Mikro112 Weißt du wer du bist?

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Intro

Challo

Nachklapp: Internetsteuer beerdigt

SPIEGEL ONLINE: Scholz gibt offenbar Pläne für Google-Steuer auf

siehe auch: Mikro093 – Die Latenz trocken gelegter Dörfer

Nachklapp: PPP A1 – Gericht: Betreiber hat Risiko

Der Betreiber trägt tatsächlich das Risiko, dass zu wenig LKWs fahren … ZEIT: Gericht weist Millionenklage von A1-Betreiber ab (gibt aber wohl Berufung)

FAZ (evtl. Paywall): Die Alleingänge der Autobahnbetreiber – Das Unglück von Genua und das französische Modell verstärken die Zweifel

Der Bundesverkehrsminister will die Lkw-Maut trotz vieler Skandale wieder von privaten Konzernen erheben lassen. Ein Gutachten liefert nun Argumente dagegen. ZEIT: Auf falscher Spur

Erdowahn will keine Zinserhöhung, bekommt dafür eine extragroße

Leitzins rauf von 17,75 auf 24%: FAZ: Gegen Erdogans Widerstand: Türkische Notenbank hebt Leitzins deutlich an

SPIEGEL: Türkei verbietet Immobiliengeschäfte in Euro und Dollar

SPIEGEL: Erdogan ernennt sich zum Chef des türkischen Staatsfonds

Trump will höhere Löhne in Mexiko

SZ: Was Trumps Handels-Deal mit Mexiko bedeutet

Zollfreiheit nur, wenn mindestens 70% (bisher 62,5%) der Komponenten aus Nordamerika kommen und mindestens 40%-45% der Teile (Wertschöpfung?) von Arbeitern mit 16$ Stundenlohn produziert werden. Sonst 2,5% Zoll.

Vermögensverteilung in Österreich – Bevölkerung so: „???“

A&W Blog: Selbsteinschätzung beim Vermögen: Denn sie wissen nicht, wie reich sie sind Niemand, wirklich niemand glaubt, dass er reich ist. Die reichsten sehen sich nur minimal über der Mitte.

Einkommensverteilung in Deutschland – Bevölkerung so ???

Neue NGO für die Finanzwende

SZ: Prominenter Grüner verlässt Bundestag – und gründet Bürgerbewegung

Bürgerbewegung FINANZWENDE

Picks

Hannah: ZEIT – ALLES GESAGT – Podcast: Sophie Passmann, warum hassen Sie Menschen?

Ulrich: NPR Planet Money: For Our 10th Anniversary, Episode #1

fyyd: Egghat empfiehlt Podcasts

Bier

Ulrich: Wettelsheimer Märzen

Goodie für Hannah: Was ist ein Märzen? Wikipedia: Märzenbier

Tschöö …

Kohlenpod 17 – Bayern auf Prosper Haniel

Mikro110 Wohnungsbau für Nerds

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Challo

Nachklapp Yuan-Renminbi

Renminbi = Währung Yuan = Währungseinheit

SZ: Renminbi? Oder Yuan?

(Eselsbrückenvorschlag: Du gibst dem Huang drei Yuan 😉 )

Tesla bleibt an der Börse

Fakes on drugs …

SZ: Tesla bleibt an der Börse

Überall mehr Werbung …

Golem: YouTube will mehr Werbung ohne Skip-Funktion anbieten
Amazon-Partnerprogramm: Indirekte Käufe werden erkannt, Provisionen sinken

Fortnite Installer ist evil (sagte Google ja immer schon immer …)

Slashgear: Fortnite Installer for Android made our worst fears come true

Entwicklungsminister Müller ist böse … (oder schlecht informiert)

DW: Afrikapolitik made in Germany: Fair geht anders (WIRKLICH guter Überblicksartikel)

Nachklapp: Anleihenfrage

Das Kleingedruckte in Anleihebedingungen ist was für Nerds. Aber wie nerdig das sein kann, überrascht uns dann doch …

HörerInnen-Kommentar von Simon

Italienische Staatsanleihen sind Dekretanleihen, bei denen Italien mit Fingerschnipp Laufzeit und Kupon ändern kann (!!!).

Und es gibt natürlich Fonds, die versuchen, die Bedingungen besser zu verstehen als alle anderen und damit Marktineffizienzen auszunutzen (Lawbitrage]: Institutional Money: Aufschlussreiche Lektüre

Wohnungsbau-Studie

Experten raten: Sozialen Wohnungsbau (und Mietpreisbremse) abschaffen

Die Studie des wissenschaftlichen Beirats des BWMIs (39 Seiten PDF)

SPIEGEL: Experten fordern Ende des sozialen Wohnungsbaus

SPD is not amused: Tagesspiegel: Barley weist Gutachten fürs Wirtschaftsministerium zurück

Ökonomen davon auch nicht amused:

@LarsFeld: „This is how politicians react when evidence is not in line with their ideology.“

Einige Kritikthreads von Ökonomen auf Twitter gesammelt:

@ClausMichelsen (DIW): „Es gibt da sicher einiges zu diskutieren an der Stellungnahme. Manches teile ich, einiges kann ich argumentativ nachvollziehen, würde aber andere Schlüsse ziehen und einiges sehe ich grundsätzlich anders. Teilweise sind die Ausarbeitungen aber auch faktisch falsch.“ (Thread lesen)

@ClausMichelsen (DIW): „I agree with many conclusions from report. Particularly the assessment that local governments missed to improve supply side conditions of the housing market is correct. We experience a pronounced cattle cycle with overshooting rents and high social costs in the short run. (Thread lesen)

@schieritz: „Die zentrale Erkenntnis: Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ist Objektförderung sinnvoller als Subjektförderung“

Makronom: Mehr Markt ist nicht die Lösung (Abo)

Aldi Nord: Auf ALDI kann man bauen: Discounter startet Immobilienprojekt im Raum Berlin

Beispiele für eine erfolgreiche Einmischung des Staats in den Wohnungsmarkt:

derFreitag: Das ginge anders (Beispiel Wien)

Frontal 21 Teurer Wohnen Dreiviertel-Stunde-Doku: Das Münsteraner Modell kommt von 35:00 bis 37:30.

Sparkassen: Erst Betrag, dann PIN

Wiwo: Aus Sicherheitsgründen: Sparkassen ändern Ablauf beim Geldabheben

Netflix für Craft-Beer-Liebhaber

Handelszeitung: Brewdog lanciert Netflix für Craft-Beer-Liebhaber

Picks

Ulrich: Speidels Braumeister 20 Liter

Hannah: FAZ: Race to feed the world: Wie die Speisen der Zukunft reifen

Marco: Kindom Come Devliverance

Bier

Hannah: Oberkirchner Winzer: Vinum Nobile hu- Syrah – Qualitätswein trocken

Marco: Brewdog DEAD PONY CLUB

Ulrich: Brasserie d’Abers: Fleur des îles

Tschöö

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

Mikro092 Mikrooekonomen Brennpunkt – Kippt die Konjunktur?

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Challo

Ifo Geschäftsklimaindex

ifo Geschäftsklimaindex April 2018

IMK Rezessionswahrscheinlichkeit

IMK KONJUNKTURINDIKATOR 16.04.2018 – Deutlicher Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit (PDF)

IFO nochmal auseinandergedröselt

USA – Was war am 2.2.2018 los?

Durchschnittliche Löhne in den USA stiegen so stark wie lange nicht mehr, Inflationsgefahr?

St Louis Fed: Average Hourly Earnings of All Employees: Total Private (CES0500000003)

Inverse Zinskurve

Welt: Renten am Morgen: Sorgen vor der Inversion der US-Zinskurve

Überhitzung in den USA?

Siehe Zenit im This is not a Trump Boom

Trump macht Schulden

DEKA Schätzung BIP Q01-2018: -0,1%

DEKA: Deutschland: Vergesst das erste Quartal!

Sachverständigenrat erhöht BIP-Prognose um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf +2,2% (2018) und +2,0% (2019) SVR: KONJUNKTURPROGNOSE FÜR 2018 UND 2019 (PDF)

Deutsche Exporte schwächeln

@KeineWunder auf Twitter: Der miese Start ins Jahr setzt sich fort… Export sinkt im Februar 3,2% (nominal) – in den ersten zwei Monaten des Jahres liegt der Export damit 0,7% unter dem Niveau des vierten Quartals… Preisbereinigt bestimmt noch niedriger…

Rückgang der Bestellung von Investitionsgütern in den USA – 2. Februar 2018 16:00 Uhr

The State of Swing: Trump wird noch ein genialer Konjunkturpolitiker – vielleicht

Andrés Google-Kurzarbeits-Indikator

FUW – The State of Swing: Deutschlands platzende Auftragsblase – oft ein Vorbote für eine Rezession

Was könnte eine große Krise auslösen?

Auch Chinas Schuldenblase nicht?

Chinas Unternehmensschulden sinken (zumindest offiziell)

Ist Europa ein Risikofaktor?

Verschuldungsniveau Frankreich

Oder ist der Donald ausnahmsweise kein Risiko, sondern die Lösung?

FUW – The State of Swing: Trump wird noch ein genialer Konjunkturpolitiker – vielleicht

André Kühnlenz auf Twitter: @KeineWunder

Folgt uns: mikrooekonomen

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Mikro061 Nachrichten

Liebe Hörerinnen,
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»Toys ›R‹ Us« ist Pleite!

Mit »Toys ›R‹ Us« gibt es ein weiteres Opfer des Verteilungskampfes im Einzelhandel, bei dem momentan die Onlinehändler, hier zuvorderst Amazon, die Oberhand gewonnen haben. Die Pleite ist zunächst ein reines Cashproblem. Dem Unternehmen fehlte die ausreichende Liquidität für das Weihnachtsgeschäft. Nun soll ein vorrangig zu bedienender Übergangskredit über 3 Mrd. Dollar über die Runden helfen.
Eine Insolvenz ist zunächst nichts Schlechtes. Im Insolvenzschutzverfahren per Chapter 11, in dem »Toys ›R‹ Us« sich nun befindet, kann das Unternehmen seine Schulden reduzieren, verlustträchtige Filialen loswerden und, weniger schön, Pensionsverpflichtungen reduzieren respektive ausgliedern. Zudem sollen die verbleibenden Geschäfte neu aufgebaut werden. Das Schlüsselwort lautet »in-Store experience«, also Spielflächen, auf denen man das zu kaufende Spielzeug erfahren kann.

Wie wichtig es auch künftig sein wird, Filialen vor Ort zu haben, zeigte zuletzt bezeichnenderweise Amazon mit der Übernahme der US-Biokette »Whole Foods«. Nicht jedes Geschäft eignet sich für den reinen Versandhandel. Je höherwertiger die Ware, desto haptischer wünscht die Kundschaft, sie zu erleben. Zum Abgleich der These muss man sich nur auf Amazon umschauen. Kleinigkeiten, Alltagsartikel oder hoc standardisierte Produkte wie Bücher dominieren. All das, von dem der Kunde weiß, dass er es möchte. Das Besondere findet auf Amazon hingegen nicht statt.

Doch es geht auch um die hohe Kunst der Kalkulation. Es ist bezeichnend, dass »Toys ›R‹ Us«, das den Finanzinvestoren KKR, Bain Capital und Vornado gehört, nicht gegen die Konkurrenz aus dem Netz anstinken konnte. Rechnen können sie alle, aber die Fähigkeit Geschäftsbereiche über Gebühr quer zu subventionieren, um Konkurrenz aus dem Markt zu treiben, ihre Stärkephasen zu überleben, die fehlt den alten Konzernen.
Hierin findet sich auch eine Umkehr des Bisherigen, denn »Toys ›R‹ Us« war ein hochspezialisiertes Unternehmen in einer Nische, das die Nebenbeiabteilungen der Konkurrenz in Form von Kaufhäusern und kleineren Läden, durch seine Preisgestaltung platt gemacht hat. Jetzt verändert sich der Markt erneut und nun wird der Konzern selbst ein Opfer des Wandels. So schnell kann es gehen.

Mein Tipp lautet: Den Massenmarkt kann man momentan nicht gegen die Platzhirsche aus dem Netz verteidigen. Gewinner werden daher kleinere, neuere Einheiten sein, die den Kunden etwas verlockendes anbieten… Abseits der Effizienz.

Gruselzahl am Ende: In 2017 sind in den USA bereits 20 nennenswert große Einzelhändler pleite gegangen.

Quellen:

Der Makronom wird steinreich!

Ihr kennt das ja. Die einen werden arm und gehen pleite und die anderen verdienen Milliarden. Während wir uns entschieden haben das Angebot der Mikroökonomen möglichst immer für alle zugänglich zu halten, möchte das Debattenportal für Ökonominnen, der Makronom, wachsen und verlangt künftig Geld. Per Twitter befragt, wie das denn nun kam, antwortete man uns »Die einen werden durch Lob schamhaft, die anderen frech.« Ein Zitat von Nietzsche, der wohl nicht umsonst in der Klapsmühle landete.

Der Deal ist folgender: Wer Geld reinwirft, bekommt künftig alle Beiträge. Wer nichts bezahlt, muss einzelne Beiträge auslassen. Das Bezahlmodell scheint fair. Man kann 3 Euro, 7 Euro oder 12 Euro monatlich bezahlen und bekommt immer das Gleiche, nämlich alle Artikel. Die Höhe des Preises definiert also den Faktor »Möglichkeit zur Liebe«. Als armer Podcaster werfe ich 3 Euro monatlich in den Topf, damit wir hier weiterhin informiert sind. Und keine Sorge… wir hoffen, demnächst mehr Makronom mit dem Makronom hier im Podcast stattfinden zu lassen. Gebt uns etwas Zeit.

Quelle:

Bankensterben in Russland

Schon lange schwelten die Gerüchte im Markt. Ende August musste die russische Zentralbank dann doch eingreifen. Otkritie, die zweitgrößte Privatbank und achtgrößte Bank des Landes wurde von der Zentralbank mehrheitlich übernommen. Die Bank gilt als systemkritisch, das Einschreiten entsprechend als alternativlos. Der Fall zeigte, dass der russische Markt soweit funktioniert, wie er funktionieren soll. Das Ratingvon Acra, einer russischen Ratingagentur, lag mit BBB- im tiefsten Junkbereich. Im Juli und August hatten Sparer 1/5 der Einlagen aus der Bank abgezogen, das sind immerhin 7,5 Mrd. Euro.

Wie die FT nun am Mittwoch berichtete, beantragte eine weitere Bank Hilfen bei der russischen Notenbank. Die B&N Bank ist einer größten Anbieter von Krediten für Privatkunden. Die Nummer 12 in Russland.
Und hier zeigt sich, wie wenig gut das russische System dann doch funktioniert. Der Analyst Sergej Gawrilow hatte in einem Investorenbrief davor gewarnt, dass vier Privatbanken in Schwierigkeiten seien. Sein Arbeitgeber, die Alfa Bank, wurde von der Aufsichtsbehörde gezwungen, den Investorenbrief zurückzuziehen. Die Nachricht selbst ist aber nun im Markt und die Gerüchte sowie große Verunsicherung schießen ins Kraut.
Fakt ist: Nummer zwei von vier hat sich nun gemeldet.
Für den Normalbürger heißt das erstmal nur, dass er wachsam sein muss. Und in Russland kann man schon seit längerem nicht mehr als 10.000 Rubel, sprich 145 Euro, am Stück am Geldautomaten abheben. Wer mehr braucht, muss dann mehrmals 10.000 Rubel abheben. Nach dem fünften Male ist meist Schluss. Eine Maßnahme, die seit der Rubelkrise in 2014, Bankruns erschweren soll.

Quellen:

Über die Ertragslosigkeit deutscher Banken

Aber auch die Banken in Deutschland haben zu kämpfen. Einem Bericht der Bundesbank zu Folge konnten die deutschen Institute nur 128,1 Mrd. Euro in 2016 verdienen. Also alle Banken, nicht eine. Die Bundesbank selbst gibt die Vorjahreszahl nicht an und interessanterweise waren viele Journalisten zu faul sie rauszunehmen. Stattdessen übernahm man die Wortwahl der Bundesbank. Schade eigentlich, denn eine Minute Arbeit fördert 127,9 Mrd. in 2015 zu Tage. Die Gewinnsteigerung ist moderat und trotzdem klingt das im Gesamten recht viel.

Ein Blick in die Details lässt jedoch aufhorchen: „Im Berichtsjahr reduzierte sich der über alle Banken aggregierte Zinsüberschuss um 4,9% auf 91,1 Mrd €. Das ist wichtig, weil der Zinsüberschuss für 71,2% der operativen Erträge verantwortlich ist. Wow!“

Dass das Ergebnis sich dennoch minimal steigern konnte, lag an der Auflösung von Rückstellungen für Gerichtsverfahren und und Pensionsverpflichtungen. Dazu muss man wissen, dass es im März 2016 eine Änderung der Abzinsungsregeln vorgenommen. Pensionsrückstellungen wurden bisher mit einem Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Jahre in den Bilanzen bewertet. Seit 2016 sind es die letzten 10 Jahre. Das führt dazu, dass der Durchschnittszins der Pensionsverpflichtungen weniger stark absinkt. Zur Erinnerung seien hier an die stark gesunkenen Zinsen seit 2008 erinnert. Wenn die Zinsen sinken, müssen die Unternehmen mehr zurückstellen. Und zwar 12% mehr für das erste Jahr der Pensionierung je 1% Zinssenkung. Wen das Thema in der Tiefe interessiert, der kann den Shownotes einen Beipackzettel entnehmen.

Weitere Erkenntnisse sind: Die Verwaltungsaufwendungen der deutschen Banken sinken zwar, sind im internationalen Vergleich aber immer noch zu hoch. Es werden immer mehr Dienstleistungen kostenpflichtig angeboten, diese gestiegenen Gebühren können die Verluste insgesamt jedoch nicht ausgleichen. Der Provisionsüberschuss sinkt daher um 2,3% auf 29,8 Mrd.. Diese zweitwichtigste Ertragskennzahl enthält Einnahmen aus dem Giro- und Zahlungsverkehr, dem Wertpapier- Kredit-, Spar-, Bauspar- und Versicherungsverträgen.

Quellen:

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

Mikro060 Die Liste muss weg …

Liebe Hörerinnen,
Liebe Hörer,

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Superlange Sendung, aber wir wollten der letzten „wir sind ja irgendwie alle ganz zufrieden mit Merkel“-Sendung eine „es ist eigentlich doch schon jede Menge falsch bzw. viel zu langsam gelaufen“-Liste entgegensetzen. Damit ihr euch nicht bequem zurücklehnt und auch wählen geht. Weil die Themenliste so extrem lang ist, sind die Shownotes zwar sehr lang, aber trotzdem wohl unvollständiger als sonst. Wenn was fehlt, fragt einfach in den Kommentaren 🙂

Challo

Nachklapp ÖPP

A1 Probleme schon länger bekannt: ntv: Autobahnbetreiber in Turbulenzen – Dobrindt gerät ins Visier

Andere Autobahn-ÖPPs haben auch Probleme: ZEIT: Freifahrt in die Pleite

Spiegel: Staat zahlt privaten Autobahnbetreibern zu viel Geld

Nachklapp ISIN

Insider spielten uns zu, dass man für jedes Wertpapier-ISIN Geld bezahlen muss …

Nachklapp Harvey und Flutversicherung

Spiegel: Staat zahlt privaten Autobahnbetreibern zu viel Geld

Kommentar von Dominik
Flutversicherung hat 25 Mrd. $ Schulden.
Extremfälle bei Auszeichnungen: 800.000 Auszahlung bei 115.000 Immobilienwert: FAZ: Flut in Houston: Das menschengemachte Desaster

Fefe Blog Post:

Wir hangeln uns an einer langen Liste über Merkels Skandale und Versagen in Fefes-Blog lang. Kursiv ist jeweils das Zitat aus dem Blog-Post, auf das wir uns beziehen.

Panama Papers – Steueroasen – 7,2-Mrd-Cum-Ex & 24,6-Mrd-Cum-Cum

Panamapapers. Deutschland ist (oder war) Steueroase Nummer 8 weltweit. Soweit ich das weiß, ist nichts passiert. Wohl auch dank Schäuble

Mikro002 – Was taugen die Panama Papers?

ZEIT: Cum-Ex-Skandal – Abhaken, weitermachen

Dieselskandal

Dieselskandel. Politiker (schon vor der GroKo) wussten Bescheid und tragen daher eine Mitschuld. Dobrindt verhindert Sammelklagen in Deutschland. Die Gesundheit der Bürger wird nicht vor Abgasen geschützt, sondern die Autoindustrie vor Verlusten. Nachträgliche Legitimation durch Anhebung der Grenzwerte. Keine Strafverfolgung bei Übertretung der Grenzwerte.

Dazu auch: Mikro054 Von strömendem Öl, Stickoxid und Lebensmitteln

NSU Morde

NSU-Morde. Keine Aufklärung. Vertuschungen. Verstrickungen bleiben bestehen

Alle im Job, fleißig vertuscht und geschreddert, nix passiert …

Netzpolitik Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Wir veröffentlichen den Abschlussbericht – ohne die Schwärzungen (Updates)

NSA-Skandal

NSA-Skandal. Kein Schutz der Bürger. Abhören wird nachträglich legitimiert. Befugnisse des BND erweitert

Abhören unter Freunden geht gar nicht …

ZEIT: BKA-Präsident weist Vorwurf der willkürlichen Datenspeicherung zurück (G20)

Datenschutz

Datenschutz. De Maizière höhlt in der EU den Datenschutz aus, um dadurch den deutschen Datenschutz zu senken und die CDU als unschuldig darstellen zu können („Brüssel zwängt uns das auf“)

Ping-Pong in der Gesetzgebung mit der EU …

Waffenlieferungen

Waffenlieferungen. Mehr Waffenlieferungen. Vor allem auch an nicht-demokratische Staaten, die Krieg führen (wie Saudi-Arabien).

Ist gar nix exportieren eine Lösung? Wann ist die Türkei sicher, was machen, wenn sie es plötzlich nicht mehr ist? Oder sollte man doch andere Kriterien anlegen?

Lobbykontrolle

Antikorruptionsgesetze blockiert. Lobbykontrolle verhindert.

Bankenregulierung

Bankenregulierung? Findet nicht statt.

Energiewende

Energiewende. 7 Mrd. den Energiekonzernen geschenkt (rechtswidrige Brennelementesteuer. Eigentlich vorsätzlicher Betrug) → Atomendlager

Großprojekte versemmelt

Jede Menge Großprojekte vergeigt (eigentlich in den Ländern)

Dauerthema in diesem Podcast …

Bundeswehr

Bundeswehr. Jede Menge Bundeswehreinkäufe total überteuert. Bundeswehr lässt sich regelmäßig über den Tisch ziehen.

Heckler & Koch gewinnt Prozess um Sturmgewehr G36

Wohnungsmangel

Sozialer Wohnungsbau?

–> Wiedervorlage … Dazu machen wir noch mal einen Schwerpunkt in einer kommenden Folge.

Sozialgesetze

Sozialgesetze? Irgendwelche Verbesserungen? Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass alleinerziehenden Müttern der Beitrag für die Zeit gestrichen werden sollte, in der die Kinder beim Vater sind

Rente

Rente. Immer noch keine Rentenreform (z.B. alle zahlen in eine Kasse). Deutsches Rentenniveau weit unter dem anderer Länder.

Schere arm/reich

Schere Arm/Reich. Keine Gegenumverteilung. Im Gegenteil (Erbschaftssteuerreform)

Berichte geschönt

Berichte geschönt (immer wieder).

Umweltschutz

Umweltschutz. Halbwegs konkretes Programm von Barbara Hendricks bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen

It’s the economy, stupid!

Transparenzmangel

Mangelnde Transparenz ist auch eines der grundlegenden Probleme bei ÖPPs: Mikro057 Wieviel Kohle hat Jens Spahn in die A1 investiert?

Freihandelsabkommen

Freihandelsabkommen. Bevölkerung ausgeschlossen.

–> Mikro006 TTIP ist ein Chlorhühnchen

Maut

Maut. Absolutes Schwachsinnsprojekt. Kostet nur Geld. Kein Kommentar
Merkel: „mit mir wird es keine Maut geben“

Flüchtlingspolitik

Flüchtlingspolitik. Deals mit Diktatoren um Flüchtlinge bereits im Ausland umzubringen (kann man anders nicht sagen). Debatte über Obergrenze widerspricht Grundgesetz. Immer wieder bescheuerte Debatte über Leitkultur (Leitkultur widerspricht dem Grundgesetz). Hohe Ansprüche an Integrationswillen der Flüchtlinge, ohne entsprechende Angebote zu machen. Mit EU: Kündigung der Seenotrettung, stattdessen Alibiprogramm

Globalvoices: Israel, eines der trockensten Länder der Welt, hat nun Wasser im Überfluss

Niedrigzinsen

hohe Inflation von 2% und der Negativzins mit den daraus folgenden steigenden Lebenshaltungskosten und schmelzender Altersvorsorge.

Auch dazu gibt’s eine Altfolge, in der wir mit dem Mythos aufräumen; eine Mischung aus Anleihen, Aktien und Immobilien hat keinen Negativzins; außerdem gibt es auch jede Menge Profiteure des Negativzins: Mikro014 – Kein Kredit für Wirtschaftszeitungen

Russland

Sanktionen gegen Russland, bzw. allgemein massive Verschlechterungen der Beziehungen zu diesem wichtigen Nachbarn, bis hin zur Kriegsgefahr, zusätzlich daraus folgende verstärkte Abhängigkeit von den USA und deren Energierohstoffen

Wiwo: Erster Öl-Export der USA seit 40 Jahren
Amerikas neue Freiheit

Bröselbrücken

Von uns hinzugefügt noch ein Problem, das in Kanzlerduell und der Liste nicht kam, für das man aber eigentlich Merkel und Schäuble verantwortlich machen müsste …
Spiegel: Interaktive Karte: Hier zerbröseln Deutschlands Brücken

Bildung

Komischerweise wird Bildung in der doch recht langen „Fefe-Liste“ genauso häufig erwähnt wie im Kanzlerduell: Exakt Null mal … Weil es aber wichtig ist, ein Pre-Pick:
aspekte am 8. September 2017 – Supermacht Bildung! (45 Minuten Video)

(leider machen wir es nicht besser und räumen dem Thema genau so viel – also wenig Platz ein …

Butterbrotinflation – Merkel muss weg!!!

Wir werden alle sterben 😉 Okay, wir sind durch und machen lieber Schluss …

Picks

Marco: Parlament
Ulrich: Von @A_Sator: Standard: Ökonom Ernst Fehr: „Wir gehen nicht ins Bett, um Kinder zu machen“

Bier

Ulrich: Weltenburger Kloster – Barock Dunkel vs Schneider Weisse – Mein Aventinus

(Das Brot heißt übrigens Pumpernickel)
Rezept (nix für Noobs): Plötzblog: Pumpernickel

Tschöö

Wir freuen uns in dieser Folge besonders über Likes und Shares: Mikrooekonomen auf Facebook. Danke!

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)