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Mikro212 Globales Mindestleben

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Challo

Wir sprechen nicht über …

Armin & Angela

Suezkanal-Staushow

NDR: Suezkanal-Blockade: Folgen für Hapag-Lloyd und Hamburgs Hafen

Margin Debt – Ein Problem?

WSJ: Investors Big and Small Are Driving Stock Gains With Borrowed Money

China reguliert die IPOs weg

FT: Chinese tech groups scrap IPOs at record pace after Ant listing pulled

Biden will die globale Mindeststeuer

Systemrelevant: WARUM WIR TROTZ ALLEM AUF EINEM WACHSTUMSPFAD SIND
WIWO: US-Finanzministerin Yellen plädiert für globale Mindeststeuer für Unternehmen
[@gabriel_zucman: “All great moves

By far the most important goal should be a high minimum tax — this changes globalization. All the rest is secondary

Apportioning profits based on sales makes sense

Comprehensive rules (for all sectors) way better than specific taxes on tech](https://twitter.com/gabriel_zucman/status/1379939229896040450)

[@ChrisGiles_: “
Scoop with ⁦@JamesPoliti and ⁦@Aime_Williams

The US really wants to make its global minimum corporate tax plan work and has just made a big concession to other countries in a bid to sue for peace internationally](https://twitter.com/ChrisGiles_/status/1379934042498473988)
BUSINES INSIDER: How Joe Biden and Janet Yellen want to transform global taxes

AXIOS: Exclusive: Janet Yellen to call for global minimum tax rate

WIWO Kommentar: Scholz’ Weltsteuer – und das Kleingedruckte

Armin Falk rechnet Leben gegen Gewinn

ZEIT (€): Wie viel Lockdown ist ein Leben wert?

BVerfG: Abschussermächtigung im Luftsicherheitsgesetz nichtig

@EconomicEthics: “Sollte mensch einen Verhaltensökonomen an prominenter Stelle über „Wie viel Lockdown ist ein Leben wert?“ schreiben lassen oder soll man es lassen? https://zeit.de/2021/14/corona-massnahmen-pandemie-bekaempfung-lockdown-wirtschaft-ethik Ein paar Gedanken zu diesem befremdlichen Text. 1/19

Picks

Marco: The New Yorker: The Rise of Made-in-China Diplomacy
Ulrich: ZEIT: Und friedlich stirbt der Regenwald

Bier & Co

Marco: Orca Brau & Heidenpeters – Zitrone Vanille
Ulrich: BRLO – Happy Pils

Tschöö

Dieter Mayeer
Dieter Mayeer

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10 Comments

  1. Titus von Unhold Titus von Unhold

    Die Eidgenossen finden auch Rauchmelder vorzuschreiben ist volkswirtschaftlich teurer als Rauch- und Brandtote. Allerdings: Da greift tatsächlich die Eigenverantwortung. Niemandem bleibt es genommen für 10 Franken einen RM an die Decke zu tackern. Bei einer Seuche ist das eher schwieriger.

    https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-ist-die-rauchmelderpflicht-zu-teuer-die-schweizer-meinen-ja–100.html

    Hochwasserschutzmaßnahmen werden hierzulande nach auch mit dem geschützten Gut gegengerechnet. Nur wenn der Wert von Leben aus Sachen achtfach höher liegt als ein HW10 gibt es überhaupt einen Schutz vor entsprechenden Ereignissen, gleiches für HW25 oder HW50. Nur bei HW100 verzichtet man weitgehend auf öffentliche Schutzmaßnahmen.

    • ThomasMach ThomasMach

      Ich wohne in einer Stadt, da gibt es ein paar Stadtteile, die die Feuerwehr nicht in der erwünschten Zeit erreichen kann. Die Stadt ist natürlich zu geizig eine weitere Feuerwehrwache zu bauen. Stattdessen hofft sie, dass der Bund einen Autobahntunnel spendiert und dieser den Verkehr soweit reduziert, dass die Feuerwehr es dann (in frühstens 10 Jahren) wieder ganztätig im Zeitlimit schafft.

      @Titus zu den Rauchmeldern: Es wäre schon besser, wenn die Nachbarn auch Rauchmelder haben, da auch ein dort ausbrechendes Feuer zum Tod führen kann.

    • Titus von Unhold Titus von Unhold

      16 Bundesländer, 16, Gesetze, 16 Messgrößen. In den meisten Brandschutzgesetzen ist die Hilfsfrist als soll ausformuliert. Solange eine gültiger Brandschutzbedarfsplan vorliegt ist die Situation wie sie ist. Dazu kommt es auf die entsprechende Vollzugsordnung an: Ist die Hilfsfrist theoretisch zu ermitteln, oder müssen Eitnreffzeiten nachträglich ausgewertet werden? Wenn letzteres gilt, ist das Ziel oftmals mit 90% erreicht.

      Für den Brand beim Nachbarn gibt es normativ den baulichen, im akuten Gefahrenfall ergänzt durch den abwehrenden Brandschutz.

    • ThomasMach ThomasMach

      Ich sage ja auch nicht, dass die Stadt gegen Gesetze verstößt. Ich sage nur, sie trifft eine Abwägung zwischen Kosten und dem Schutz von Leben (und von Sachen).

      Brandschutz ist traditionell ein Thema das gemeinschaftlich angegangen wird, weil es lange Zeit so war, dass ein Brand beim Nachbarn die ganze Stadt zerstört hat. Das ist nicht so viel anders wie bei einer Pandemie. Inzwischen haben wir allerlei Vorschriften, die das selten machen. Aber auch baulicher Brandschutz kostet Geld und wir haben uns da gegen Eigenverantwortung und für Vorschriften entschieden.

      Im akuten Fall funktioniert der abwehrenden Brandschutz allerdings nicht, wenn die Feuerwehr zu spät eintrifft.

  2. Martino Martino

    Bei dem Kompromiss zu Mindeststeuer und dafür wegfallender Digitalsteuer lässt die EU sich mal wieder über den Tisch ziehen:
    Dann versteuern die GAFAs ihre Gewinne eben, aber dann natürlich in den USA. Die EU sieht davon nichts. Das wäre bei der Digitalsteuer anders.

    Generell wäre es vielleicht besser, internatioal agierende Konzerne eher über lokale Steuern (höhere Umsatzsteuer, Grundsteuer o.Ä.) zu besteuern, als über Gewinne.
    Dann hätten auch alle Länder, in denen die Konzerne aktiv sind, etwas von den Einnahmen.

    • Wenn die EU (bzw der neue Vertrag) die Bemessungsgrundlage sinnvoll regelt, wird der Gewinn sinnvoll verteilt. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, den Gewinn nach Umsatz zu verteilen. Also 30% Umsatz in der EU → 30% des Gewinns wird in der EU versteuert. Einfach den Gewinn in den USA versteuern, wäre dann nicht möglich.

  3. Robert Robert

    Ich hatte ja nicht so viel VWL aber allein aus dieser Sicht würden mir mehrere Punkte auffallen:
    Kapitalismus ist das System wie wir mit begrenzten Resourcen größere Bedürfnisse ausgleichen. Die Preisfindung ist dann der Teil zwischen Angebot und Nachfrage und kann dann z.B. durch Werbung beeinflusst werden. Wenn den Menschen bewusst wird das es um ihr Leben geht hat Marco schon richtig angemerkt, dass kein Preis zu hoch ist.

    Die Berechnung der Kosten von lebensrettenden/-verlängernden oder allgemein verbessernden Maßnahmen ist in meinen Augen sogar wünschenswert um im Rahmen der begrenzten Resourcen die effektivsten Maßnahmen auszuwählen. Wie begrenzt ist die Ressource Geld? Wenn wir auf die Kapitalmärkte schauen besteht daran anscheinend kein Mangel.
    Dann wäre ja die Frage zu stellen hätten wir das Geld effektiver zur Erreichung dieser Ziele ausgeben können?
    Das kommt darauf an ob man auch Alternativkosten berücksichtigt. Wenn man die Kosten der Lockdownmaßnahmen nur damit vergleicht nichts zu tun erzeugt nichts tun doch keine Kosten. Also alles super? Nicht ganz, nichts tun verursacht Kosten an anderer Stelle.
    Kosten im Gesundheitssystem aufgrund direkter Behandlung und längerfristiger Schäden (Long Covid).
    Kosten durch vorübergehende Ausfälle an Arbeitskraft oder Berufsunfähigkeit.
    Folgeerscheinungen durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems auch für nicht an Corona Infizierte.
    Wirtschaftseinbruch allein dadurch, dass Menschen sich vorsichtiger Verhalten und nicht einkaufen gehen oder verreisen…

    Diese Punkte vermisse ich in der Diskussion und sollten von einem Ökonomen auch angesprochen werden.

    Was man bei den bestehenden Maßnahmen kritisieren kann und auch sollte ist die Verhältnismäßigkeit. Sprich erreicht man mit den Maßnahmen das gesetzte Ziel und gäbe es nicht Möglichkeiten das effektiver zu erreichen. Hier müsste meiner Meinung nach unter anderem die unbedingte Öffnung der Schulen überdacht werden. Das Infektionsgeschehen welches an den Schulen in Kauf genommen wird mit anderen Einschränkungen auszugleichen ist nur schwer möglich und wird auch quasi gar nicht erst versucht.

  4. Caro Caro

    Ich finde den Teil über Armin Falk recht irritierend. Bei euch klingt es (für mich) so, als sei seine Position, dass es gut&richtig ist, den Wert eines Menschenlebens zu “errechnen”. Habe dann erstmal denn Artikel dazu gelesen und muss sagen, ich interpretiere das ganz anders. Er schreibt ja sogar, dass man diese “Gegenrechnung” von Leben vs Geld nicht gut, zynisch, kalt und anstößig finden kann.

    Sein Punkt ist aber doch, dass unabhängig davon, ob man das aus moralischen Gesichtspunkten gut findet, es letzlich de facto passiert, wenn Entscheidungen getroffen werden wie zB Lockdown oder Tempolimit.

    Und da muss ich ganz ehrlich sagen: Wenn ein Andi Scheuer sich partout weigert, das Tempo auf Autobahnen zu beschränken – obwohl erwiesen ist, dass es dann weniger Tote gibt – dann geht da diese Rechnung zumindest unterbewusst doch zwangsläufig mit ein. Wären Menschenleben nämlich “endlos viel wert”, dann wäre die Antwort klar: Tempolimit, und fertig. Aber da gerade dass nicht passiert, wird das Sterben von Menschen billigend in Kauf genommen. Warum? Die Antwort lautet meines Erachtens schlicht: Geld.

    • Caro Caro

      Nachdem ich nochmal darüber nachgedacht habe, muss ich zugeben, dass mir die Schlussfolgerung Falks (kein Lockdown mehr, da zu teuer) beim Lesen ein bisschen entgangen ist. Unter dem Gesichtspunkt würde ich meinen Kommentar nochmal überdenken.

    • Der Artikel ist explizit in das Thema Corona eingebettet und fragt in der Überschrift, wieviel Leben ein Lockdown wert ist. Darum geht es in unserer Darstellung und Wahrnehmung auch.. der Rest ist nur ein Vehikel um das zu verschleiern. Falk will sagen: Der Lockdown ist zu teuer, die Menschenleben müssten wir hintenanstellen.

      Niemand, auch wir, haben nun bestritten, dass Menschenlebenberechnung stattfindet. Im Gegenteil, sie findet ständig statt und niemandem ist das verboten. Falk suggeriert aber genau das.. dass es einem verboten wird.

      Unsere Argumentation setzt aber woanders an: Es ist kein valides Argument und wird in der Praxis auch nicht so gehandhabt. Andi Scheuer geht nicht her und schaut sich Studien über Vorgänge aus den 1990igern an um dann zu sagen… Geschwindigkeitsbegrenzungen kosten zu viel Zeit. Scheuer möchte, dass BMW schnelle Autos verkaufen kann und mischt das mit einem gewissen liberal-Konservatismus, der jede Einschränkung auf der Autobahn als sozialistische Umtriebe verdächtigt. Es ist eine Mischung aus finanziellen und politischen Erwägungen.

      Die Grünen bspw. wollen dass langsamer gefahren wird, weil das Treibstoff spart und somit die Umwelt weniger belastet. Die Linke will SUVs vielleicht hart besteuern, weil so den Reichen etwas Kohle abgeknöpft wird und weil die Todeszahlen sinken, was die Sozialsysteme entlastet. Die SPD sieht den Faktor Umwelt, tendiert aber vielleicht eher zum Stahl und den Gewerkschaften. Dann mischen sich verschiedene NGOs ein, die aus verschiedenen Blickwinkeln die Rechte und Anliegen der Verbraucher einbringen… etc.

      All das führt zu einer komplexen innerdeutschen Debatte, in der eine Vielzahl an Argumenten zu Entscheidungen führen. Dabei spielt Geld AUCH eine Rolle… aber eben nicht allein. Zu Behaupten es gäbe da eine Studie, die müsste der Scheuer kennen und daher entscheidet er so… das ignoriert sehr viel von dem, was unsere demokratische Meinungsfindung veranstaltet. Abseits dessen.. der Scheuer vertritt hier eher eine Kabinettsentscheidung, statt sie allein gefällt zu haben. Hier wird aus der Meinung Scheuers gleich die Meinung des Kabinetts gemacht.. und auch damit habe ich Probleme.

      Was Falk hier also macht, ist eine Reduktion der Realität vorzunehmen und dann eine These zu behaupten. Zur ethisch-moralische Problematik dieses Denkens.. habe ich dann die Grundlagen vom Bundesverfassungsgericht beigesteuert. Denn das definiert sehr genau, was man in diesem Land mit Menschen eben nicht tun darf.. sie verdinglichen. Nur den Wert zu bemessen, wäre genau das.

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