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6 Kommentare

  1. Danke für die Folge!

    Bezüglich „man müsste nun erstmal die Firmen wissen lassen, das sie keine Zweigstellen in Steueroasen haben sollen, dann warten, und erst später dann Subventionen oder Zuschüsse daran festmachen ob sie sich dran gehalten haben“:

    Stimmt, das hat ein bischen von „Man muss erst die Gesetze aufstellen, und kann erst dann erwarten das sich daran gehalten wird“.
    Aber es gibt auch Ethik und Moral, und daran sollten sich Firmen immer halten. Ich denke, wenn diese Firmen nicht einem normalen Bürger mit einfachen Worten eine Begründung liefern können „warum sie die Zweigstelle(n) dort brauchen“, dann sollten man über die Zuschüsse aus Steuergeldern nochmal nachdenken.

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    1. Titus von Unhold 27. Mai 2020 um 8:00

      Ethik und Moral haben in der Wirtschaft nichts zu suchen und es ist ein bisschen arg utopisch solches Handeln von Unternehmen zu verlangen. Diese Einstellung gegenüber Unternehmen verhindert übrigens eine wirksame Regulierung, die von den Ferengi gerne als Kommunismus verschrien wird.

    2. Ich finde es völlig richtig, Unternehmen auch nach Ethik und Moral zu beurteilen. Natürlich muss ein Unternehmen immer auch Gewinn machen, die Frage ist aber wieviel Gewinn ein Unternehmen machen muss und auf wessen Kosten.
      In der vielgelobten start-up Industrie hat sich eine frühkapitalistische Auslegung von Arbeitsrechten breit gemacht, die einen manchmal sprachlos hinterlässt. Sachgrundlose Befristung ist ein Stichwort oder auch „flexible“ Arbeitszeiten ohne Zeiterfassung. Klar muss man nicht für diese Firmen arbeiten, es gibt aber Gruppen von Arbeitnehmern, die nicht so frei sind in der Wahl des AG. Damit haben wir dann eine Mehrklassengesellschaft der Arbeitnehmer.
      Wir haben in D zum Glück Gewerkschaften, die grundlegende Rechte durchsetzen. Blöd nur, dass es keine IT Dienstleistungsgewerkschaft gibt, sondern die jeweiligen Stammbranchen zuständig sind.
      Bzgl. der grossen Konzerne und ihrer Skandale (ist ja nicht nur VW und nicht nur der Diseselskandal) würde mich mal schon interessieren, ob es schon spürbar ist, dass sich nicht mehr die besten dort bewerben. Wahrscheinlich wird das Heer der freelancer noch viel größer als bisher.

  2. Soweit ich das verstanden habe, geht es ja vor allem um die Situation an sich.. und die Arbeitsplätze vernichten oder nicht vernichten, ist dann ja auch eine Frage, zumal es am Ende dann doch auch noch um den Standort Deutschland geht.

    Der Unterschied ist dann vielleicht auch zwischen Industrie- und Serviceunternehmen zu ziehen. Es ist ja auch eine Mitschuld der Politik, dass sie diese Schlupflöcher zulässt. Und da beginnen dann auch alle meine Probleme… also wieso versanden denn all die Aufdeckerstorys so und wieso lassen wir als Gesellschaft das zu?

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    1. Danke, ich glaube durch Deinen Kommentar habe ich besser verstanden warum mir das mit der „freiwilligen Moral“ überhaupt aufgefallen ist, als Alternative dazu alles mit Gesetzen zu begrenzen (die Gesetze sollen gerecht sein, daher komplex, und aber damit gibt es auch Schlupflöcher die ausgenutzt werden).

      Ich lebe in Japan, und hier werden manche Sachen nicht strikt reguliert, sondern eben über die Moral geregelt. Es gab hier keinen Lockdown, es wurde niemand auf der Straße angehalten und musste sich ausweisen: es wurde ein „Notstand“ erklärt, die Bevölkerung wurde um bestimmte Maßnahmen gebeten, und dann reichten

      a) das Verständnis das die Maßnahmen fürs Gemeinwohl nötig sind, und
      b) der Gesellschaftliche Druck, also das man darauf achtet was Nachbarn während des Notstandes machen

      aus. Ich befasse mich eher mit der Gesellschaft als Japanischen Gesetzen für Firmen, aber ich denke da könnte das ähnlich sein: das weniger über strikte Gesetze geregelt ist (die eh immer Schlupflöcher hätten), als das die Firma sich an eine Moral hält und fürchtet das durch schlechtes Verhalten das öffentliche Ansehen sinkt. Das ist fatal für den Absatz von Produkten/Services, und auch das Ansehen/die Gesellschaftliche Akzeptanz der Firmenmitarbeiter sinkt in so einem Falle.

  3. Titus von Unhold 27. Mai 2020 um 8:02

    Ich lasse euch mal diesen Link da, vll.für die nächste Sendung:

    „So würden von denjenigen Umfrageteilnehmern, die keine Wertpapiere besitzen, selbst bei flächendeckenden Negativzinsen zwei Drittel (66 Prozent) weiterhin nicht in Wertpapiere investieren.“

    https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Anlage/dl_verbrauchererhebung_sparen_in_niedrigzinsphase.html?nn=9021442

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