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(354) Bundesregierung: Reformpaket oder Rohrkrepierer?

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7 Comments

  1. Tim Tim

    Habe grade eure aktuelle Folge gehört.
    Ich arbeite selbst in einer Bundesbehörde.
    Euer Punkt zum Stellenabbau im öffentlichen Dienst (Digitalisierungsrendite) halte ich für eine Nebelkerze seitens der Bundesregierung weil das in den Ohren der allgemeinen Bevölkerung gut klingt.
    Aus meiner Sicht wird schlicht antizipiert, dass in den nächsten 5-10 Jahren ein wesentlicher Anteil der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Rente gehen und dann halt nicht nachbesetzt wird, also kein aktiver Stellenabbau, also auch keine Pro Aktive Maßnahme. Ihr habt schon sehr richtig gesagt, dass je nach konkreter Behörde jetzt schon eher das gegenteilige Problem besteht, also nicht Genug Mitarbeitende, es würde mich also nicht wundern wenn es angesichts des Umgangs der Politik mit der Thematik sich eher verschlimmern als verbessern wird.
    Meiner persönlichen Meinung nach besteht schon seit Jahren das Missverständnis die öffentliche Verwaltung müsse effizient arbeiten. Meiner Überzeugung nach muss eine öffentliche Verwaltung effektiv arbeiten und nicht effizient… der Mythos vom Min/Max Prinzip hat in den deutschen Behörden eine Menge Schaden angerichtet und Vertrauen in die Funktionalität des Staates verspielt, da die Behörde oft der erste Repräsentant des Staates vor Ort ist.
    Man kann natürlich nicht wegdiskutieren, dass Personal Geld kostet, was insbesondere für Kommunen eine Belastung ist, aber das ist meines Erachtens ein Strukturelles Problem was strukturell gelöst werden müsste und auch könnte. Entscheidend ist meiner Meinung nach: eine Behörde ist kein Selbstzweck, sie hat eine Aufgabe, diese Aufgabe ist in der Regel auf ein Gesetz zurückzuführen, stellt sich das Gesetz als nicht geeignet für die Erfüllung der Aufgabe heraus, dann muss mann das Gesetz und ggf. Auch die dazugehörige Behörde abschaffen oder reformieren, sodass der Zweck effektiv erfüllt werden kann.
    Vielen Dank für eure Arbeit. Der Podcast hilft mir dabei den Verstand in Absurden Zeiten nicht vollends zu verlieren, ein immer seltener werdendes Gut.

    • Marco Herack Marco Herack

      Dank Dir für das Lob und die spannenden Beobachtungen! :o)

  2. Neo@NHNG Neo@NHNG

    Zu den Vereinfachungen in Elster: Belegabruf und Übernahme der Daten aus dem Vorjahr geht heute schon in Mein Elster. Dafür braucht man also keine extra Software mehr. Es wäre natürlich toll wenn das für noch mehr Bereiche ginge, aber es geht schon für sehr viel. Man muss es allerdings einmal freischalten (mit Brief über Post und so, wegen Datenschutz nehme ich an, wobei ich das für etwas übertrieben halte, man ist ja schon über den Elster Zugang eindeutig identifiziert).

    Was noch fehlt: eine Standarderklärung wo man auch wenn man nichts macht (keine Erklärung abgibt) einfach Geld raus bekommt aufgrund der vorliegenden Daten und Pauschalen.

    • Marco Herack Marco Herack

      Ah… danke!

  3. Paul Paul

    Interessante Folge, danke das Ihr Euch da durchgekämpft habt!
    Zum 8% Personalabbau ein Kommentar (auf die Gefahr hin das Euch das klar ist):
    Ich habe (neu in einer Bundesbehörde) vor kurzem gelernt, das Stellenabbau und Netto-Neueinstellungen sich nicht wiedersprechen 🙂
    Das geht so:
    – 10% nicht besetzte Stellen haben
    – 5% neu besetzen
    – 5% „abbauen“
    Ergebniss: 5% Stellenabbau bei 5% höhere Ausgaben.

    Viele Grüße
    Paul

    • Marco Herack Marco Herack

      Ja ok, das ist dann die Bauernschlaue-Methode (wobei.. nix gegen Bauern!).

  4. Jonathan Jonathan

    Danke für die Erklärung zu der Rendite und Eigenkaptialrendite!
    Grüße
    Jonathan

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