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5 Kommentare

  1. 1) Zu den Aerzten:
    Hier ein „marktwirtschaftlicher“ Vorschlag für das Landarztproblem: Wir versteigern die Landarztpraxen an die Ärzte die für die nächsten 10 Jahre den geringsten Zuschuss benötigen.
    Alternativ: Wir könnten natürlich auch einfach mehr Ärzte ausbilden, bis eine Praxis in der Stadt nicht mehr Profit erwirtschaftet als eine Praxis auf dem Land. Das wäre das belgische Modell, in dem die Hausärzte ohne Hilfspersonal arbeiten und alles selber machen. Dann lohnt sich eine Praxis auch mit weniger Patienten und die Ärzte verdienen näher am Durchschnitt der Bevölkerung.

    Zur FAZ:
    Ist das eigentlich Problem nicht, dass seit dem Ende der Financial Times Deutschland, die FAZ eine der bedeutendsten Wirtschaftsredaktionen in Deutschland hat? Aus Hamburg, München oder Berlin kommt halt viel weniger Wirtschaftsberichterstattung.

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  2. zu 1: Das wäre in der Tat eine Möglichkeit. Wobei ich fast befürchte, dass sich niemand das Risiko der nächsten 10 Jahre ans Bein binden will. Das ist für eine Einzelpraxis, bei der ein Mensch das gesamte Risiko trägt, eher lange. Auf der anderen Seite macht man eine Praxis auch nicht für 3 Monate auf … Das Problem bei der Verteilung: Wo verteilst du? Einfach alle Praxen versteigern und die Einnahmen der Rechte aus der Stadt für die Zuschüssen auf dem Land verteilen? Wenn nicht, muss man festlegen, wo versteigert wird und wo nicht. Und wenn man das sowieso festlegen muss (Gebiet, in dem es nur einen Hausarzt gibt, wenn es Zuschüsse gibt), könnte man auch im laufenden Betrieb umverteilen, z.B. nach Anzahl der Behandlungsfälle. In einem funktionierenden Markt soll ein Arzt, der wenig behandelt, natürlich weniger verdienen. Auf dem Land hat man wegen weniger Menschen im Einzugsgebiet grundsätzlich weniger Fälle, also stockt der Staat auf. Hast du nur 50% der Fälle, bekommst du 25% drauf, hast du 60% der Fälle, bekommst du 20%, … So als Idee.

    Ich finde deine Idee aber durchaus charmant. Das müsste nur transparent sein, vielleicht auch durch eine Einführungsphase, in der die relevanten Daten der Praxis öffentlich werden, damit alle Ärzte sehen können, wo man wie viel Geld verdienen kann. Das würde das Risiko deutlich senken, wenn man vorher weiß, wie viele Leute wie oft in die Praxis gekommen sind. Sonst würden sich die Ärzte das Risiko wohl fürstlich entlohnen lassen, die sitzen schließlich klar am längeren Hebel.

    Das belgische Modell ist wahrscheinlich so auch in Norwegen üblich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fjord-Arzt, der für 350 Menschen direkt am Fjord und vielleicht 100 im Umkreis von 50km verantwortlich ist, mit einer kompletten Praxistruppe arbeitet. Der wird wohl auch alles selber machen. Weil du das vorschlägst: Geht das in Deutschland nicht? Das kann ein Arzt doch auch in D so machen, oder?

    Zur FAZ:

    Klar, die FTD fehlt. Da sind sich wohl alle einig. Bis auf das Handelsblatt 😉 Und ja, in den normalen Tageszeitungen ist die FAZ klar überdurchschnittlich. Ich sage jetzt nicht, ob quantitativ oder qualitativ 😉

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  3. Ein Arzt in Deutschland hat mir erzählt, dass es wohl finanziell nicht funktioniert ohne Massenabfertigung mit Hilfspersonal zu arbeiten. Aber es gibt durchaus Beispiele, zum Beispiel hier in unserer geliebten überregionalen Tageszeitung: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/aerzte-und-kliniken/aerzte-als-einzelkaempfer-praxis-ohne-helfer-12622782.html

    Das Problem, welches ich in Deutschland sehe, ist, dass die Ausbildungszeiten der Ärzte zu lang sind für solch ein Modell und wir zu wenige zu spezialisiert ausbilden. Das ist in Belgien deutlich gestrafft, nach 9 Jahren ist der Hausarzt bereit alleine zu praktizieren, https://nl.wikipedia.org/wiki/Huisarts. Das ist deutlich kürzer als in Deutschland, was auch in dem anderen Anforderungsprofil, z.B. mit mehr Überweisungen an Fachärzte begründet ist.

    Der Spiegel ist ja noch schlimmer als die FAZ…

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  4. Hey, Wahl-Norweger hier.

    Die Neuigkeiten über den Ölfond haben mich ziemlich überrascht, kam dazu doch nichts in den Nachrichten. Man sollte doch meinen, das wäre z.Z. ein Top-Thema hier.
    Ich hab das Thema daraufhin mit ein paar Norwegern besprochen und die meinen, da besteht eine Verwechslung – es gibt 2 Staatsfonds.
    Der grosse, bekannte (gemeinhin als Ölfond oder ‚Ölfond Ausland‘ bezeichnet): http://www.nbim.no
    Der kleine, unbekannte (gemeinhin als Pensionsfond oder ‚Ölfond Inland‘ bezeichnet): http://www.folketrygdfondet.no

    Die Wikinger hier meinen, dass eure Neuigkeiten zweiteren betreffen.
    lg aus dem Eis

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  5. Habe gerade Nr. 121 nachgehört. Die Geschenke waren da schon unterwegs ;-).
    Viele Grüße
    Ivo

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