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  1. Christoph Schmieding Christoph Schmieding

    Zwei kritische Gedanken nach dem Motto “Finde den Denkfehler“:
    Zum einen zum Vorschlag das Schuljahr zu verlängern. Das Problem ist doch recht simpel, es kommt jedes Jahr eine neue Generation nach, heißt praktisch eine Stufe dazu. Verlängert man nun ein Schuljahr, verkürzt man dann das folgende? Schult man die nächste Generation später ein? Vermutlich ja nicht. Man kann ja darüber nachdenken, aber es wird in jedem Fall dazu führen, dass man über Jahre ein deutlich höheres Schüleraufkommen hat, für das Räume und Personal fehlen.
    Das zweite Thema – Grundsicherung für Soloselbstständige. Das Probelm ist doch folgendes – mit dem Kurzarbeitergeld gibt es bereits eine Zweiklassenbehandlung von Angestellten, die ihren Beruf nicht ausführen können und Soloselbstständigen, die ihren Beruf nicht ausführen können. Die einen kriegen ihre Gehälter, Versicherungen, Rentenkassen u.s.w. weiter gezahlt, die anderen werden dem Jobcenter überantwortet. Das ist doch die Gesprächsgrundlage und die Begründung dafür, dass Soloselbstständige, die aufgrund der Cornona Maßnahmen ihren Beruf nicht ausüben dürfen nun auch einfordern ein “Kurzarbeitergeld“ zu erhalten. Deshalb ist der ganze Diskurs um die Grundsicherung sicher nicht falsch, aber dennoch irreführend, denn Ausgang ist die Ungleichbehandlung der arbeitenden Bevölkerung.

    Beste Grüße

  2. Robert Robert

    Hallo,

    es tut mir leid, ich muss hier mal einen allgemeinen Rant zum Thema Datenschutz dalassen.

    Die Idee, dass Apps und Onlineanwendungen sofort super funktionieren wenn man den Datenschutz weglässt ist bei näherer Betrachtung komplett abwegig. Das höre ich leider nicht nur bei euch sondern überall in den Medien und vor allem bei der Politik. Hier wird es gerne als Ausrede für fehlerhafte Organisation oder Abläufe hergenommen.
    Was häufig vermischt wird sind die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit in der analogen Welt (Was darf ins Homeoffice mitgenommen werden, sind die Sachen dort sicher?) mit der primär digitalen Welt (Apps, Webanwendungen…).
    Wo diese Anforderungen komplizierend wirken ist eigentlich immer offline. Da den bisher bestehenden Prozessen und Abläufen die DSGVO übergezogen wurde, kommt es fast zwangsläufig zu erheblichen Reibungsverlusten. Häufig werden die Regelungen dann sehr „großzügig“ ausgelegt um dann noch normal arbeiten zu können.
    Der aktuelle Arbeitsprozess bezieht sich im Normalfall auf einzelne Personen.

    Im digitalen Bereich ist das Bild vollständig umgedreht.
    Moderne Kryptographie und entsprechende Ausgestaltung an Abläufen und Integration kann den entsprechenden Zweck quasi immer datenschutzkonform erfüllen. Wichtig ist also der Aufbau des Backend. Hier findet die ganze komplizierte Arbeit statt, die einmal sauber gemacht werden muss und danach skaliert. Sicherheitsupdates und Anpassungen an Funktionen und GUI sind natürlich auch notwendig aber das hat wenig speziell mit Datenschutz zu tun. Das Frontend als Kundenschnittstelle ist normalerweise kaum von anderen datenschutzaversen Lösungen unterscheidbar. Die Maxime Datensparsamkeit führt eventuell dazu, dass weniger erfasst werden muss.

    Der Hauptunterschied zwischen analogem und digitalem Raum besteht im Risikomanagement.
    Analog sind bei Fehlern die Daten von wenigen Einzelnen betroffen. Wenn beispielsweise in einem Skypecall oder einem Foto auf Twitter/Insta Daten lesbar sind. Kommt es in digitalen Anwendungen aufgrund von technischen oder Designfehlern zu Datenlecks sind regelmäßig sehr große Personengruppen betroffen. Diesem ungleich größeren Schadenspotential wird mit entsprechend höheren Anforderungen begegnet.

    Wo der Datenschutz immer wieder zum Problem im Digitalen Raum wird sind die Geschäftsmodelle.
    Wenn mein Ziel ist Werbung zu schalten oder meine Nutzerdaten direkt zu verkaufen verträgt sich das nicht sehr gut mit Datensparsamkeit oder Anonymität…
    Was nicht unbedingt bedeutet, dass Firmen die andere Modelle betreiben ihre Security automatisch im Griff haben.
    Equifax war hier zuletzt in den Nachrichten. Deren Dienstleistung sind größtenteils Scorings analog unserer SCHUFA.

    Das Paradebeispiel CoronaWarnApp:
    Es wird sehr häufig übersehen was der Zweck dieser App sein soll.
    Tracing, also die reine Kontaktnachverfolgung. Der Abruf des Testergebnisses und daran gekoppelt die Möglichkeit zur Meldung in der App ist genau für diesen Zweck gebaut.
    Alles weitere ist on top. Und es ist auch sinnvoll die ganze App möglichst eng auf diesen Zweck hin zu belassen. Je mehr Extras umso mehr Angriffsfläche an der etwas kaputt gehen kann bei steigendem Resourcenverbrauch (Akku und Hardwarevoraussetzungen). Vieles geht auch aufgrund der Frameworkrestriktionen nicht (z.B. Geolokalisierungsdienste).
    Das immer noch nicht alle Labore angeschlossen sind (und auch nicht mehr werden) ist eine absolute Sauerei. Und das die App ewig nicht weiterentwickelt wurde obwohl die Probleme mit der GUI bekannt waren zeugt von mangelndem Digitalen Verständnis seitens der Auftraggeber, da bin ich ganz bei der Kritik von Sascha Lobo.
    Ich persönlich würde mir beispielsweise auch eine Funktion wünschen in der ich meine PLZ eingebe und die Inzidenzwerte und gültigen Maßnahmen vor Ort angezeigt bekomme. Scheitert wahrscheinlich daran, dass diese Maßnahmen sich unterscheiden und nicht maschinenlesbar abrufbar sind…

    Auf viele dieser Datenschutzthemen wurde in verschiedenen Folgen von Logbuch Netzpolitik auch schon eingegangen.
    Die LNP 378 fand ich was das Thema Gamestop und die Mechanismen dahinter angeht aber sehr viel oberflächlicher als eure Mikro205. Ist aber auch nicht deren Kernkompetenz und Zielgruppe.

    Mich nervt es echt, dass ich diese unbelegte Behauptung “Der Datenschutz ist Schuld” zuletzt echt überall höre. Das wird durch Wiederholung nicht richtiger. Wenn es darum ginge wäre die Schwarze Null auch das Beste fiskalische Mittel seit dem Erheben von Steuern.

    Frohen Fasching und bleibt (trotz kaputter Heizung) Gesund!

    • wir haben mit ulrich doch einen vertreter des “datenschutz ist nicht das problem”-bereichs. kann mich gar nicht erinnern, dass wir mal was anderes behauptet hätten.. also abseits ironischer kommentare.

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