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16 Kommentare

    1. Werd ich mir mal später anhören. Danke für den Hinweis.

  1. heute gelernt, dass die Podcasts App nicht automatisch den neuen Feed übernimmt. Danke für die Email!

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    1. Bei mir (Overcast) kam es sehr verzögert an … Keine Ahnung warum …

    2. Ich nutze den Standard auf dem Apfel Telefon

  2. Nette Buchbesprechung. Gefiel mir deutlich besser als die Erste.
    Vielleicht gelingen euch die Besprechungen noch besser, wenn ihr ein Buch waehlt, dass ihr auch empfehlen wollt. Koenntet ihr zumindest mal ausprobieren :-).

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    1. Wir hatten *vor* der Lektüre durchaus vor, das Buch zu empfehlen 😉 Die Kritiken lasen sich eigentlich ganz gut, die Idee auch.

      Dass ich am Ende der Einzige war, der das Buch noch empfehlen würde (wenn auch mehr als Überblick und Einstieg in die „Plurale Ökonomie“ als als in sich geschlossenes und logisches Wirtschaftsmodell) hat mich dann auch überrascht …

      Das nächste Buch hat ganz nebenbei deutlich weniger Aussichten für eine Empfehlung … Das ist hmm kontrovers …

  3. Vielen Dank, dass wir als Hörer an Eurer illustren literarischen Runde teilhaben durften.

    In der Sendung kam das Thema Vollgeld auf, das Ihr dann aber nur kurz angerissen habt. Ihr vier schient alle nicht sonderlich begeistert von der Idee zu sein, Barbara war offenkundig froh, dass das Referendum in der Schweiz dagegen ausgefallen ist. Könnt Ihr vielleicht nochmal kurz darlegen, was denn die häufigsten Argumente dafür und dagegen sind? Welche Nachteile seht Ihr selbst darin?

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    1. Bürgergeld in diesem Zusammenhang wäre auch interessant.
      Ggf. eine Gegenüberstellung einiger Konzepte und welches davon das realistischere ist.

      Was mir in der ganzen Postwachstumsökonomie/Nachhaltigkeits-Debatte stört, ist der fehlende Praxisbezug. Wie müssen sich die Industrien und unser Alltag verändern? Ein Paar Beispiele für Fragen.
      Ausgehend von der Idee, dass wir der Erde sogar was zurück geben wollen. Was dürfen wir an Ressourcen bspw. pro 4 köpfige Familie „besitzen“?

      – 2 x Autos?
      – 10 Fahrräder in 50 Jahren?
      – 1 Flug pro Jahr?
      – Eigenes Haus?

      Ist nicht die banale Antwort dadrauf, dass wenn wir so leben wollen, wie es die Kate vorschlägt, wie uns einfach an den https://en.wikipedia.org/wiki/Chukchi_people orientieren müssen?

      Es ist unklar, was die Erde rein praktisch verträgt. Wo sind die objektiven Grenzen. CO2 Diskussion ist zu relativ.

      just my 2 cents

    2. @Christian:

      Vollgeld hatten wir lange auf der Themenliste. Haben es am Ende nie reingenommen, weil wir niemanden gefunden haben, der das wirklich gut verteidigen konnte. Das Kernteam hatte die im Podcast geäußerten Bedenken: Vollgeld löst ein paar Probleme, die man aber (unserer Meinung nach) auch anders lösen kann: Mehr Eigenkapital, strengere Risikogewichtung, … Da sind einige Schritte gegangen, IMHO zu wenige. Dafür muss man aber wohl kaum das ganze System umwerfen, zumindest finde ich die Argumente dafür nicht richtig überzeugend.

    3. @Eugen:

      Das ist mein Haupteinwand gegen jede „Postwachstumsökonomie“. Man muss halt das Niveau definieren, das „in Ordnung“ ist. Und darüber möchte ich einen weltweiten Konsens sehen. Vor allem den, der die 20% reichsten dazu bringt, auf 20%/50%/70% ihres Reichtums zu verzichten. Und selbst wenn man sich auf 50% Verzicht für den Westen einigen könnte, würde der Anstieg für den Rest der Welt auf dieses Niveau so viel Energie und Ressourcen verbrauchen, dass niemand erklären kann, woher diese kommen sollen ohne den Planeten zu zerstören. Wir bräuchten eine totale Revolution in der Energieerzeugung. Wir müssten Solarstrom für 2 Cent/KWh erzeugen können und die zu ähnlichen Kosten speichern können. Bei der Erzeugung sind wir gar nicht mehr so weit weg von solchen Kosten, bei der Speicherung hingegen sind alle aktuell verfügbaren Technologien zigfach teurer.

      Ich finde diese Postwachstumsökonomen in dieser Hinsicht so realitätsfern, dass ich fast gar nicht darüber nachdenken möchte. Und mir ziemlich sicher bin, dass eine Beschäftigung mit den Technologien für Stromspeicherung interessanter ist …

      Deshalb hätte ich in dem Vortrag von Kate gerne noch die zwei Fragen gestellt, die du am Ende auch stellst:
      a) Was ist das „okaye“ Wohlstandsniveau, auf das sich die Welt einigen kann?
      b) Wo *genau* sind die Grenzen der Belastung des Planeten? und zwar für jeden Parameter (Wasser, CO2, Düngemittel, …)

      Im Endeffekt sind wir in dieser Diskussion kaum weiter als vor knapp 50 Jahren, Stichpunkt „Club of Rome“. Das einzige, was wirklich besser geworden ist, ist die Technologie (Solarzellen, Energieeffizienz, Landwirtschaft, …).

  4. Interessante Folge!

    Vielleicht habe ich es verpasst, aber es wäre sicherlich schön, wenn ihr eure Gäste (und vielleicht auch euch) am Anfang der Folge vorstellen könntet. Denkt auch daran, dass es immer wieder neue Hörer gibt, die es sicherlich interessiert, wer da hinter dem Mikro spricht.

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  5. Joschka Baum 17. Juli 2018 um 20:25

    Die Grundidee, dass der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen, ganz grob Gesellschaft und Natur, zerstört geht – denke ich- auf Karl Polanyi („Die große Transformation“) zurück. Polanyi ist interessant, weil er eine Alternative zu Marx in Sachen Kapitalismuskritik bietet. Er ist zwar nicht so bekannt geworden wie sein Namesvetter, aber die Grundidee ist scheinbar populär.

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  6. Hallo zusammen,
    erstmal: tolle Buchbesprechung! Sowas wünsche ich mir öfter! Leider muss ich auch sagen, ich weiß nicht wer die beiden Mädels waren, kurze Vorstellung wäre echt gut!
    Dann muss mal meinen Frust ablassen. Ich habe 1993 mit meinem VWL Studium begonnen. Was glaubt ihr was man so im Gundstudium von Beginn an gehört hat: ja, der homo oeconomicus, ist völlig weltfremd, eine massive Vereinfachung, aber er ergibt so tolle Rechenmodelle. Das wurde jedem gesagt, auch den Betriebswirten. Und dann: Modelle rauf und runter, die Frage des rationalen Egoisten wurde aber nur noch in speziellen Veranstaltungen hinterfragt, wir haben das also jahrelang trotzdem gefressen. Nur in Nischen starteten z.B. welche mit Kombination mit psychologischen Modellen (behavioural finance).
    Ich bin als Exot der Wirschaftswissenschaften auch noch den Weg des Exoten der Economics gegangen und habe Wirtschaftsethik belegt. Wenn ich recht verstanden habe war jemand von Euch vier in St. Gallen? Peter Ulrich als wichtiger Wirtschaftsethiker dort. Homann (Ingolstadt) und Steinmann (Nürnberg) waren noch Vertreter, auch Koslowski aus dem Norden (Hannover?). Die Analyse rauf und runter, Neoklassik greift zu kurz, homo oeconomicus ist eine falsche Grundannahme, auch die anderen Fritionslosigkeit-Fiktionen der Neoklassik wurden rauf und runter kritisiert. Ideen was sonst brauchbare Modelle wären gab es auch schon, z.B. Etzioni, der Kommunitarismus.
    1999 bin ich aus der Uni raus. Und wo sind wir seitdem? Wo? An der selben Scheiß Stelle! Wir haben immer noch oder sogar noch viel schlimmer als damals die Reduktion auf den Egoismus als Handlungsmotiv. Und heute zeigt sich wie die Saat aufkeimt: all die BWLer haben gefressen dass Egoismus gut sei für den Markt und die wirtschaftliche Entwicklung. Und so verhält sich der Großteil unserer „wertschaffenden“ Gesellschaft: Ellebogen raus, helf dir selbst dann hilft dir Gott. Der Blick auf Andere, ach, das ist doch nur Verteilungspolitik, das geht mich nix an. So verfolgen also meine ehemaligen Kommilitonen ohne schlechtes Gewissen ihre Karrieren. Die Ökonomisierung der Gesellschaft (Ulrich Beck) ist seit Jahren ein Fakt. Meine Hoffnung, dass sich aus dieser allgegenwärtigen wohlfeilen Analyse mal eine Vision oder der Gegenentwurf einer Gesellschaft entwickelt, Fehlanzeige. Auch heute noch wie mir Eure fundierte Buchkritik zeigt.
    Danke dass Ihr mir das Lesen dieses Buches erspart habt!
    Und ja, 100% agree: jeder Ökonom sollte Marx gelesen und verstanden haben. Ich empfehle zudem: Adam Smith (Wealth of Nations UND Theory of moral Sentiments).
    Schöne Grüße
    Marc

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    1. Danke für das Lob.

      Ja, traurig, dass die „plurale Ökonomie“ auch heute kaum weiter ist als vor 5 Jahrzehnten. Zwar ist mit der Verhaltensökonomie ein kleiner Bereich in die „normale“ Ökonomie vorgedrungen, aber auf breiter Front ist nicht viel passiert.

      Barbara (die von St. Gallen) hat im Podcast ein Curriculum „Plurale Ökonomie“ angeregt. Da ist sehr viel dran. Meiner Meinung nach wäre es aber noch wichtiger, das normale Econ 101 anders zu gestalten. Heute werden darin nämlich nur der „homo oeconomicus“ und die darauf aufbauenden (VIEL zu simplen) Modelle gelehrt. Es wird zwar erwähnt, dass das viel zu einfach ist, aber ohne weitergehende bzw alternative Erklärungsansätze bleibt genau das hängen, also genau das falsche; der Forschungsstand Mitte der 60er Jahre und zwar nur der Stand einer der existierenden „Glaubensansätze“ der Ökonomie. Mit diesem Wissen (nicht außer Econ 101) verlassen aber viele die Uni, die als Ingenieure, BWLer, Juristen, Politiker, Journalisten, Lehrer, … die Uni verlassen und gestalten nachher unsere Welt. IMHO ist das ein noch größeres Problem als die Probleme (vor allem die großen noch nicht sinnvoll beackerten Gebiete) der Pluralen Ökonomie.

    2. (ich glaube übrigens, dass einiges der Kritik, die im Podcast an dem Buch geäußert wurde, am Ende auf die Mängel der Pluralen Ökonomie zurückzuführen ist. Ich war daher der einzige, der deshalb das Buch als „Einführungswerk“ ganz in Ordnung fand, und die Probleme eher auf die vorgestellte „Denkweise“ zurückgeführt hat und weniger auf das Buch an sich)

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