Mikro018 Wolfgang Schäuble frisst den Mittelstand

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Wir hatten diese Folge mit sehr viel Widrigkeiten zu kämpfen. Wenn es zwischendrin etwas holprig wird… daher kommt es!

Wells Fargo

Wir sind auf der Shortlist des Finanzblogawards der Comdirect

Anmerkung mh: Die Shortlist kann auch als generelle Anregung in dem Bereich gesehen werden.

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Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

9 Gedanken zu „Mikro018 Wolfgang Schäuble frisst den Mittelstand“

  1. Ueber das Korruptionsthema wuerde ich gerne etwas mehr hoeren. Ich war im Sommer in Russland und habe beobachtet wie eine Frau einer aelteren Damen ihren Busfahrschein (30 Rubel) gegeben hat und diese statt dessen keinen neuen kaufen musste. Im Gegenzug musste sie aber die Schaffnerin bestechen.
    Ich fand das ziemlich extrem, dass die Rentnerin und die Schaffnerin beide so arm sind, dass die eine von ihnen ihren nicht besonders gut bezahlten job, etwa 300 EUR im Monat, riskiert damit sie das Busunternehmen um 45 ct. betruegen koennen.

    Was haltet ihr von der These, dass das Korruptionsproblem schwerwiegender ist als das Demokratiedefizit?

    Es muss ja nicht immer Russland sein.

  2. Zum Thema Gaeste: In den USA ist es im Moment ja ein hot topic, ob man Trump einen Rassisten nennen darf und wie viele Nachfragen man ihm stellen muss wenn er BS redet. Ich denke das ist der entscheidende Punkt beim zulassen von Wiederrede. Wenn ihr da zu lasch nachfragt, dann gebt ihr mittelguten Geschaeftsmodellen vielleicht eine zu grosse Buehne.

  3. Hallo,

    Thema neues Format mit Gästen.
    es wäre mir wirklich eine große Spende wert ;-), wenn Ihr es schafft die Herren Weik und Friedrich zu Euch in die Sendung zu holen und mit den Herren eine offene und sachliche Diskussion zu führen. Ich könnte mir vorstellen das wird extrem spannend und geht mal so richtig rein in die Kartoffeln und wieder raus aus den Kartoffeln.

    Gruß Tobias

    letzter Podcast war wieder sachlichfachlichtipitopi

    1. Hier sind wohl die Autoren der Machwerke “Kapitalfehler”, “Der größte Raubzug der Geschichte” usw. gemeint.

  4. Nur kurz zu den Anleihen: Es geht nicht um bestimmte Unternehmen, sondern um die Verknappung des Angebots allgemein. Dafür müssen die Zentralbanken geeignete Angebote finden: Sie dürfen nicht negativ rentieren und müssen dennoch ein Top-Rating haben. Schwierig geworden. In Europa rentieren zwar “nur” rund 60% der Staatsanleihen negativ, die EZB darf aber nur maximal 1/3 einer Emission aus dem Markt nehmen. Es bleibt da gar nicht viel übrig als z.B. Pfund- bzw. Euro-Anleihen von Apple zu kaufen. Der Effekt kommt aber immer allen zugute, die Anleihen neu emittieren oder umschulden, weil eben die Verknappung des Angebots die Preise steigen und die Renditen sinken lässt. Die Preise lassen sich ja nicht isoliert betrachten.
    Es ist allerdings richtig, dass das Übernahmekarussell für AAA-Konzerne jetzt richtig hübsch rotiert. Gibt es überhaupt Mittelstandsanleihen mit AAA-Ratng? Ich glaube nicht. Bayer kann Monsanto nur aufgrund dieser seltsamen Umstände in bar (also per Anleihe bezahlen), weil die EZB schon dankbar bereitsteht, einige zig-Milliarden davon abzunehmen. Wenn ich mich nicht irre, entsteht da ein Heimatvorteil für Euro-Großkonzerne – finanziert mit einer 0-%-Anleihe kann ja jeder mal schnell Apple übernehmen. In diesem Sinn übrigens eine wegweisende Methode, dass die Schweizer Nationalbank mit selbst gedrucktem Franken sich fette Pakete amerikanischer Aktien zulegt. “Sie hielt zum Beispiel 14,5 Millionen Apple-Aktien im Marktwert von 1,5 Milliarden Franken.” http://bit.ly/2cVu3Zr Wer Zugang zu Zentralbankgeld hat, lebt in einer ziemlich aussichtsreichen Welt.

    1. Ja. Ich wollte aber auch den Schritt weiter gehen und die dadurch ernöglichte Ausdünnung des Mittelstands thematisieren. Die hat auf das deutsche Wirtschaftssystem mE die stärksten Auswirkungen.

      Monsanto aufzukaufen ist aus der Sicht ja eher nice to have. Die BOE kauft bspw. auch Anleihen von Apple und der Deutschen Bahn. Große Konzerne profitieren also auch dann, wenn sie nicht direkt aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich kommen.

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