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    Credits:
    Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

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4 Kommentare

  1. Danke, tolle Folge!

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  2. Super Idee und eine gute Folge. Mir gefällt das Format und wie die Möglichkeiten von Podcast genutzt wird.

    Das Thema Target Salden wurde differenziert dargestellt.

    Danke

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  3. Christian Erdmenger 3. November 2018 um 17:12

    @Sebastian Dullien:
    Sorry, aber der Kern des Target-Problems wurde nicht verstanden:

    Bitte erlauben sie sich folgendes kleines Gedankenexperiment in einer Welt ohne unsere heutigen Target-Forderungen:

    Die Unternehmen in Deutschland verschenken ihre Waren und Dienstleistungen im Wert von 1 Billion an die deutsche Bevölkerung. Die Bundesbank bezahlt den Gegenwert der Waren an die Unternehmen. Die Bevölkerung in Deutschland ist total glücklich und glaubt ans Paradies.
    Wir nennen diese freundlichen Zahlungen der Bundesbank „Target“ und schreiben sie in die Bundesbankbilanz.

    Und jetzt meine Frage, Rücksturz in die Realität:
    Würde die Bundesbankbilanz in diesem Gedankenspiel nicht völlig identisch wie unsere heutige reale Bundesbankbilanz aussehen? (lassen wir mal außer Acht, dass „Target“ in einer anderen „Vermögens“-Bilanzposition stünde)

    Zweifeln sie immer noch daran, dass es sich bei den Target-Forderungen um reale Transferleistungen ans Ausland handelt?

    Haben wir nicht ganz real die Waren und Dienstleistungen der deutschen Unternehmen ins Ausland verschenkt?

    Ihr Gedankenfehler in Ihren Ausführungen liegt darin, dass sie übersehen, dass die Bundesbank die vom Eurozonen-Ausland in Deutschland gekaufte Ware bezahlt (=auf dem Geschäftsbankkonto gutschreibt) und die BB dafür keinen Transfer von realen Gütern (z.B. Gold) oder Leistungsansprüchen von z.B. der italienischen Zentralbank erhält, den sie wertgleich weiterreichen könnte, sondern nur unverzinste Targetforderungen an die EZB, die nie fällig gestellt werden können, auf einem Verrechnungskonto.

    Für mich ist dies ziemlich genau die Definition von Schenkung: Ich erhalte Waren und Dienstleistungen gegen einen zinslosen „Kredit“ mit unbegrenzte Laufzeit.
    Dies gilt natürlich nur, wenn man davon ausgeht, dass die Target Forderungen der BB unwiederbringlich verloren sind. Aber wer kann ernsthaft daran zweifeln?

    Fazit:
    Es fließen Güter und Dienstleistungen aus Deutschland (“aus einem Teilgebiet der Eurozone“) nach z.B. Italien („in ein anderes Teilgebiet der Eurozone“) ab und Deutschland erhält hierfür NICHTS (=Targetforderungen). Die Bundesbank („die Zentralbank des Güter und Dienstleistungen liefernden Landes“) bezahlt die abfließenden Güter und Dienstleistungen.

    Oder sehen Sie das anders?

    Vielleicht sollte die BB tatsächlich die nächste Billion dafür verwenden, die Bevölkerung in Deutschland zu beschenken…anstatt den Rest der Eurozone.

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  4. Eine Verständnisfrage:Wenn die Kette der Forderungen bzw. Konten im Targetsystem besteht: Dt. Geschäftsbank –> Bundesbank –> Target2 Salden/EZB –> Banca d’Italia –> Ital. Geschäftsbank – so richtig?

    Und wenn weiter in Italien die befürchtete Bankenkrise mit Pleiten bei vielleicht Unicredit, Intesa Sanpaolo, Banco BPM und UBI Banca eintreten würde – also die Banca d’Italia sozusagen die Werte der Forderungen/Kredite an die italienschen Geschäftsbanken abschreiben müsste, würde dann die Banca d’Italia nicht Bilanzprobleme bekommen? Nach den Ausführungen im Podcast zu den Anleihenkäufen der EZB würde der Fall der eintretenden Bankenkrise in Italien dann nicht die volle Summe der Target2 Salden betreffen, wie groß wäre der Anteil?

    Stünde nicht bei der Banca d’Italia den Bundesbankforderungenauf der einen Seite keine Gegenpositionen mehr gegenüber? Wie würde die Lösung aussehen, etwa Quantitative Easing – kann die Banca d’Italia ohne Zustimmung der anderen EU-Länder für die ausgefallenen Positionen mehr Anleihen kaufen – einfach mehr Geld schöpfen? Was geschieht bei einer Geschäftsbankenpleite mit den nicht mehr bedienten Krediten/Forderungen der Zentralbank?
    Natürlich auch klar, wenn der Fall einer italienischen „Bankenimplosion“ eintreten würde, wären solche Fragen nicht unbedingt die drängendsten für die italienische und europäische Wirtschaft… Bei jeder anderen italienischen Regierung würde ich ja auch sehr sicher sein, dass die Banken irgendwie vorher gerettet oder vielleicht vorübergehend verstaatlicht würden aber bei der jetzigen bin ich da nicht so sicher.

    … wobei gleich die nächste Frage auftaucht – was bedeutet verstaatlichen einer Bank für die Zentralbankforderungen und Konten und die Unabhängigkeit der Zentralbank?
    Gibt es ein gutes Standardwerk für den Bankensektor, das meine Fragen vielleicht beantwortet? Blanchard und Perloff, die hier noch bei mir im Regal stehen, helfen da nicht ganz weiter. 😉

    Wäre als weitere Möglichkeit für am Ende diskutierte Alternativen zum jetzigen Aufbau des Target Systems nicht eine Möglichekeit, die Zentralbanken der Länder aus der Kette herauszulösen und die Position der EZB zu stärken indem die EZB zu einer wirklichen Zentralbank wird? Politisch sicherlich schwierig, aber es würde vielleicht auch bei finanzpolitischen Amokläufen wie dem der italienischen Regierung aktuell und natürlich der dauerhaften Target2-Diskussion als Dämpfer wirken.

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