdienen als mit den Provisionen alleine.

    Dazu kommt noch, dass alles sehr intransparent ist. Wo kommen die Kurse her? Bei den 30s Zeitverzoegerung am Ende wuerde ich vermuten, dass sie einfach 15s alte Kurse einer Boerse einkaufen und darauf dann ihr Roulette aufbauen. Die 30s brauchen sie dann, damit niemand den Ausgang des Roulettes vorhersagen kann. (Ich kenne jemand, der hat in den 90ern richtig Geld verdient, weil die Kurse des CFD-Anbieters alt waren. Jedenfalls solange bis sie ihn von der Plattform geschmiessen haben.)

    Ich glaube auch nicht, dass ein Demokonto hilft – da gar es doch auch schon Skandale mit gefakten Kursen im Demokunde, die dem Kunden vorgaukeln er haette eine erfolgreiche Strategie, die dann aber zufaellig mit echtem Geld nicht funktioniert.

    Zu den 88% Trefferquote:
    Zeigt mir einen Deutschen und ich sage euch mit 85% Trefferquote ob er oder sie homosexuell ist. Wie ich das mache, ich sage einfach immer heteorsexuell. Da sich nur 9.4% der Maenner und 19.5% der Frauen vom gleichen Geschlecht erotisch angezogen fuellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Demografische_H.C3.A4ufigkeit) sollte ich damit auf 85% Trefferquote kommen.
    Nun machen die den ganzen Aufwand mit Facebook und Big-Data, nur um weitere 3% richtig einzuschaetzen?

    1. Zu IQ Options sage ich nicht viel mehr, als dass das Wettanbieter sind und die machen nur Spaß, wenn es um Fußball geht und man kleine Beträge einsetzt … Zum Rest muss Marco was sagen. Alles was du beschreibst, erinnert an die Poker”schulen”, bei denen es auch nur darum geht, den Leuten irgendwann das Geld aus der tasche zu ziehen …

      Zu den 88%: So wie du haben einige die Statistik gelesen. Das ist IMHO aber falsch. Im Sciblogs Artikel, der oben verlinkt ist, ist der wichtigste Kommentar (ohne genügend Ahnung von Statistik zu haben und auch ohne zu wissen, was CA da treibt und welchen Wert die genommen haben) dieser: http://scilogs.spektrum.de/fischblog/pers-nlichkeitseigenschaften-mit-facebook-likes-vorhersagen-echt-jetzt/#comment-37169

      Es wird also mit 88%iger Wahrscheinlichkeit ein Schwuler als Schwuler erkannt. (und nicht ein Hetero als Hetero, das wäre ja einfach, da ist mit reinem Raten schon fast bei 88%).

    2. Ich habe den Artikel (http://www.pnas.org/content/110/15/5802.abstract) jetzt mal gelesen. Ich glaube, man kann das nicht mit “2012 erbringt Kosinski den Nachweis, dass man aus durchschnittlich 68 Facebook-Likes eines Users vorhersagen kann, welche Hautfarbe er hat (95-prozentige Treffsicherheit), ob er homosexuell ist (88-prozentige Wahrscheinlichkeit), ob Demokrat oder Republikaner (85 Prozent).” zusammenfassen.

      Inbesondere muss es heissen “ob er homosexuell ist (88%), ob sie homosexuelle ist (75%) …”. Und eigentlich sind das ueberhaupt keine Prozentzahlen.
      Ausserdem, die 88% sind keine Wahrscheinlichkeit in Form von ich ziehe eine Person und die Antwort ist in 88% richtig. In Wirklichkeit sind die 88% der ROC, also ein Mass fuer die Guete einese Algorithmus. Abhaengig von der Menge der erlaubten false-positive bekommt man eine bestimmt Menge an false-negative.
      Raten ergibt hier einem Wert von 50%. Ich habe das leider falsch interpretiert.

      Wenig spaeter wird der Artikel sogar noch schlechter.
      Der Satz “Sogar, ob die Eltern einer Person bis zu deren 21. Lebensjahr zusammengeblieben sind oder nicht, lässt sich anhand der Daten ablesen.” ist unsinn. Mit Hilfe der Likes bekommt man den Wert nur reinen Ratens von 50% nur auf 60%, was ziemlich schlecht ist. Das ist in meinen Augen ein Beispiel, dass zeigt, dass man nicht alles ueber eine Person erfaehrt.

  2. @SPON: ich finde die Idee mit Laterpay bisher gar nicht so verkehrt. Hin und wieder lese ich dort Spiegel PLUS-Artikel, die ich auch oft interessant finde. Z.B. jetzt im Rahmen der Football Leaks.
    Aber: Ich lese hin und wieder auf der Arbeit, ich lese zu Hause am PC, ich lese auf dem Handy und auf dem Tablet. D.h. dass ich bis heute auf keinem der Geräte die 5 €-Schwelle erreicht habe, denn so viel spannendes gibt es da bisher ja auch noch nicht und bei 39 Cent/Artikel… Zum Thema Zahlungsabwicklung kann ich also noch nichts sagen. Grundsätzlich hätte ich aber kein Problem damit, dann was zu zahlen.
    Blendle-Kunde bin ich auch. Das nutze ich aber mittlerweile nur noch sehr gezielt, wenn ich bestimmte Artikel lesen will, über die berichtet wird. Den Ton des Blendle-Newsletters finde ich grausam.

    @GLS Bank: war jetzt nicht Thema, aber die außerordentliche GV hat stattgefunden: ~80% haben sich für den GLS-Beitrag ausgesprochen. Demnächst also zusätzliche 60 €/Jahr. Das nur zur Info. Die Informationspolitik auf Twitter ist bei denen in letzter Zeit etwas dünn.

    1. Es gibt einige gute Payment-Ideen, das Problem ist nur, dass bis auf Blendle nichts eine relevante Verbreitung erreicht hätte. Und ja, der Ton im Blendle-Newsletter ist grauenhaft … Hab mich darüber schon mal beschwert, die finde es okay und haben wahnsinnig gute Klickraten (die lassen sich dafür feiern). Irgendwie hatte ich gedacht, dass man mit Qualitätsjournalismus andere Menschen anspricht als Lokus Online (und Konsorten). Nun ja.

      Das mit der GLS Bank habe ich mitbekommen, musste ich auch selber nach suchen (ein Blogeintrag gab es dazu auch nicht; man musste in die Presse-Abteilung ……). Trotzdem danke für den Hinweis, das werden wir als News nachreichen.

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