Flott und kurzweilig schreiben kann er, der Herr Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Und provozieren kann er auch, was man bereits an der Headline sieht. Das Zitat stammt aus einem Interview, das er dem Magazin Telepolis gegeben hat. In der neuen Folge des MikroBuchs werden wir – auf Wunsch von Hörer Johannes  – Rainer Zitelmanns Buch «Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung» debattieren.

Zitelmann, der sich als Historiker, Journalist, Kommunikationsberater und Psychologe der Superreichen einen Namen gemacht hat, will zeigen, dass der Kapitalismus dem Sozialismus haushoch überlegen ist. Das macht er, indem er Beispiele aus vier Kontinenten und verschiedenen Zeiträumen bringt. Wobei unter Kapitalismus „mehr Markt“ und unter Sozialismus „mehr Staat“ verstanden wird.

Alle Kapitel folgen dem Mantra: Menschen geht es dort besser, wo wirtschaftliche Freiheit herrscht. Auch die große Finanzkrise führt Zitelmann nicht auf das verantwortungslose Handeln der Akteure zurück, sondern auf die lockere Zinspolitik der Fed. Märkte, aus dem Gleichgewicht gebracht, stabilisieren sich von selber, wenn man sie nur lässt. Deshalb plädiert Zitelmann dafür, dass staatliche Eingriffe zurückgefahren werden. Das grösste Problem des Kapitalismus sind nicht etwa Ungleichheit oder planetare Grenzen, sondern «zu wenig Spielraum». Manches Mal erinnern seine Argumente an Titus Gebel. Beide sind enttäuschte FDP-Politiker.

Zitelmanns Message kommt gut an, wenn man sich die Amazon-Kritiken durchliest. Gleichzeitig argumentiert  jemand wie Peter Thiels Managing Director Eric Weinstein, dass der Kapitalismus ohne mehr Sozialismus nicht überleben wird? Wie denn nun? Wer hat Recht?

Diskutiert mit uns und/oder stellt uns eure Fragen!

Posted by Barbara Bohr

Ein Kommentar

  1. Mauritius Hohenberg 3. September 2019 um 21:32

    Rainer Zitelmann bringt es auf den Punkt!

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