Mikro075 Alles Schrott – Anleihen, Bier, Reformen

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(unser Gast) Growney ist super (also war es im letzten halben Jahr …)

Brokervergleich: Robo-Advisor Vergleichstest 2017

Wir kaufen Schrottmöbel, EZB kauft Schrottanleihen

EZB von Krise bei Steinhoff betroffen

Steinhoff Kurs

Rendite aktuell etwa 15%.

Steinhoff ist übrigens zweitgrößter Möbelhändler der Welt nach IKEA. Emittent der Anleihe und die börsennotierte Firma ist die niederländische Holding; die Firmenzen­trale in Südafrika.

Kartellamt darf jetzt mehr für die Verbraucher tun …

Neue Kompetenzen des Bundeskartellamts im Verbraucherschutz

Handelsblatt: Kartellamt untersagt Übernahme von Konzertagentur

Heise: Kartellamt nimmt Vergleichsportale ins Visier

Wiwo: Angriff auf Deutschlands letztes Monopol

Die Trumps Steuerreform ist durch

egghat Tumblr: Senat stimmt Trumps Steuerreform zu

Tax Policy Center: Analysis of the Tax Cuts and Jobs Act

Wikipedia: Buffett Rule

Bloomberg: Arctic Refuge Just the Start of Trump’s Move to Unlock Alaska Oil

Steuerreform legt auch die Axt an Obamacare an

Newsweek: How Donald Trump Shot Down Obamacare with the Senate Tax Reform Bill

Our World in Data: Link between health spending and life expectancy: US is an outlier

Und der Bildungsmarkt in den USA funktioniert auch nicht

Öl

Bloomberg: All That New Shale Oil May Not Be Enough as Big Discoveries Drop

Nachklapp – Wohnungsmangel (mikro074)

Hörerhinweis von @vabi_f

Klärung: Obdachlos und Wohnungslos: Wohnungslos sind etwa 420.000 Deutsche plus 440.000 Flüchtlinge (in Flüchtlingsheimen). Auf der Straße leben hingegen "nur" 52.000.

Nachklapp – PSD2 (mikro073)

Kritisches Posting auf Facebook zur Datenöffnung von Peter

SZ: Schwerwiegendes Datenleck legt Zehntausende Schuldnerdaten offen

Picks

Marco: Charles Mackay: Zeichen und Wunder – Aus den Annalen des Wahns
Ulrich: Rolling Stone Magazin: Bob Corker Facing Ethics Questions? What a Surprise

Bier

Marco: Ein wässigres Russenbier ohne Namen
Ulrich: Brauprojekt 777 Single Hop
Marcos Spezialpick: Biershampoo

Tschööö

Danke an alle HörerInnen. Danke an alle SpenderInnen. Danke an alle GästInnen. Guten Rutsch ins Neue Jahr!

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Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

15 Gedanken zu „Mikro075 Alles Schrott – Anleihen, Bier, Reformen“

  1. Zum Thema PSD2:

    Wenn ich einem Dienst (oder auch einer App) Zugriff auf meinen Twitter- oder Google-Account gebe, gebe ich diesem Dienst ja auch nicht meinen Benutzername und das Passwort, sondern jeder Dienste bekommt sein eigenes Zugangs-Token (z.B. über OAuth), wo dann genau aufgelistet ist, was dieser Dienst in meinem Zugang machen darf. Beispielsweise “diese App darf lesend auf Tweets zugreifen” oder “dieser Dienst hat Zugriff auf den Google-Kalender” (nicht aber auf die Mails etc.). Diese Zugriffsrechte werden auch serverseitig erzwungen, d.h. ein Dienst darf dann nicht trotzdem automatisch Tweets schreiben, wenn er nur Lesezugriff gibt. Man kann auch jedem dieser Dienste wieder einzeln den Zugriff entziehen, ohne dass man sein Masterpasswort ändern muss (denn das haben die Dienste ja nie bekommen).

    Ob so ein Verfahren dann auch bei den Banken umgesetzt wird, wurde in eurem PSD2-Interview leider nicht gefragt. Bei der Sofortüberweisung war es ja früher so, dass man denen dann wirklich die Haupt-Zugangsdaten gegeben hat, mit denen sie prinzipiell auf alles zugreifen können. Ob man das mit PSD2 jetzt offiziell darf und ob die das mit Screen-Scraping oder einer API machen ist mir eigentlich ziemlich egal: Die globalen Zugangsdaten für meinen Bank-Account rücke ich nicht heraus, es muss Zugangsdaten pro App/Dienst geben, die dann auch nur auf Teilbereiche meiner Bankdaten zugreifen dürfen. Und die ich auch jederzeit wieder aussperren kann.

    Es geht auch nicht darum, dass dann nur auf einen Teil meiner Umsätze zugegriffen werden darf. Hier eine Liste, auf was eine App sonst noch zugreifen darf, wenn ich ihr meine globalen Zugangsdaten geben würde: Meine Adresse; meine Kontostände von Giro- und Tagesgeldkonto; mein Wertpapierdepot; meine Steueridentifikationsnummer; meine Religionszugehörigkeit; sämtliche Kommunikation mit der Bank; Sofern vorhanden auch eine Hypothek aufs Haus oder andere laufende Kredite.

    Was man doch eigentlich will: App 1 darf nur auf die Umsätze der letzten 3 Monate zugreifen. App 2 darf nur den aktuellen Kontostand anzeigen, aber nicht die Umsätze auslesen. App 3 darf noch Überweisungen bis zu einem bestimmten Limit tätigen. Aber auf mein Wertpapierdepot, meine Adresse oder selbst die E-Mail-Adresse darf keine dieser Apps zugreifen. Dann könnte man solche Dienste sogar halbwegs anonym benutzen, ohne dem Anbieter zu viel vertrauen zu müssen.

    Solange das alles nicht geht, bringt mir PSD2 gar nichts. Google und Twitter machen schon seit Jahren vor, wie man so etwas umsetzen kann.

    1. Wir müssen André Bajorat noch mal fragen, ob das so detailliert geht. Ich glaube eigentlich auch, dass das möglich sein sollte, fürchte allerdings, dass das die EU-Vorgabengeber für die Idee noch mal ein Jahrzehnt brauchen …

    2. Hallo Sebastian,

      gute Frage und ja, so genau ist der Plan. Vorbild sind in der Tat oAuth-artige Dienste und genau wie Du es beschreibst, stelle ich mir auch eine best-case Umsetzung bei Banken vor. Eine Art Dashboard in dem ich definiere welcher Dienst auf welche Daten Zugriff hat und vor allem muss es dort auch eine Möglichkeit geben diese Rechte jederzeit zu entziehen und eine Transparenz über die letzten Zugriffe zu haben.
      Wir als hoffentlich bald regulierter Dienst, werden diese Transparenz jedenfalls von unserer Seite für den User herstellen. Hier kommen auch GSDVO und PSD2 zusammen.

      hoffe das hilft

      André

  2. Verschwoerungstheorien:
    Ja, bin ich ein Fan von. 🙂 Sehe das aber sehr locker. Werde ich als solcher bezeichnet, warum nicht. Solange man das nicht zu ernst nimmt. Information kann sehr oft Auslegungssache sein. Und hier noch mal ein dickes Lob fuer die Beantwortung meiner Frage. Die ich mal als ein klares Jaein verstanden haben will, ok mit einer gewissen Tendenz ins Nein hinein. Eurer Marktanalyse kann ich allerdings auch nur folgen. Und natuerlich ist es Tatsache das VW, BMW und Daimler bestimmt innerhalb eines halben Jahres ein ausgereiftes Produkt auf dem Markt werfen koennen wenn es diesem danach verlangt. Den sie bereiten sich auf jeden Fall auf die Elektro Zeit vor.

    Guten Rutsch euch allen!!

    gutschy

    1. Verschwörungstheorien sind leider immer so spannend. Oft, weil es sich lohnt, über die Gedankengänge dahinter nachzudenken. Meistens ist aber wenig daran, denn vieles erklärt sich dann doch über die Doofheit oder die Gier der Menschen 😉

      Bei den Entwicklungszyklen der Automobilhersteller bin ich allerdings viel viel skeptischer als du. Die Batteriefabriken bauen sich nicht in Monaten; Tesla ist der Vorreiter und baut zusammen mit Panasonic (hocherfahrenes Unternehmen) die Gigafactory und auch die denken in Jahren, nicht in Monaten.

      Schau dir die Probleme mit dem Akku-Management bei Tesla (ja genau da) in den ersten Modellen an: Riesige Probleme. Fiel eine Zelle aus, war ein ganzer Sektor des Akkus unbenutzbar. Ist wartbar, aber sollte erst gar nicht passieren.

      Man darf die Innovationsfähigkeit solcher Sektoren wie dem Automobilbau nie überschätzen: Die ganzen Firmen sind optimiert darauf, leichte Verbesserungen in höchster Effizienz auf den Markt zu bringen. Etwas besser, etwas niedrigerer Verbrauch, etwas leichter, etwas effizienter, etwas zuverlässiger. Und das in höchstautomatisierten Prozessen kostengünstig auf den Markt zu bringen. Wenn etwas “disruptet” und du das Auto neu durchdenken musst, werden die überfordert. In allem. Im Denken, in den Prozessen, in der Kalkulation (dass es keine deutschen E-Autos gibt liegt ja zum großen Teil auch daran, dass man mit E-Autos kein Geld verdienen kann; Tesla ist ja auch weit weg von profitabel).

    2. Na ja, das mit dem halben Jahr ist auch mehr als ein Blick auf das Grosse und Ganze zu sehen. Ich denke das alles Entwicklungen auf dem E-Mobil Markt direkt von allen Herstellern nachvollzogen werden. D.h. wenn Tesla mit dem Modell 3 irgendwann soweit ist den Massenmarkt zu bedienen und sich natürlich dann auch ein Markt fuer das Modell 3 gebildet haben sollte. Also wenn es an das Geldverdienern geht,dann werden die Autobauer aber auch bereit sein. Kurz gesagt, die Autobauer werden von einem plötzlichem Durchbruch des E-Autos nicht überrascht werden.

    3. Zu meiner These, dass die Entwicklungszyklen in der Automobilindustrie sehr lang sind, passt am Ende deine Aussage, dass du das Model 3 als “plötzlichen” Durchbruch für E-Autos beschreibst. Am Ende ist da natürlich nichts “plötzlich”, von Vorstellung des Model 3 (oder noch weiter zurück von dem Zeitpunkt aus, dass das Model 3 absehbar war) bis zur Massenproduktion und der Markteinführung in Europa sind ja schon einige Jahre vergangen. Trotzdem scheint mir der Entwicklungszyklus bei Tesla eher etwas (wenn uahc nicht viel) kürzer zu sein als bei den etablierten Herstellern. Das macht die Aufholjagd für die anderen natürlich nicht einfacher, denn eigentlich müssten diese nun schneller sein. Wenn ich mir aber anschaue, was BMW, die mit der Karbon-Karosserie und einem rein als E-Auto geplanten i3, eigentlich einen Vorsprung hatten, aus diesem Vorsprung gemacht hat, bin ich nicht so optimistisch. Ja, BMW war 2017 mit 100.000 verkauften e-Autos immer noch ungefähr so groß wie Tesla, aber da wird ab 2018 wohl die Schere deutlich auseinandergehen.

      Ich stimme dir zu: Wenn Tesla 2019 mit dem Model 3 auf den europäischen Markt kommen wird, werden die deutschen Hersteller wohl auch da sein, zumindest werden die Modelle sehr gut absehbar sein. Wenn die deutschen Hersteller es richtig machen, decken sie auch die ganzen “Nischen” ab, die Tesla (noch) nicht bedient: Kombis, Vans, kleinere und mittelgroße SUVs, … Und wenn die deutschen Hersteller dann noch die nötigen Stückzahlen liefern können (und nicht Akkus fehlen), wird es für Tesla schwierig werden. Im Moment sehe ich kaum vernünftige Modelle und wenn man was kommt wie die Hyundai IQ spricht sich das schneller herum als ein Lauffeuer und zack hat das Modell auch 12 Monate Lieferzeit (oder das Auto kommt wie der Chevy Volt defakto gar nicht auf den Markt). Noch hat Tesla es einfach …

  3. Ein toller Podcast , ich höre euch erst seit ein paar Folgen aber es war immer ein Vergnügen. Macht weiter so und ein gesundes neues Jahr.

  4. Bezüglich Werbung und Tracking… Demnächst kommt eine neue Datenschutzgrundverordnung (EU GDPR) und die komplette AdTech Branche steht Kopf. Benutzer müssen nämlich danach explizit ja zum Tracking sagen und bei einem Nein darf nicht einfach der Zugang komplett verweigert werden (Alternativen wie Micropayment oder Abos sind grundsätzlich okay).

    Abgesehen davon hat Apple so einige Änderungen in Safari vorgenommen, um vor Tracking zu schützen. Centro z.b. Ist ein großer Retargeter und deren Gegenmaßnahmen haben wohl nicht ganz funktioniert.
    https://www.wsj.com/articles/criteos-shares-plummet-on-revenue-forecast-1513279308

    1. Wird spannend, ob man dann mit einem 1-Cent-Abo die Begrenzungen umgehen kann 😉 Aber das werden die Ad-Netzwerkbetreiber niemandem andrehen können. Ich finde es ja durchaus ok, wenn mich die FAZ oder die SZ trackt und schaut, was ich lese. Oder Amazon sieht, welche Produkte mich interessieren. Was mich nervt, sind halt die ganzen Netzwerke im Hintergrund, die auf allen möglichen Seiten eingebunden sind und die mich *immer* tracken. Und da sollten die neuen EU-Regeln greifen. Hoffentlich.

  5. Hallo Marco,
    ich wollte mich noch für das Update zur Foreign Times bedanken. Ich freu mich dann mal auf die 3 Folgen im Februar ;-).
    Alternativlos Folge 17 habe ich brav nachgehört.
    Viele Grüße
    Ivo

    1. ich vermute mal, davon fallen 2 aus und verschieben sich auf August oder so. ;D
      Aber ich bleib dran. Geht mir da auch grundsätzlich um Qualität bei den Gästen, sonst wäre es einfacher.^^

      mfg
      mh

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