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11 Kommentare

  1. Danke für die Folge!
    Ich habe ja auch NRW-Abi, Jahrgang so in etwa im Bereich von Egghat. An mmeinem Gymnasium gab es seinerzeit tatsächlich Sozialwissenschaften mit Wirtschaftsschwerpunkt. Der Lehrer war diplomierter Volkswirt. (Kein Pädagoge! Darauf hat er Wert gelegt.) Das war wirklich Wirtschaftsuntericht mit BWL Grundlagen, Buchführung etc, aber auch richtigen volkswirtschaftlichem Basiswissen. Ohne den Unterricht hätte ich wahrscheinlich nie VWL studiert – schon allein weil ich keine Ahnung gehabt hätte, was das eigentlich so in etwa ist. In meinem Jahrgang gab es sogar einen Leeistungskurs (den allerdings eher die smarten BBWL-Popper besucht haben).
    Wie auch immer man sowas ins Curiculum bekommt: ich fand das total klasse und es hat mich auch nicht zum Geldraffenden und aubeutenden Hyperkapitalisten gemacht.
    Guten Rutsch!

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    1. Wirtschaft bei mir damals™: Nur in Erdkunde. Und das auf dem Niveau von LPG schlecht (weil Planwirtschaft), Bauer im Westen gut (weil Wettbewerb). Ende Gelände. Nicht einmal die heute anscheinend obligatorischen Börsenspiele gab es bei mir. Du warst also (zumindest im Vergleich zu mir) im Paradies 🙂

      Danke und guten Rutsch auch Dir!

  2. Ich habe selbst Wirtschaftspädagogik studiert und kann ein eigenes Unterrichtsfach nur begrüßen.
    Wirtschaft als Querschnittsthema, wie von Ulrich angedacht, wäre zwar schön, scheitert aber sicherlich neben dem fehlenden fachlichen Verständnis auch an einer gewissen Wirtschaftsfeindlichkeit vieler angehender Lehrer. Da wird gerne mal über den „Scheiß-Kapitalismus“ geschimpft und die Nase über BWL-Studenten gerümpft.
    Ich habe in Sachsen Abitur gemacht, wo Wirtschaft insgesamt nur ein paar mal in Gemeinschaftskunde Thema war. Aber eigentlich geht es in diesem Fach fast nur um Politik. Deshalb hat mich auch das Ergebnis der Studie sehr aufgeregt. Ich denke, dass es bei dem Thema sehr viel Schwarz-Weiß-Denken gibt, wobei wirtschaftliches Handeln mit Egoismus gleichgesetzt wird. Wie Felix schon angedeutet hat, unterstellen nicht wenige Menschen, dass Schüler durch die Vermittlung von Wirtschaftswissen zum Ausbeuter werden. Ich bin gespannt, wie sich das Fach in NRW entwickelt.

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    1. Diese (gar nicht so seltene) Wirtschaftsfeindlichkeit habe ich einfach unter den Tisch fallen lassen und unter „mangelndes fachliches Verständnis“ verbucht … Hart argumentiert zeigt sich ja schon in der sehr schiefen Datenerhebung für den Unterrichtsanteil von Wirtschaft wie viele Lehrer das Thema überhaupt nicht mögen. Und wir reden dabei über eine Studie von Leuten aus dem Fachgebiet, die eigentlich Interesse an einer Vergrößerung ihres Fachgebiets haben sollten. Aber auch die wollen lieber Politik als Wirtschaft unterrichten.+

      Und ja, es wird spannend. Leider erwarte ich von CDUFDP hier auch nicht viel mehr als von ROTGRÜN. Es kippt wahrscheinlich einfach nur in eine andere Richtung auf der Tendenzskala, dass das richtig ausgewogen und abwägend wird, würde mich überraschen.

    2. Ja, das entscheidende wird der zugehörige Lehrplan werden. Aber solange die „wirtschaftsfeindliche“ Fraktion nur darüber nachdenkt, wie sie so ein Unterrichtsfach generell verhindern kann, wird sich die öffentliche Debatte nicht um die Inhalte drehen. Es könnte also durchaus sein, dass wie befürchtet FDP und CDU dem Lehrplan ihren Stempel aufdrücken. Statt über das Ob sollte über das Wie öffentlich gestritten werden. Ein frommer Wunsch, ich weiß.

  3. Der Link zu dem Podcast von Ulrich wäre ganz nett.
    Ansonsten schöne Folge mal wieder!

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    1. Meinst du in den Shownotes in der Podcast App?

  4. Ja ich meinte die shownotes in der App, aber habe den Link hier gefunden nachdem ich den Kommentar abgefeuert habe 🙄.

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  5. Hier noch ein anderer Bericht, der deutsche Anlagen mit US-amerikanischen vergleicht und doch zum Schluss kommt, dass deutsche Anlagen weniger Rendite einfahren.

    „On average between 2000 and 2016, yield on US FDI abroad was 7.2%, while yield on German FDI abroad was much lower at 4.8%.

    http://bruegel.org/2017/12/why-us-investors-earn-more-on-their-foreign-assets-than-germans/

    http://bruegel.org/2017/11/returns-on-foreign-assets-and-liabilities-exorbitant-privileges-and-stabilising-adjustments/

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  6. Ich habe bisher die besten Erklärungen für Supermärkte und Lieferdienste im Supermarktblog von Peer Schader gelesen, https://www.supermarktblog.com/author/peer/.

    Meine These ist, dass Lieferdienste in Deutschland funktionieren nicht, weil die Einkommensungleichheit zu gering ist. In Kasachstan funktionieren Lieferdienste in Astana und Almaty super. Da bekommt man für 3-4 EUR den Wocheneinkauf zum Supermarktpreis nach hause geliefert. Benzin ist billig und die Kurierfahrer und Kommissionäre verdienen sehr wenig. Zusätzlich sind die Einkommenssteuern niedrig.

    In Deutschland kostet eine Arbeitsstunde brutto dreimal soviel wie netto. Wenn man also eine Stunde einkaufen durchs online ordern spart muss die Logistikerin den gleichen Einkauf in 20 Minuten zusammenstellen und ausliefern oder nur ein Drittel verdienen, damit sich das lohnt. Beider ist in Deutschland nur sehr selten der Fall, jedenfalls ohne vollautomatisierte Lagerhalle und selbstfahrenden Lieferroboter.

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