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7 Kommentare

  1. Anneliese Schmidt 21. Juli 2019 um 18:20

    Thema Verkehrswende.
    Ich lebe mit Mann und 2 Kindern in der Eifel. Es fährt 2 mal am Tag 1 Bus, der 50min in die nächste Stadt braucht. ÖPNV kann man unter solchen Umständen weder nutzen noch einplanen.
    Wenn man Ruftransporte nimmt, braucht man auch eine gewisse Zeit bzw Regelmäßigkeit um da interessante Angebote nutzen zu können.
    Fahrgemeinschaften sind auch schrott, wenn man für XY 20min Umwege fahren muss.

    Für das Land gibt es nur die Möglichkeit des Individualverkehrs. Das ist in der Eifel so, in der Rhön, im Spessart usw, usw.

    Wir sind hier nicht sturkturschwach, aber zur Arbeit muss man halt fahren. Zur Betreuung, zum Kindergarten, zur Grundschule, zur weiterführenden Schule, zum Arzt und zum Einkaufen muss man halt fahren.

    Individualverkehr muss daher bezahlbar bleiben, wenn man nicht ganze neue Gräben zwischen Stadt- und Landbevölkerung aufreißen will. Im Osten ist dieses Gefühl des Abgehängtseins schon prävalent, aber das wird auch in den Süden, Norden und Westen vorstoßen, sollte man in der Verkehrswende nur eine Berliner Perspektive finden.

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    1. Anneliese Schmidt 21. Juli 2019 um 18:31

      Als input für Ulrich in der Sommerpause. Also Stadt/Land Gefälle bitte beim Thema beachten.

    2. Anneliese Schmidt 21. Juli 2019 um 18:35

      Ich schicke dir dann auch gerne noch ein Bier 😉

    3. Wenn du das Angebot an Nahverkehr natürlich für immer als unverändert schlecht annimmst, hast du ein Problem. Das ist in Berlin nicht anders. Der Nahverkehr dort gibt es nämlich auch nicht her, dass signifikant mehr Menschen mit Bus und Bahn fahren. Die S-Bahn ist in den Stoßzeiten eh schon überfüllt. Auch der Takt ist auf einigen Strecken nicht mehr zu verdichten.

      Das Problem ist also überall das gleiche: Der ÖPNV muss verbessert werden, auf dem Land und auch in der Stadt. Auch der Radverkehr muss verbessert werden. Siehe Holland. Dort kommen – auch in der Grundschule – über 90% der Kinder mit dem Rad. Und ja auch auf dem Land ist die Quote ZIGfach höher als hierzulande. Ja, NL ist flach (um das Gegenargument direkt vorwegzunehmen), aber mit dem E-Bike ist das auch heute kein Problem.

      Ich finde nicht, dass wir mit „Geht nicht ohne Auto“ weiterkommen. Ich sage es mal anders: Wenn wir CO2-frei werden wollen, MUSS sich was ändern. Was schlägst du vor? CO2-freier Sprit kostet aktuell ungefähr 4 Euro pro Liter. Also bleibt das E-Auto. Dass du mit Solaranlage auf dem Dach deines eigenen Hauses betanken kannst (zumindest 6-9 Monate im Jahr). Damit hast du schon einen Riesenvorteil gegenüber dem Mieter in der Stadt.

      Wir machen hier immer die Rechnung „CO-Steuer“ vs „Keine CO2-Steuer“ auf. Wie wäre es denn mal mit „Wohnen UND Pendeln mit/ohne CO2-Steuer“? Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch ein Pendler auf dem Land für „Wohnen UND Pendeln“ nicht mehr des Einkommens bezahlen muss als jemand in der Stadt, egal ob mit oder ohne CO2-Steuer. Ich fand es schon immer unfair, dass Pendler über die Pendlerpauschale belohnt wurden. Es wären eine ganze Menge Leute weniger in den Speckgürtel gezogen (bzw. hätten dabei nicht ausschließlich auf’s Auto gesetzt), wenn es die Pendlerpauschale nicht gegeben hätte. Aus CO2-Gesichtspunkten war das ein Fehlanreiz. Es ist jetzt natürlich schmerzhaft, diesen zu korrigieren. Das gilt auch für Leute mit Ölheizung. Schweden hat die CO2-Steuer 1992 eingeführt und ist heute bei 112€/Tonne CO2. Da war es natürlich VIEL einfacher, die nötigen Anpassungsprozesse zu strecken. Heizung flieht eh ab und zu raus, Auto wird neu angeschafft, etc. Wenn man sich dafür 30 Jahre Zeit nimmt, ist das natürlich was anderes als wenn man 20 Jahre pennt und jetzt in 10 Jahren alles nachholen muss …

  2. Die Kritik am Podcast „Alles gesagt“ vermittelt den Eindruck, dass ein kleiner Podcast mit viel weniger Reichweite versucht gegen ein tolles Format zu stänkern um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen. Wirkt auf mich ziemlich kleingeistig. Die üblichen Inhalte sind hier häufig sehr interessant und besonders der Diskurs bietet immer einen Mehrwert. Solche Seitenhiebe könnte man sich verkneifen wenn die eigene Kreativität aus Bierbesprechungen besteht…

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    1. Erstens: Deine Reichweite ist noch niedriger als unsere. Werfe ich dir deswegen irgendwas vor? Nein, natürlich nicht. Ich hoffe du merkst jetzt, dass dieses Argument keines ist.
      Zweitens: Der Podcast wurde in der Folge zuvor explizit gelobt und empfohlen. Ich fand ihn nicht so gut, habe aber auch gleich hinzugefügt, dass ich die andere Folge besser fand, nur die mit Allmendinger war mir zu chaotisch, zu „durcheinander geredet“, zu „die Chemie stimmt irgendwie nicht“. Es ist in einem solchen Format „1 Gast, x Stunden“ nicht zu vermeiden, dass manche Folgen besser funktionieren als andere. Und dass diese Einschätzung auch bei einzelnen Folgen von Hörer zu Hörer unterschiedlich ausfällt. Ehrlich gesagt, fand ich meine Kritik weder besonders hart noch polemisch. Da sind wir bei Aussagen von Politikern und Ökonomen viel strenger (und manchmal auch polemischer).
      Drittens: Wieso sollten wir in einem besseren Licht dastehen, weil einer von uns eine Folge eines anderen Podcasts nicht so mochte? Das erschließt sich mir überhaupt nicht. Vor allem ist das nicht einmal ansatzweise eine „Konkurrenz“, weil völlige andere Themen, völlig anderes Konzept (wobei sowas wie Konkurrenzdenken unter Podcastern eh nicht zur natürlichen Denke gehört).
      Viertes: Schau mal in meine (und unsere) Picks. Es gibt vermutlich nicht viele Podcasts, die so viele andere Podcasts empfohlen haben, empfehlen, und empfehlen werden wie unser Podcast.
      Fünftens: Essen und Schmatzen im Podcast geht nicht. Isso. Wir trinken auch kein Bier vor dem Mikro. Geht auch nicht.
      Sechstens: Wieso du dir quasi persönlich auf den Schlips getreten fühlst, ist mir schleierhaft. Müssen alle das gleiche gut finden? Und wenn sie es nicht gut finden, dürfen sie das nicht sagen?
      Siebtens: Kapitel wie das Bier & Co Segment kann man skippen.

  3. Ich möchte mich dafür entschuldigen, wenn meine Antwort harsch klang und hervorheben, dass ich sehr dankbar für diesen Podcast bin. Das war nicht meine Absicht und ich wollte damit auch keine Kritik an der Person, lediglich dem Wiedergegeben üben.

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