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9 Kommentare

  1. Die Null Frauen Quote

    Ihr habt die Antwort für diese Quoten selbst gegeben: Würde man die Quote anders festlegen, begibt man sich in die Gefahr, sie nicht einzuhalten. Mit der Null-Quote entgeht man jedem Risiko.
    Es ist schon etwas absurd, wenn Unternehmen die Grenzwerte, bei deren Nichteinhaltung sie bestraft werden, selbst uneingeschränkt festlegen.
    Ich mache mir da wenig Hoffnung, dass lediglich schlechte Publicity etwas an diesen freiwilligen Quoten ändert. Dafür ist das Thema überhaupt nicht präsent genug. Wer kennt denn schon die Führungsstruktur von Unternehmen, bei denen man einkauft? Amazon, Zalando, Aldi, H&M, dm, …

    Als Folge senkt die niedrige Quote dann die Motivation in den Unternehmen, an diesem Zustand etwas zu ändern. 🙁

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    1. Nun ja, es könnte schon Druck geben. Es gibt einige Investoren, die als Parameter für die Auswahl von Aktien in ihre ethischen Fonds diese Nullquote einbauen könnte.

      Klar, generell gilt: man weiß nie genau, ob und wann welche NGO welches Thema wann in die Medien und die Öffentlichkeit bringt. Dabei entsteht auch viel Müll und wir kümmern uns um Nebenschauplätze wie Plastikstrohhalme statt die Verteuerung von CO2. Aber jede messbare Zahl (wie zB eine Nullquote) könnte zu Ranglisten führen und sowas mögen die Medien.

      Ich gebe dir aber insofern recht, als dass ich nicht damit rechne, dass es dieses Thema breit in die Medien schafft und selbst wenn das gelingen sollte, würden wohl 99,9% der Verbraucher ihr Verhalten nicht einmal minimal ändern. Wir sehen ja selbst bei wirklich gravierenden Themen (Kinderarbeit und extreme Ausbeutung in der Textilproduktion) kaum Änderung. Sieht gut aus, passt, Preis okay (bzw. Image gut) –> Zack, gekauft.

  2. Igel Johannes 28. April 2019 um 13:11

    Dieses Podcast beweist, wie sich das kommunistische Gedankengut, nachdem der Staat alles regeln sollte, bereits in den Köpfen der dt. Ökonomen verfestigt hat. Das wird dazu führen, dass Deutschland wieder Auswanderungsland Nummer 1 in Europa wird.

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    1. Auf welches kommunistische Moment beziehst Du dich? Inwiefern führt das zu Auswanderung? Wieso wäre diese angebliche Auswanderung ein Problem?

    2. Keine Angst. Wir wollen weiterhin Bauern die Kartoffeln anbauen und Bauunternehmer bauen lassen.

  3. Vielleicht wert zu präzisieren: Unicorns werden gemeinhin startup-unternehmen mit einer bewertung von über $1Mrd genannt (wurde genannt) deren anteile _noch nicht and der börse gehandelt werden_ (wurde vergessen zu erwähnen). Der Economist artikel ist zu dem thema übrigens auch etwas unpräzise. Die dort erwähnten unternehmen und in den grafiken dargestellten zahlen kommen nur von den unicorn startups, die auch die these des artikels unterstützen. Es gibt nämlich durchaus profitable unicorns in Kalifornien deren firmenkultur und strategie eine andere ist als die von AirBnB, Uber und Lyft die in dem artikel pauschalisiert verallgemeinert wird. C.f. https://www.cbinsights.com/research-unicorn-companies und https://www.economist.com/briefing/2019/04/17/the-wave-of-unicorn-ipos-reveals-silicon-valleys-groupthink

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    1. fairer einwand. die picks sind mehr oder weniger gar nicht so sehr als erklärung gedacht, mehr als allgemeine hinweise. wir verquatschen uns da nur immer und somit wirkt es anders.. *hüstel*

      ich würde dem entgegenhalten, dass aber gerade die silicon valley unternehmen, die eine andere strategie und firmenkultur fahren, nicht so erfolgreich sind.
      böse formuliert: gerade lyft, das sich als offener, diverser und mehr der gesellschaft verbundener konzern gibt, ist wesentlich kleiner als das rücksichtslose, machoartig geführte uber.

      mein haupteinwand gegen den economist artikel wäre da eher: börsenreife erlangt man eher selten mit freundlichen und risikolosen methoden, die sich an den bedürfnissen europäischer gesellschaften orientieren.

      worauf der economist da aufsetzte war mE vor allem der start-up-bereich, der explizit als industrielle firmenproduktion gesehen werden kann, deren einziges ziel skalierung ist. ab der 1 mrd. gibts dann auch geld von außen. in diese firmenwertrechnung fließt auch das binden von talenten, das wiederum einen größeren einkaufsanreiz für die großen darstellt.

      mfg
      mh

  4. Artikel lesen sollte man immer im privaten Modus, nur so als Tipp. Die NYT kann ich so unendlich lesen.

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    1. interessant. Die Adblocker-Blocker zB bei der SZ schlagen da nicht zu?

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