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18 Kommentare

  1. @egghat: Die Duration gibt nicht an, wann man sein Geld zurueck hat. Die Duration ist der Schwerpunkt des Barwertes aller Zahlungen.
    Ihr habt natuerlich recht, dass auch wenn Argentinien irgendwann pleite geht, dann macht man mit 8% Rendite trotzdem Gewinn.

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    1. Hmmm … Dann kann die Duration bei Argentinien doch nicht 12,7 Jahre sein, oder? Wenn danach noch 87 Jahre Zinsen und die Tilgung kommen?

      (Wie wird das denn abgezinst?)

    2. Oh okay, https://de.wikipedia.org/wiki/Duration

      Die Duration gibt an, wann ich die Hälfte (ist das anders als Schwerpunkt) aller Zahlungen (abdiskontiert) bekommen habe? Oder wann ich gegenüber Zinsänderungen immun bin? Hast du eine prägnantere Definition (deine ist etwas zu mathematisch, um das in der nächsten Folge nachzureichen) ?

      Duration = Laufzeit gilt ja bei Nullkuponanleihen. Die Duration sinkt (gegenüber der Laufzeit) mit steigendem Kupon. Daher hatte ich das als „bis dahin habe ich das Geld zurück“ gemerkt. Aber stimmt, das kein nicht sein. Denn bei einer zehnjährigen Anleihe mit 2% Kupon wäre die Duration ja immer noch zehn Jahre, weil du erst mit der Tilgung wieder dein Geld zurück hast (vorher gibt es ja nur max. 20%, abdiskontiert noch weniger), die Duration ist aber eher 9 Jahre.

    3. Ich habe da noch eine andere Beschreibung der Duration:
      Wir nehmen unsere Anleihe A und wollen wissen, wie sich der Wert bei Zinsaenderungen entwickelt. Um das zu vereinfachen, basteln wir uns eine theoretische Nullkuponanleihe N, die sich bei Zinsaenderungen genau gleich verhaelt. Die Laufzeit von N ist nun genau die Duration von A.

      Die Modellannahmen hier sind aber, besonders bei der 100jaehrigen Anleihe von Argentien, ziemlich absurd. Wir nehmen an, dass die Zinskurve flach ist und die Anleihe kein Risiko traegt. Da die 8% einen Risikoaufschlag beinhalten ist das ziemlich weltfremd.

      Die englische Wikipedia hat eine relative praegnate Definition:
      „In finance, the duration of a financial asset that consists of fixed cash flows, for example a bond, is the weighted average of the times until those fixed cash flows are received.“ Die Gewichtung ist dabei der Abzinsungsfaktor.

      Bei der Argentinien-Anleihe sind die 12.7 Jahre ziemlich leicht zu schaetzen. Eine ewige Rente hat eine Duration von 1/i, wenn i der Kupon ist. Bei 8% macht das 12.5 Jahre. Die Differenz zu 12.7 resultiert aus der Tatsache, dass die Anleihe unter-Par notiert und 100 Jahre keine Ewigkeit sind.

    4. wir können das podcastbild zum kapitel ändern. ist zwar nicht das gelbe vom ei.. aber alternativ bleiben uns die shownotes. :o)

      mfg
      mh

    5. Danke, das Bild mit der „Schaukel“ ist wirklich hilfreich … Jetzt muss ich das nur noch in Worte fassen …

    6. Danke, lobend erwähnt in mikro051 🙂

      Der Artikel ist übrigens noch besser als der in der Wikipedia: http://www.investopedia.com/university/advancedbond/advancedbond5.asp

  2. Ich habe nochmal in den Disclaimer der Studie über Rocket reingeschaut und den entsprechenden Part nachgetragen, damit das klar ist.

    mfg
    mh

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  3. Der Link zum Teil2 des Planet Money Podcasts ist derselbe wie der zum Teil 1.

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    1. danke, ich habe ihn korrigiert.

      mfg
      mh

  4. Süddeutsche.de behauptet das Restaurants his zu 30% Provision an Deliveroo zahlen. Es kommt also zusätzlich zu den kundenseitigen Lieferkosten noch mehr Geld rein, http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/radkuriere-fuer-cent-trinkgeld-durch-den-regen-1.3565389.

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    1. Krass! 30% sind heftig, allerdings ist der Transport ja auch drin.

  5. Danke für den langen Bierteil….bester Part bei 01:19:30….“…lass mich nicht übertölpeln von Gerüchen…“. XD Hab mich weggeschmissen…die Leute in der S-Bahn haben mich schon schief angeguckt.

    An welches Postfach kann man euch denn mal Bier schicken? 🙂

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    1. Ich sehe gerade, dass ich bereits die Packstation als Möglichkeit habe.

      Marco Herack
      805390971
      Packstation 169
      50968 Köln

      mfg
      mh

    2. Marco lässt sich durch die Nase nicht beeindrucken. Wir müssen mal eine Weinverkostung machen. Alle schwenken fleißig das Glas und schnüffeln 😉 nur Marco trinkt schon 🙂 Verkostungsnotiz: Schmeckt mir 😉

  6. Bezüglich der Aussage von Marco: „die Bargeldreform in Indien trifft alle Bevölkerungsgruppen, und deshalb hat es noch keinen Aufstand gegeben“ muss ich teilweise widersprechen. Bei dieser Bargeldreform wurde der 500 und der 1.000 Rupien Schein für ungültig erklärt. Das sind über 80% der Banknoten in Indien gewesen. Was stimmt, alle Bevölkerungsgruppen sind betroffen ja, aber die armen sind tendenziell stärker betroffen.

    Zum einen haben reiche Leute im Verhältnis zu ihrem Gesamtvermögen relativ wenig in Bar zuhause. Sie haben ihr Geld in irgendwelchen Sachanlagen angelegt (teilweise auch im Ausland). Bei der armen Bevölkerung Indiens sieht dies ganz anders aus, viele verfügen über kein Konto und haben deshalb ihr gesamtes Vermögen in Bargeld. Wie sich jeder denken kann, ist der Umtausch in das neue Geld nicht ganz leicht (eines der Ziele ist ja eine Schwarzgeldbekämpfung gewesen). Gerade wenn das neue Geld über die Bank bzw. über ein Bankkonto ausgegeben wird. Das führt auch zum zweiten Problem, viele verfügen über keine Ausweisdokumente. Gerade in den ländlichen Regionen Indien mussten dann die Dorfältesten zur Authentifizierung herhalten.

    Ein weiterer Grund für die Bargeldreform ist gewesen, dass bis zuletzt nur 2% der Bevölkerung Steuern gezahlt hat. Grund dafür, ist unterandern das undurchsichtige Steuersystem der einzelnen Bundesländer in Indien und der hohe Bargeldanteil im Wirtschaftskreislauf.

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    1. Den Punkt mit dem fehlenden Konto für große Teile der Landbevölkerung haben wir leider vergessen Besonders ärgerlich, weil ich das Thema mit Barbara in Folge 021 https://mikrooekonomen.de/2016/10/21/mikro-021-mikrokredite-mit-barbara-bohr/ besprochen habe …

      Die Selbstmorde gab es dann tatsächlich auch in den ärmeren Schichten, z.B. Wanderarbeiter in der Landwirtschaft. Diese haben oft tatsächlich das gesamte Geld des Monats in Bargeld bei sich …

      Wir haben das Thema ja „nur“ angeschnitten, eigentlich sollte das nur (m)ein Pick werden (sprich wir haben uns auch gar nicht vorbereitet). Die beiden Folgen von Planet Money sind definitiv besser als unser Senf zum Thema.

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