Mikro088 Entschuldet Deutschland Naftogaz?

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Uber: Der freundliche Autoroboter bittet um Entschuldigung
Nachklapp: Cambridge Analytica
Nachklapp: SNB (die mit der Minidividende)
Naftogaz vs. Gazprom
Tesla: Schon wieder…!
Deutschland: Entschuldungsgeilheit
Gesellschaftsteil: Picks
Gesellschaftsteil: Bier

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

23 Gedanken zu „Mikro088 Entschuldet Deutschland Naftogaz?“

  1. Meine Güte! Ich finde auch, Moody’s ist da sowas von kleinlich. Da verbrennt man mal 1 Milliarde USD pro Quartal, hat Schulden in Milliardenhöhe, die bald fällig werden, baut Autos in Handarbeit und produziert 1000 Autos des Model 3 pro Woche (in etwa so viel wie Toyota in einer Stunde produziert, wenn man die Jahresproduktion auf 7 Tage die Woche und 24 Stunden pro Tag runterrechnet…) . Und wegen solcher Kleinigkeiten wird man dann gleich runtergestuft – Menno! Und das obwohl man sofort direkt genug neue Idi… äh Investoren an der Hand hätte, die gern weiteres Geld zum Verbrennen hinterherwerfen.

    Außerdem beeindruckend, wie Tesla-Fanboys auch alles schönreden können. Geld wird verbrannt? Egal, da wächst ja neues auf Bäumen! Alles wird per Hand gefertigt? Ja, aber das liegt ja nur daran, dass Tesla so innovativ und modern ist! Downgrade? Egal, Moody’s weiß es halt einfach nicht besser!

    Ich weiß, dass Ihr keine Tesla-Fanboys seid, aber trotzdem ist es immer wieder amüsant, wie schön die Erklärungen immer wieder sind, wenn Tesla mal wieder nix, aber gar nix geliefert hat.

    Sarkasmus beiseite – aber das wollte ich mal loswerden:-)) Nicht böse sein:-) Euer Podcast ist ja ansonsten Klasse! Und die Tesla Comedy-Ecke rundet das Ganze immer schön ab:-)

    Macht weiter so, ich freue mich immer auf neue Folgen! Und gern auch längere!!

  2. Ich bin da ganz bei Marco wenn er meckert wenn Ulrich wieder Tesla-Updates gibt.
    Deren Zeug kommt permanent zu spät und wenn es mal da ist kann es sich keiner leisten.

    Aber weil ich ich bin und nicht einseitig nur Ulrich betrollen möchte – wie wärs mit Wirtschaftsnews und Zeug von Workhorse? Die machen auch in wirschaftlicher Verflechtung, haben Drohnen und Elektroautos und sind auch aus ´Murica. :o)

    Bussi aus Salzburg,
    Joachim

    1. Selbst mit Tesla-ueblichen Verspaetungen waere Waymo noch der erste Robotaxi-Service am Markt. Uber ist ja noch hunderte Jahre von selbstfahrenden Autos entfernt.

    2. Waymo macht aus meiner Sicht einige Dinge besser als Tesla. U.a. dass die das Teil nicht weltweit auf unbekannten Strecken rumfahren lassen, sondern nur sehr gut vermessene Regionen nehmen. Und dass in diesen Regionen viele Autos rumfahren, die sie dann auch nutzen, um die Daten dauernd zu aktualisieren. Das macht das deutlich einfacher zu beherrschen.

      Außerdem fahren die Waymo Autos (so weit ich weiß) auch deutlich passiver und vorsichtiger fahren.

    1. du meinst „keinen“ Beitrag, oder?

      Das die schuldenquote so stark gesunken ist, lag vor allem am steigenden BIP. Und beim absoluten Schuldenstand war die Reduzierung bei den die Bad-Bank-Bilanzen wichtiger als die schwarze Null.

    2. Die Schulden sind aus beiden Gruenden gesunken, geringere Staatsverschuldung und steigendes BIP:
      (Daten von siehe oben, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2018/2018_03_29_staatsschulden.html)
      Jahr Schulden BIP
      2016 2145 3145
      2017 2093 3265

      alte Schulden/neues BIP: 65.7 % (2.5%pkt weniger als im Vorjahr)
      neue Schulden/altes BIP: 66.6% (1.6%pkt weniger als im Vorjahr)
      Insgesamt ist die Schuldenquote um 4.1%pkt gesunken. Es ist also ganz klar ein Effekt von beidem ungefaehr 60:40.

    3. @Thomas: Dann muss anders berechnet werden … Die Bundesbank sagt selber in der Pressemitteilung, dass der größte Teil des Rückgangs auf die schrumpfenden Bad-Bank-Bilanzen zurückgeht … Und das müsste eigentlich beim Bund verbucht werden. (Und der Bund hatte auch einen Überschuss, der deutlich höher als die 5 Milliarden war). Die 5 Milliarden kann nicht nachvollziehen, das scheint mir deutlich zu wenig zu sein.

  3. So, werte Mikroökonomen.
    Ich sitze gerade am Arbeitsplatz, höre Eure Folge und zur gleichen Zeit kündigt der chinesische Vize-Finanzminister (vulg.: ViFiMi) Zölle auf US-Produkte an. Und dieses Mal wohl sehr gezielt auf 106 Produkte die die Fly-Over-Country und Rust-Belt Bevölkerung treffen wird (u.a. Soja-Bohnen und Flugzeuge).
    Von den politischen Implikationen mal ganz abgesehen, würde mich doch jetzt mal langsam Eure Einschätzung interessieren. Am Besten stelle ich Euch meine konkreten Fragen, vielleicht könnt Ihr darauf ja in der nächsten Folge eingehen.

    1. Glaubt Ihr, dass sich die multinationalen Unternehmen gegen die protektionistische Politik wehren werden?
    2. Grundsätzlicher: wer ist stärker, Marktwirtschaft oder Politik?
    3. Denkt Ihr, dass der sich ankündigende Handelskrieg zu einer Rezession der Weltwirtschaft führen wird?

    Danke für Eure Meinung dazu.

  4. alte Schulden/neues BIP: 65.7 % (2.5%pkt weniger als im Vorjahr)
    neue Schulden/altes BIP: 66.6% (1.6%pkt weniger als im Vorjahr) <– Bad Banks sind hier drin

    5 Mrd waren die Netto getilgten Schulden. Daneben wurde Geld aus der Fluechtlingsruecklage ausserplanmaessig nicht entnommen, da wurde sozusagen Geld weiter geparkt.

    1. Erstmal danke für das Lob. Gerade zu Tesla. Wird direkt an Marco weitergeleitet 😉

      Die Cleanelectric-Folge zu Tesla wollte ich erst als Pick auswählen, so quasi als Beispiel für Extreme-Fanboism … Zum Glück sind die die Macher des Podcasts nicht ganz so “verblendet” wie der Gast. Der wollte ja quasi aus jedem Bit, das Tesla einsammelt, ein eigenes Geschäftsmodell bauen. Klar, da waren viele coole Ideen dabei, nur frage ich mich, wieso gerade Tesla mit 0,2% (oder so) weltweitem Marktanteil den Markt für Daten aufrollen sollte. Ein auf Datenübertragung optimiertes Auto-Modell von VW dürfte schnell mehr Marktanteil haben. Ja, Tesla kann bisher ein paar Dinge besser als die etablierten Hersteller, vor allem die Online-Aktualisierung des gesamten Betriebssystems für das Autos ermöglicht es Tesla natürlich schneller und zeitnäher neue Software auszurollen (die Konkurrenz muss oftmals selbst für ein Softwareupdate des Entertainmentsystems in die Werkstatt, für die betriebswichtige Software des Motors ist das glaube ich bei allen Herstellern außer Tesla nur in der Werkstatt möglich). Tesla ist in mancherlei Hinsicht weiter als die etablierten, aber ich würde mich hüten, die Konkurrenz zu unterschätzen. Mobile Eye (Lieferant für Teslas Autopilot 1.0) ist jetzt Intel und arbeitet mit BMW zusammen. Und der ehemalige Kartendienst von Nokia (Here) gehört jetzt deutschen Automobilherstellern. Es ist nicht so, als wären die etablierten Hersteller total unfähig, als hätten sie keine Ahnung von KI und könnten nicht mit großen Datenmengen umgehen …

      Der Podcast ist für alle, die sich für das Thema E-Mobilität interessieren, Pflichtprogramm. Die Folge mit Prof. Schuh (e-Go) hatte ich auch mal gepickt.

    2. Aah da hat jemand wirklich den cleanelectric podcast gehört. Den Gast fand ich übrigens auch etwas zu sehr Fanboy. Insgesamt hatte mir aber gefallen das einfach mal aufgezeigt wurde, welche Thematiken bei Tesla bereits gelöst sind. Man muss einfach sagen das marketingtechnisch die Hausaufgaben gemacht wurden. Und manchmal die klassiche Autoindustrie vorgeführt wird. Oder Nischenmärkte nicht erkennt (siehe Post StreetScooter). Andererseits muss ich zustimmen, das gerade bei klassischen Autoherstellern das Anfahren von Produktionslinien sehr professionell gelöst ist. Da findet vieles in genau geplanten Zeiträumen hinter verlschlossenen Türen statt, und dann wird geliefert und zwar in Vollauslastung der Produktionsstrecke, ohne Hektik und ohne PR-GAU.

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