Kommentare ausblenden Kommentare anzeigen

3 Kommentare

  1. Hallo Ulrich, hallo Marco,

    einen Punkt zum Thema Wirtschaftsprüfung wollte ich kurz ansprechen. Eine Jahresabschlussprüfung bei einem Unternehmen dieser Größe sollte ja keine Schnitzeljagd für Prüfungsassistenten sein. Wenn es um den Nachweis von liquiden Mitteln in Höhe eines Viertels der Bilanzsumme geht, dann muss da jemand mit entsprechender Erfahrung draufschauen und das Unternehmen muss erklären, wo die Aktiva sind und wie sie nachgewiesen werden können. Sonst läuft imho etwas grundlegend schief.

    Mietendeckel: Warum sich Berlin schwer tut, neuen Wohnraum bzw. die dazu notwendige Infrastruktur zu schaffen, hatte ich ja in den Kommentaren zu Folge 151 ausführlich erklärt. Nicht schön, macht die Sache nicht besser, aber Berlin ist halt einfach nicht Münster.

    Repräsentative oder gar ordentlich belegte Aussagen kann wohl in Berlin gerade niemand zum Mietendeckel und seinen Auswirkungen treffen. Ich hab auch ein paar von diesen „Told you so“ gelesen. Die zeigen, wie Ihr ja auch gesagt habt, nur, dass diese Leute sich einfach nur bestätigt sehen wollen und ihnen egal ist, ob das wirklich so ist.

    Eine häufige Beobachtung ist allerdings die folgende: Viele Vermieter gehen bei Neuvermietungen bzw. Mietsenkungen so vor, dass sie eine Miete nach Mietendeckel vereinbaren, aber für den Fall, dass vor Gericht der Mietendeckel keinen Bestand hat, vereinbaren sie eine deutlich höhere Miete. Ob das wiederum rechtlich Bestand hat, wird man sehen. Es bringt jedenfalls eine große Unsicherheit für Mieter mit sich und motiviert natürlich auch nicht gerade zum Anmieten einer neuen Wohnung, die dann möglicherweise rückwirkend 30% oder 40% teurer wird. Insofern werden wir einige Auswirkungen des Mietendeckels nur sehen, wenn rechtlich geklärt ist, dass er auch Bestand haben wird.

    BTW: Mir ist aufgefallen, dass zumindest in Overcast die neue Folge im Premium Abo immer später verfügbar ist als im kostenfreien Abo, weswegen ich auch immernoch beide im Player hab. Wäre ja grundsätzlich schön, wenn die zumindest gleichzeitig veröffentlicht werden :-).

    Viele Grüße

    Ivo

    Antworten

  2. Hallo Ivo, das mit den Mietverträgen ist ein spannender Punkt. Der könnte natürlich auch dazu führen, dass es weniger Angebot und weniger Nachfrage gibt.

    zu EY: je mehr da rauskommt, desto schlimmer wird es. da funktionierten scheinbar schon basics nicht.

    zu Overcast: das liegt momentan (noch) am workflow (5 minuten verzögerung) aber ich habe auch beobachtet, dass die premium-folgen va im overcast recht spät auftauchen (mehrere stunden). woran genau das nun liegt, kann ich aber noch nicht sagen. das ist etwas, was wir nach dem umbau der website neu beobachten müssen. und ab da wird sich auch der workflow nochmal komplett ändern. deswegen gehen wir momentan an das thema noch nicht ran. wo auch immer das problem liegt. grundsätzlich sollte es eher andersherum sein, wenn es schon so ist.^^

    Antworten

  3. Zum Mietendeckel:
    Es ist zwar ganz nett, dass ein Großteil der Mieter in Berlin vom Mietendeckel profitiert. Eine Gruppe, derer die nicht profitiert, sind aber Mieter die aufgrund einer Eigenbedarfskündigung eine Wohnung suchen. Im Gegensatz zu den anderen Gruppen, sucht diese ohne eigene Motivation nach einer neuen Wohnung.

    Ich verstehe auch nicht warum Ulrich Münsters Lösung so toll findet. Am Ende wird da auch nur Steuergeld verschenkt. Ich finde es gerechter, wenn der Staat mehr oder höhere Sozialleistungen (Grundrente, Alg II) zahlt und auf der anderen Seite die Bodenrente mit höheren Grundsteuern und höheren Verkaufspreisen abschöpft. Problem dabei ist die Umlegung der Grundsteuer auf die Miete, und daher sollte man da zu erst ansetzen.

    Ich sehe da ein Muster: Ulrich mag es wenn der Staat Vermögen (Boden, Funkfrequenzen, Lizenzen) für zu wenig Geld gegen Auflagen abgibt. Diese Vermischung von Sozialleistung oder Subvention mit dem Verkauf ist in meinen Augen intransparent. IMHO ist es besser wenn der Staat so viel wie möglich beim Verkauf erzielt und dann später Geld über Sozialleistungen verteilt. Warum soll der Verkauf von Boden nur den Mietern der darauf errichteten Wohnungen nutzen? Vielleicht wäre es ja effizienter, wenn die Staat mit dem Geld eine Schule baut, oder eine neue S-Bahn-Linie um neue Wohngebiete zu erschließen.

    Antworten

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.