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2 Kommentare

  1. Kapitalismus ist nicht einfach das Vorhandensein von Märkten. Kapitalismus ist in erster Linie der Einsatz von Technologie. Nur wer einen technologischen Vorsprung hat, kann überhaupt Güter produzieren, die andere nicht selbst herstellen können.

    Aber auch das ist Kapitalismus: Technologie die eine Überproduktion mittels Industrie erst ermöglicht, zu geringeren Kosten pro Stück, als die Mitbewerber sie haben. Werden z.B. geringere Löhne eingesetzt um die Kosten zu senken, so sinkt auch die Nachfrage-Möglichkeit derer, die zu geringen Löhnen beschäftigt werden. Gleichzeitig entfällt durch niedrige Löhne aber auch der Anreiz, sein eigenes technologisches Fundament der Industrie wettbewerbsfähig auf dem Neuesten Stand zu halten. In der Folge gehen langfristig Marktanteile verloren.

    Werden mehr Güter hergestellt, als eine Nation selber verbrauchen kann/will, können solche Güter auf Märkten im Ausland angeboten werden. Märkte sind Orte der Preisbildung. Sind sich Anbieter und Nachfrager über den Preis einig, wechselt das Gut den Besitzer.

    Sind die auf Märkten erzielten Preise deshalb automatisch fair? Ist nicht z.B. der Produzent von Lebensmitteln genötigt, auch zu Preisen unterhalb seiner Gewinnschwelle zu verkaufen, bevor z.B. die Ware verdirbt, teuer eingelagert werden muss oder sich gar nach langer Lagerzeit kein Käufer mehr findet?

    Vorteile hin, Nachteile her: Immerhin hat der Kapitalismus in unseren Breiten die Demokratie ermöglicht, so gesehen rechnet er sich.

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  2. Ich denke ihr habt die Buchbesprechungen ganz gut gemeistert. Ihr wiederholt euch deutlich weniger als am Anfang. Drei Rezensenten ist vermutlich auch besser als vier.

    Tolle Folge.

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