Mikro054 Von strömendem Öl, Stickoxid und Lebensmitteln

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Kritiken und Kommentare zur Sendung immer gerne genommen. Danke!

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

13 Gedanken zu „Mikro054 Von strömendem Öl, Stickoxid und Lebensmitteln“

  1. Bzgl. des Logos:
    Was schwebt Euch denn da vor? Einfach nur ein wenig aufpeppen oder komplette Neugestaltung? Und wenn neugestaltet werden soll, in welche Richtung soll es gehen? Thematisch und/oder stilistisch meine ich
    Gruss

    P.S. Karma mag ich sehr gerne ^^

    1. Eher Überarbeitung (Typo, Farbe, Abstände, Form) als komplette Neugestaltung. Es soll auf jeden Fall wiedererkennbar sein und man soll sich nicht erschrecken.

  2. Bzgl “fette schweine“:
    Monokulturen sind doch primär ausdruck der Nachfrage des marktes (also was wir kaufen – nicht was wir wollen) und dem Bestreben der Produzenten (der landwirte) maximal profitabel zu wirtschaften. Dabei kann man den Produzenten keinen Vorwurf machen. Ohne Regulierung und/oder incentives kann man keinen Produzenten kritisieren in Richtung monokulturen zu gehen.

    In eine ähnliche kerbe schlägt auch die amazon Lebensmittelplattform. Der preisdruck kann potentiell noch mehr steigen im handel und indirekt auch beim Produzenten. Das führt zu mega-massenbetrieben, die monokulturen bewirtschaften.

    Und “bio“ ist kein kleinbäuerliches farmeridyll. Da sind die betriebe auch auf dem besten weg hochskalierte, effiziente monsterbetriebe zu werden.

    1. Zum Punkt Bio:

      Ja, im Endeffekt kaufst du mit “Bio” erstmal nahezu aus den gleichen Betrieben mit der gleichen Größe wie in der konventionellen Landwirtschaft. Da machen sich viele Bio-Käufer was vor … Teilweise gilt sogar die umgekehrte Logik (wir hatten das mal in einer älteren Folge (schätze in der Milchpreis-Folge)): Die Zertifizierung nach EU-Bio-Regeln ist vergleichsweise aufwändig, nicht nur beim erstmaligen Antrag, sondern auch nachher in der “Buchführung”, weil du halt jedes Futtermittel, jeden Dünger, … belegen und nachweisen musst. Gerade kleine Betriebe sind damit überfordert; es sind ja am Ende Fixkosten, die der große Betrieb genauso hat wie der kleine. Und der große legt es halt auf Hunderte von Hektar bzw. Tausende von Tieren um. Der kleine Bauer, der seine Kühe noch mit Namen kennt, stirbt bei der Büroarbeit …

      Zu den fetten Schweinen: Hat Marco da kritisiert? Hat er nicht eher gesagt: Es gibt einen komischen Trend in der Landwirtschaft, immer in Richtung Monokultur zu tendieren.

    2. in dem bereich ist der staat bisher eher als negativ aufgefallen. die ganze förderung der anbausorten, die dem bio-sprit und strom dient, ist jedenfalls teil des problems.

      momentan scheint mir der kampf, für einen umschwenk, über den proxy “gülle” zu geschehen. bei dem thema gibt es am meisten widerstand.

      mfg
      mh

  3. Stella Artois ist zwar aus Belgien, findet man witzigerweise dort aber nur sehr selten (was mich bei dem Geschmack auch nicht wundert).

    Das die Bretagne das Bierbrauen für sich entdeckt ist wirklich interessant …

    1. Habe ihn Belgien mal Jupiler getrunken. Ist auch nicht besser …

      Mir ist VÖLLIG schleierhaft, wie man so eine Brühe trinken kann, wenn man – sowohl was Qualität als auch Quantität angeht – im Paradies sitzt. Okay, aus dem Kopf könnte ich jetzt auch kein gutes belgisches Pils nennen, das scheint eine echte Lücke zu sein …

  4. ÖPNV Diesel:
    Wieviel Prozent ist denn der Anteil der Busse am gesamten Schadstoffausstoß? Weniger als 1%?

    Zu den polnischen Bussen:
    SOLARIS ist ein moderner Hersteller. Die Busse sind bei den Fahrern sehr beliebt. Die Motoren entsprechen den neuesten Standards, was das auch immer heißt. Diese werden sowieso zugekauft.

    1. a) Hab ich mich negativ über Solaris geäußert? Sollte nicht so klingen, die E-Busse in Oberhausen sind auch von denen … (weil die deutschen Hersteller nix in dieser Klasse liefern können …)

      b) ÖPNV-Busse sind klar überdurchschnittlich an den Emissionen beteiligt. Das /mag/ sich in Bezug auf die bewältigten Personenkilometer etwas relativieren, ist aber für die Gesamtbetrachtung nicht so entscheidend (man will ja den Gesamtausstoß reduzieren)

      “Für die Stadt Düsseldorf betrug 2010 der Anteil der Busse nur 0,4 Prozent an der Jahresfahrleistung,
      sie waren aber für 5,7 Prozent der Stickoxid- und 2,4 Prozent der PM10-Emissionen
      des gesamten Kraftfahrzeugverkehrs verantwortlich.”

      “Mit steigendem Busanteil steigt aber auch signifikant der Anteil an den NOX-Emissionen.
      So beträgt der Busanteil in Alt-Moabit 1,9 Prozent, diese sind aber schon für 30 Prozent der
      verkehrsbedingten Zusatzemissionen verantwortlich. Das bedeutet, dass an diesem Standort
      nicht einmal zwei Prozent der Fahrzeuge vor Ort für knapp ein Drittel der durch den Verkehr
      verursachten Stickoxidemissionen verantwortlich sind.”

      (Quelle: http://www.cleanair-europe.org/fileadmin/user_upload/redaktion/downloads/Guideline_Saubere_Busse_im_OEPNV_Clean_Air_VCD_.pdf)

      Bei Feinstaub sieht es etwas besser aus als bei Stickoxid, weil die Feinstaubfilter im Dieselbereich (egal ob PKW/LKW oderBus) schon länger verbaut werden und das aus (konstruktions-)technischer Sicht (und auch aus Kostensicht) ein gelöstes Problem ist.

    2. Und ja: NEUE Busse nach Euro-6 sind sauber, sauberer als die entsprechenden Euro-6 PKWs. Das liegt schlicht daran, dass die Tests bei PKWs lockerer sind (bei LKWs werden IIRC bei Euro 6 Werte nur noch auf der Straße gemessen, bei PKWs findet immer noch ein Teil auf dem Prüfstand statt), aber auch an den Kosten. Bei einem LKW/BUS für 100.000 Euro oder mehr ist die komplette Abgasreinigung mit allem PiPaPo für ein paar Tausend Euro (sagen wir mal 5.000€) halt kalkulierbar (weil ja eine halbe Abgasreinigung auch schon was kostet), während 2.000 Euro mehr bei PKWs schnell den gesamten Wirtschaftlichkeitsvorteil des Diesels frisst. Denn dass der Diesel über 50% Marktanteil in Deutschland hatte, liegt ja auch daran, dass sich Diesel heute schon bei 15.000 Kilometer im Jahr rechnen, früher waren das eher 25.000 Kilometer oder mehr. Wenn man den Dieselmotor jetzt wieder über die Abgasreinigung verteuert, steigt die Schwelle wieder und dann ist der Diesel wie früher wieder in seiner Nische von Autos über 50.000 Euro und über 25.000 Kilometer/Jahr. (Und dann auch bei 30% Marktanteil und dann wird die Entwicklung der Motoren irgendwann zu teuer, weil man die fixen Entwicklungskosten nur noch auf wenige Motoren umlegen kann)

  5. Aluminium aus Saudi Arabien,
    Wir kriegen das schon. Ohne jetzt exakte Zahlen zu kennen, zu Zeit arbeite ich bei einem Bühnenhersteller für Events, also alu konstruktionen. Und dieser bezieht seine Füße, also ablengtes alurohr aus Saudi Arabien. Sind allerdings auch nur ungefähr 15 Tonnen im Quartal.

  6. Zum Thema Ölpreis wurde nur auf die Gründe gewiesen die für einen höheren Preis sprechen, aber zum Beispiel hat Saudi-Arabien auch ein großes Interesse daran den Preis niedrig zu halten. Da wegen des Atomabkommens die Sanktionen gegen den Iran nachlassen (Saudi-Arabiens machtpolitischer Gegenpol in der Region) wären auch wieder Investitionen in die iranische Ölförderung möglich, welche dem Iran langfristige Einnahmen sichern würde. Diese großen Investitionen zur Erschließung neuer Ölquellen lohnen sich aber erst ab einem bestimmten Ölpreis.

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