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12 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    wiedereinmal eine tolle Folge 👍

    Eine kleine Korrektur zu Tesla und dem S&P 500: Die Aufnahme erfolgt am 21.12.2020 vor Handelsbeginn in den USA. Der Kursanstieg der letzten beiden Wochen ist also genau das erwähnte Vorwegnehmen, denn die großen Indexfonds haben vermutlich noch keine großen Positionen aufgebaut.

    Grüße, Alex

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    1. Ich hatte mir das letzte Woche mal in Ruhe angeschaut. Die werden am 21. einfach in den Index geworfen und alle anderen müssen dann kaufen. Es wurde zwar ein 2-Tages-Vorgang diskutiert.. aber das hat sich nicht durchgesetzt. obwohl ich die argumente recht überzeugend fand.

      Die erwarete Käufersumme liegt bei 80-100 Mrd. Dollar.

      Goldman Sachs hat derweil ein Kursziel von 780 Dollar rausgegeben. Wie das zustande kommt, kann ich mir nur so erklären: Elon wäre dann der reichste Mensch der Welt.

    2. Ich habe auch etwas den Verdacht, dass Elon Musk sehr gerne Jeff Bezos überhohlen möchten. So kleinere Kabbeleien haben die beiden ja schon häufiger veranstaltet und Bezos‘ Blue Origin ist immerhin einer der wenigen direkten Konkurrenten zu SpaceX.

      Wenn Tesla nochmal neue Aktien ausgibt um den Kurs nicht kompletten Verwerfungen auszusetzen und das geschenkte Geld mitzunehmen, dann bestimmt erst jenseits der $780 Marke.

    3. Das ist mir nach der Sendung auch aufgefallen. Es war nicht der 1. oder 2., sondern der 21.

  2. Deutschland hat seit 2003 das Maasricht-Kriterium zur Schuldenstandsquote von 60% des BIPs nur in 2019 eingehalten. Dieses Jahr werden wir es wieder deutlich reißen.

    Ich halte die Schuldendiskussion für ein Strohmann-Argument. Das eigentliche Problem in der Coronakrise ist, in meinen Augen, die Inflation. Die Produktion, vor allem von Dienstleistungsgütern, ist massiv eingebrochen, aber nicht das Nettoeinkommen der Bevölkerung. Folglich gibt es mehr Geld das auf weniger Güter trifft und damit Inflation.
    Wenn nach der Krise alle ihre Restaurant und Konzertbesuche nachholen, werden wir da einen kräftigen Preisanstieg sehen. Schaut euch einfach mal die Konzertpreise auf eventim an.

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    1. Maastricht ist ja nicht mehr (also die Stadt schon, aber die Kriterien sind für Deutschland ja kaum noch relevant, weil die Schuldenbremse viel strenger ist).

      Ne logische Lösung ist überfällig, die Maastricht-Lösung ist ja auch nur ausgewürfelt wurden (ich schätze, du kennst die Geschichte: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/3-prozent-defizitgrenze-wie-das-maastricht-kriterium-im-louvre-entstand-12591473.html)

    2. Die Preisanstiege bei Dienstleistungen werden sich aber auch wieder zurückgehen, wenn wir erstmal wieder etwas länger im normalen Bereich sind. Aus den gleichen Argumenten. Das gesparte Restaurant-Geld ist dann halt irgendwann auch weg.

      Und das Nettoeinkommen der Bevölkerung ist ebenfalls stark gesunken, wenn auch nicht vergleichbar mit dem Restaurant-Rückgang.

    3. Ja, mir ist bewusst, dass die Maastricht-Kriterien wie üblich ausgewürfelt sind. Fakt ist aber, dass Deutschland lediglich beim 3% und beim Inflationskriterium gut da steht mit der Schuldenbremse. Wenn wir aber weiterhin alle 10 Jahre 10-15% Neuverschuldung in einem Jahr mit der Krisenausnahme der Schuldenbremse drauf packen, dann hilft auch die Schuldenbremse nicht um dauerhaft unter 60% zu bleiben.

      Aber wie gesagt, das eigentliche Thema ist doch wofür der Staat das Geld ausgibt? Geht es wieder nur darum einzelne Großkonzerne (Allianz, Commerzbank, Lufthansa) zu retten? Auch ohne Zinsen kann Staatsverschuldung eine Umverteilung zu den Reichen sein, wenn diese deutlich überproportional von den neuen Schulden profitieren.

    4. Titus von Unhold 25. Dezember 2020 um 15:04

      „Wenn nach der Krise alle ihre Restaurant und Konzertbesuche nachholen, da werden wir da einen kräftigen Preisanstieg sehen. Schaut euch einfach mal die Konzertpreise auf eventim an.“

      Zuerst einmal müssen die Menschen bedient werden, die nich auf Gutscheinen bzw. Ersatztickets für verschobene Konzerte sitzen. Und bei Restaurants und Konzerten zeigt sich das Problem dass viel weniger Zeit des einzelnen für viele verschobene Dienstleistungen gegenüber steht. Insofern ist nicht das Angebot knapp, sondern die Aufmerksamkeit des Kunden.

  3. Danke für eure unterhaltsame und spannende Folge.

    Ich würde gerne kurz auf den Teil zum Kohleausstieg eingehen. Heute hat die britische Beratungsfirma Ember eine recht spannende Analyse zum Thema der Profitabilität rausgebracht, die auch noch einmal kurz den Mechanismus und die Resultate der Auktion eingeht, die nämlich nicht so einfach bei der BNetzA eingesehen werden können:
    https://ember-climate.org/commentary/2020/12/08/german-hard-coal/

    Was mir bei aller berechtigten Kritik an dem Ausstiegsmechanismus zu kurz kommt, ist die zu kurz und auf den derzeitige Status Quo abgezielte Betrachtung der Zusammensetzung des Strommarktes. Es ist natürlich einfach nachzuvollziehen, dass die Erhöhung des EUA-Preises in den vergangenen drei Jahren Stein- und Braunkohleverstromung an den Rand der Unprofitabilität gebracht hat. Die Merit-Order im Kraftwerkspark hat sich dadurch verschoben und insbesondere in 2020 waren durch die unterdurchschnittliche Stromerzeugung und die günstigen Witterungsbedingungen mit hohen EE-Einspeisungen eine Vielzahl an Steinkohlekraftwerke „out of money“. Doch spielt dabei eben auch ein geringer Gaspreis rein, der sich sicherlich strukturell durch LNG supply verringert hat. Aber eine „Wette auf den Markt“ zum (Stein)kohleausstieg würde für die nächsten Jahre einer Wette auf einen niedrigen Gaspreis bedeuten, was mit Blick auf die strikten CO2-reduzierungsziele auch nach hinten losgehen könnte.

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    1. Dass auch der niedrige Gaspreis die Kohlekraftwerke aus dem Markt treibt, ist ein guter Punkt.

  4. Herzlichen Glückwunsch zur 200. Folge!
    Und da hier keine Kommentare für den Algorithmus gebraucht werden noch was inhaltliches:
    In der Rubrik „Wir reden heute nicht über“ hat mir der Punkt gefehlt, dass Marko nicht da ist 🙂.
    @ Hanna Allgemein ein kurzer Hinweis zu Yuan und Renminbi:
    Yuan ist eine Mengenbezeichnung z.b. etwas kostet 100 Yuan
    Renminbi heißt die Währung der Volksrepublik China.
    Nicht einfacher wird es dadurch, dass der ISO-Code CNY heißt. 😀

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