Mikro014 Kein Kredit für Wirtschaftszeitungen

avatar Egghat Paypal.me Icon Send me Bitcoins Icon Flattr Icon
avatar Marco Herack Paypal Icon Amazon Wishlist Icon

Wenn euch der Podcast gefällt, könnt ihr uns hier unterstützen.

Das Wirtschaftsblatt findet sein Ende

Negativzinsen – kommt es nun so wie es kommen soll?

Kredite für Arme machen arm

  • John Oliver zu Autokrediten für Mittellose (englisch)

News

Allgemeines

Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

7 Gedanken zu „Mikro014 Kein Kredit für Wirtschaftszeitungen“

  1. Also Jungs, ich bin ein bisschen enttäuscht über Euren Negativzins-Stunt.

    Warum sind die Zinsen niedrig?
    Die EZB versucht das Inflationsziel von 2% zu erreichen.
    Wie kommt man da hin?
    Man erhöht das Geldangebot, denn höheres Geldangebot führt zu niedrigen Zinsen. Dies erhöht die Investitionsneigung und führt zu erhöhter gesamtwirtschaftlicher Aktivität. Dieses führt zu höheren Preisen, vulg. Inflation.

    Ich finde, Ihr solltet mich mal als Gast einladen 🙂

    1. da du studio-link hast, können wir dich ja dazu nehmen.

      ich sehe halt das szenario, in dem wir uns befinden, anders. nämlich als deflationsszenario und die ezb kann da wenig ausrichten. bin aber auch der meinung, dass wir das, was du da sagtest, schon erwähnten. es ist ja sogar basis, denn man stellt nun fest, dass es eben nicht so ist, wie das schulbuch, das du zitierst, es voraussagt… was aber auch an der falschen grundannahme liegt, dernach wir uns in normal funktionierenden märkten befinden. tun wir aber nicht, wie auch die ezb ständig betont… mit ihren ankäufen will sie ja u.a. märkte herstellen oder wiederbeleben.

      wir drehen uns bei diesen themen oftmals im kreis, weil viele kommentare und studien eine andere basis haben, von der sie ausgehen.

      wir hatten das thema ja in einer unserer ersten folgen, daher habe ich es auch mehr als update verstanden. wenn es da einen größeren bedarf gibt, müssen wir vielleicht nochmal grundsätzlich drüber sprechen.

  2. Und äh Nachtrag …

    Die Überlegung/dieser Plan geht natürlich NICHT auf, wenn die Verbraucher mehr sparen, statt mehr Kredit aufzunehmen. Und wie die Zahlen zeigen, legt die Sparrate ja leicht zu, und macht damit genau das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war.

    1. Ich hab mir das Kapitel nochmal angehört. egghat hatte es tatsächlich so dargestellt, wie ich oben skizziert habe – ich hab mich wahrscheinlich von Marcos Aussage “die EZB will damit die Banken retten” so ablenken lassen, dass ich es überhört habe. Und auch Marco hat die grundlegenden Überlegungen genannt. Ich war wohl ein wenig zu impulsiv mit meinem Kommentar.

      Ich hätte halt ein bisschen mehr Ausführungen zu geankerten Inflationserwartungen, fehlenden fiskalpolitische Stimuli, trickle-down effects und Steilheit der Zinsstrukturkurve erwartet bei dem Thema. Vielleicht auch ein bisschen die Auswirkungen auf die Länder der Europeripherie…

      Was mir aber gut gefallen hat, war der Hinweis auf die Probleme mit den kapitalgedeckten Versicherungen/Altersvorsorge. Da könntet Ihr gerne noch mehr zu ausführen, wenn es nach mir ginge.

  3. Marco reitet mir persönlich auch immer vor allem etwas zu stark auf dem Bankenrettungsaspekt herum. Der ist nicht unwichtig, aber IMHO halt nicht der entscheidende Aspekt. An der Idee haben ich einen (bisher noch nie geäußerten) Einwand: Negativzinsen greifen massiv in die Profitabilität der Banken ein. Während normalerweise niedrige Zinsen immer für eine bessere Zinsmarge und damit höhere Margen bei den Banken sorgen (die es den Banken dann erlauben, mehr von den schlechten Kredite abzuschreiben), dreht sich dieser Effekt bei Negativzinsen auch (zumindest teilweise) um.

    Könnten wir vielleicht nochmal nachreichen.

    “Was mir aber gut gefallen hat, war der Hinweis auf die Probleme mit den kapitalgedeckten Versicherungen/Altersvorsorge. Da könntet Ihr gerne noch mehr zu ausführen, wenn es nach mir ginge.”

    Das haben wir sogar schon mal angerissen. Könnte man aber wirklich noch mal länger machen. Gab eine schöne Nachricht zu dem Thema diese Woche, an der man es aufhängen könnte (die mit den Magerrenditen bei den Pensionsfonds)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.