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3 Kommentare

  1. Danke, tolle Folge!

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  2. Super Idee und eine gute Folge. Mir gefällt das Format und wie die Möglichkeiten von Podcast genutzt wird.

    Das Thema Target Salden wurde differenziert dargestellt.

    Danke

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  3. Christian Erdmenger 3. November 2018 um 17:12

    @Sebastian Dullien:
    Sorry, aber der Kern des Target-Problems wurde nicht verstanden:

    Bitte erlauben sie sich folgendes kleines Gedankenexperiment in einer Welt ohne unsere heutigen Target-Forderungen:

    Die Unternehmen in Deutschland verschenken ihre Waren und Dienstleistungen im Wert von 1 Billion an die deutsche Bevölkerung. Die Bundesbank bezahlt den Gegenwert der Waren an die Unternehmen. Die Bevölkerung in Deutschland ist total glücklich und glaubt ans Paradies.
    Wir nennen diese freundlichen Zahlungen der Bundesbank „Target“ und schreiben sie in die Bundesbankbilanz.

    Und jetzt meine Frage, Rücksturz in die Realität:
    Würde die Bundesbankbilanz in diesem Gedankenspiel nicht völlig identisch wie unsere heutige reale Bundesbankbilanz aussehen? (lassen wir mal außer Acht, dass „Target“ in einer anderen „Vermögens“-Bilanzposition stünde)

    Zweifeln sie immer noch daran, dass es sich bei den Target-Forderungen um reale Transferleistungen ans Ausland handelt?

    Haben wir nicht ganz real die Waren und Dienstleistungen der deutschen Unternehmen ins Ausland verschenkt?

    Ihr Gedankenfehler in Ihren Ausführungen liegt darin, dass sie übersehen, dass die Bundesbank die vom Eurozonen-Ausland in Deutschland gekaufte Ware bezahlt (=auf dem Geschäftsbankkonto gutschreibt) und die BB dafür keinen Transfer von realen Gütern (z.B. Gold) oder Leistungsansprüchen von z.B. der italienischen Zentralbank erhält, den sie wertgleich weiterreichen könnte, sondern nur unverzinste Targetforderungen an die EZB, die nie fällig gestellt werden können, auf einem Verrechnungskonto.

    Für mich ist dies ziemlich genau die Definition von Schenkung: Ich erhalte Waren und Dienstleistungen gegen einen zinslosen „Kredit“ mit unbegrenzte Laufzeit.
    Dies gilt natürlich nur, wenn man davon ausgeht, dass die Target Forderungen der BB unwiederbringlich verloren sind. Aber wer kann ernsthaft daran zweifeln?

    Fazit:
    Es fließen Güter und Dienstleistungen aus Deutschland (“aus einem Teilgebiet der Eurozone“) nach z.B. Italien („in ein anderes Teilgebiet der Eurozone“) ab und Deutschland erhält hierfür NICHTS (=Targetforderungen). Die Bundesbank („die Zentralbank des Güter und Dienstleistungen liefernden Landes“) bezahlt die abfließenden Güter und Dienstleistungen.

    Oder sehen Sie das anders?

    Vielleicht sollte die BB tatsächlich die nächste Billion dafür verwenden, die Bevölkerung in Deutschland zu beschenken…anstatt den Rest der Eurozone.

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