Press "Enter" to skip to content

Mikro127 Wird Apple die Weltbank übernehmen?

Ihr könnt uns per direkter Überweisung unterstützen:
Marco Herack
IBAN: DE07 4306 0967 2065 2209 02
BIC: GENODEM1GLS

Weitere Spendenmöglichkeiten findet ihr hier:  https://mikrooekonomen.de/spenden/

Unser Alexa-Skill

Sendet uns Hinweise und Audiokommentare per Mail an
Mikronomen ät posteo.de

Die Kommentare der Hörerinnen und Links zu den Quellen findet ihr auf mikrooekonomen.de. Dort sind auch die Shownotes mit Verlinkungen, Bildern und ggf. Videos.

Die Mikroökonomen sind ein unabhängiger Podcast über Wirtschaft, der sich Zeit nimmt. Wir wollen ein dauerhaft unabhängiges Informationsangebot aufbauen, das die Dinge anders macht. Möglich wird dies erst durch Euch und eure regelmäßigen Spenden. Vielen Dank dafür!

Nachklapp: Epic-Store

Nachklapp: Simbabwe

Apples Umsatz bricht ein

Marco Herack
Marco Herack

View all posts

Picks

Wie George Soros zum Feindbild wurde (Hannah)
Mary Poppins Rückkehr (Marco Herack)
Filmtipp: Wunderbar (mit kleineren Längen und englische Synchronisation bevorzugt)
Intro-Music: Title: “Femme Fatale: 30a”; Composer: Jack Waldenmaier; Publisher: Music Bakery Publishing (BMI)

12 Comments

  1. Manuel Manuel

    Fauxpas,Fauxpas!
    Australiens Hauptstadt ist nicht Sydney.

    • och mönsch.. ich mach den fehler immer wieder ?

      mfg
      mh

  2. Ich hab auch was zu Australien 😉

    Dass Australien so lange durchgewachsen ist, liegt maßgeblich daran, dass China der große Stabilisator in der großen Krise 2008/2009 war und sehr antizyklisch riesige Investitionen angestoßen hat. Das hat nicht nur China geholfen, sondern ganz Südostasien. Nicht nur aufgrund der geographischen Nähe ist Australien der Lieferant dieser großen Wachstumsregion. Hätten die Chinesen nicht wie irre Rohstoffe gekauft, wäre Australien da auch weggerutscht.

    Zu den Flüchtlingen: Im Fall Australiens irrelevant, weil Australien immer ein Einwanderungsland war und ist. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 20 Jahren von 18 auf 24 Millionen gestiegen; das treibt natürlich die Immobilienpreise (weil selten auf Vorrat gebaut wird; die Branche profitiert ja quasi davon, nicht genügend zu liefern …)

    Dass die Immobilienpreise jetzt fallen, liegt zu einem nicht geringen Teil daran, dass sie vorher so irre gestiegen sind. Haus in Sydney 1980: 65.000 AUD, heute 1 Mio. (630.000€). Okay, da muss man Inflation ausrechnen, aber die Löhne sind nicht annähernd so stark gestiegen. Schöne Grafik hier:

    https://edge.alluremedia.com.au/uploads/businessinsider/2018/03/grattan-house-prices-Vs-wages.jpg

    1970-1995 stieg beides relativ parallel um etwa 50%. Danach (1996-2017) stiegen die Löhne um etwa 30%, die Immobilienpreise um 150%. Das klafft schon ganz schön weit auseinander …

    Einer der Märkte, die überfällig für eine Korrektur sind, die auch groß ausfallen kann. Allerdings – diese Prognose konnte man auch schon sehr gut begründet 2010 oder 2015 machen … (und wurde auch gemacht, siehe hier von 2010: http://economics.hia.com.au/media/House%20price%20to%20income%20ratio%20-%20FINAL.pdf) Wie es halt so ist bei Blasen: Die halten immer länger und werden auch immer größer als sich das am Anfang jemals einer vorstellen konnte …

    (Der andere Immo-Markt, der ähnlich teuer ist, ist wohl Kanada. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass beide Länder auf gesteuerte Zuwanderung Zuwanderung setzt. Es gibt also nicht nur eine wachsende, sondern auch eine gut verdienende Bevölkerung (die übrigens beide auch viele Menschen aus Asien anziehen). Vielleicht muss man da als Politiker auch vorsorgen; sprich für Bevölkerungswachstum frühzeitig vorsorgen (Infrastruktur, Bauland, …))

    • überfällig für eine korrektur ist eigentlich kein argument, da sonst die preise ja auch zu hoch gewesen wären.

      was china betrifft stimmt das, ging aber auch nur in kombination mit der geringen involvierung in us finanzgeschäfte.

      die abschottung ggü. flüchtlingen in australien ist recht hoch. genauer gesagt: da lässt man zu abschreckung bewusst menschen im ozean ertrinken.. um dann steuern zu können.

  3. „überfällig für eine korrektur ist eigentlich kein argument, da sonst die preise ja auch zu hoch gewesen wären.“

    Nun ja, die Suche nach *dem* Grund ist auch überflüssig, denn es gab in der Vergangenheit auch schon viele gute Gründe, warum die Preise hätten sinken können. Irgendwann kommt halt irgendein Grund dahergelaufen und dann platzt die Blase. Ob jetzt der Grund besser oder schlechter ist, oder am Ende nicht doch der inzwischen noch höhere Preis der bessere Grund ist, weiß dann niemand. Im Extremfall kann eine Blase auch durch eine Nichtigkeit platzen.

  4. Annette Annette

    Lieber Marco,

    CANBERRA, eine Stadt im Nirgendwo, der Flughafen ist 45min Busfahrt entfernt, trotzdem Australiens Hauptstadt. Canberra!

    Ich fänd es sehr schön, wenn ihr Australien mal genauer betrachten würdet. Australien wirkt für uns weit weg, aber ist im Commonwealth eng eingebunden, auch militärisch. Die Aussies haben in jedem Krieg auf britischer Seite mitgemacht. Auch kulturell hat Europa einem starken Einfluss (neben Asien).
    Ich hab noch zwei Stichworte:
    – Wohnpreisentwicklung in Melbourne. Vor einem Jahrzehnt ähnlich hoch wie in Sydney, jetzt nur noch 3% pro Jahr. Ist die Entwicklung des ehem. Hafens zu einem neuen Wohnquartier, also die massive Ausweitung des Angebots, der einzige Grund?
    – Es gibt immer mehr Widerstand gegen grosse industrielle Projekte, neue Bergbaugebiete, Häfen, besonders von den Aborigines. Wie stark beeinflusst das wirklich das Wirtschaftswachstum?
    Und noch ne Frage: Im Moment steht der AUD zwischen 0,6 und 0,7 EUR, schon seit mehreren Jahren. Es gibt Meldungen, dass der AUD weiter fallen wird, Prognose auf 0,5 USD. Kannst Du das mal erklären?

  5. Iris Rohmann Iris Rohmann

    Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für die anregende Folge, auch ich hatte den Beitrag über Soros mit Erschrecken gelesen, und konnte es eigentlich kaum glauben, wie wirkmächtig tatsächlich diese Uralten Feindbilder und Verschwörungstheorien in der faktischen Realität werden… Vielen Dank Hannah für den Hinweis.
    Was Apple betrifft habe ich auch noch einen Artikel gelesen, der sich auf die Akkus bezog, nach dem Apple in einer Sonderaktion den Austausch von Akkus für lau angeboten hatte, haben angeblich 10 Million User von diesem Angebot Gebrauch gemacht.
    Und da der Akku ja beim iPhone eine der Achilles Fersen ist, haben viele dieses Angebot wohl angenommen anstatt ein neues iPhone zu kaufen. Vielleicht hat auch das dazu beigetragen dass die zahlen runter gegangen sind.
    Einen schönen Sonntag noch… Und ich habe auch noch ein Bier für dich, Marco, ein portugiesisches nämlich… Bringe ich dir bei Gelegenheit vorbei, oder Du holst es Dir ab!

  6. Florian Florian

    Sieht so aus als wenn nicht nur Apple Probleme hat in China Sachen zu verkaufen. Im Gegenteil das scheint sehr weitreichend zu sein: https://www.ped30.com/2019/01/20/china-apple-wolf/

    Viele der Kritikpunkte an Apple stimmen natürlich trotzdem. Nur das man das meiste Geld mit einem Produkt verdient fand ich komisch. Ist das nicht bei fast allen Firmen, außer bei Konglomeraten wie Samsung?

    • Die 1-Produkt-Kritik ist IMHO schon okay. Klar, gibt es Firmen, die am Ende nur ein Produkt verkaufen (zB Stromversorger oder Fluggesellschaften, oder …), aber gesünder ist es natürlich, breiter aufgestellt zu sein (Siemens: Züge, Kraftwerke, Fabriken, Rolltreppen, … und verdient an allem an Service und Wartung weiter mit); schwächelt der eine Bereich, muss es die anderen nicht auch treffen. Apple hingegen holt die Hälfte des Gewinns aus dem Verkauf von iPhones. Sobald das schwächelt, schwächelt die ganze Firma.

      Das ist jetzt auch weniger als Kritik am Geschäftsmodell zu verstehen. Es ist ja toll für Apple, überhaupt so einen Megaseller und Monster-Cash-Cow zu haben. Und die Kuh melkt man auch. Nur macht es die Firma auch anfällig und das spiegelte sich auch immer in der Bewertung wider. Apple war (und ist) nur etwa halb so hoch bewertet wie Microsoft, weil Microsoft inzwischen einen Großteil seines Geldes über Software-Abos macht. Und aus diesen kann man nicht so einfach aussteigen. Ein Kunde, der das Abo heute hat, hat es zu 95% auch im nächsten Jahr. Das ganze ist extrem gut planbar, die Gewinne sind stabil, und für diese Sicherheit zahlen Aktionäre gerne mehr.

    • Direkt in Apples Branche gibt es auch überall Probleme. Die einheimischen Hersteller verkraften das aufgrund des Nationalstolzes und des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses noch am besten (wobei das Wachstum aber selbst bei denen inzwischen überschaubar ist), Samsung hingegen leidet aber ebenfalls spürbar.

      Dass der ganze Markt schwächelt, ist komischerweise im BIP-Wachstum kaum zu merken (6,6% 2018 nach 6,8% 2017), aber aus einigen Branchen hört man ziemlich schwache Nachrichten. Möglicherweise schwächeln die Investitionen stärker als der Konsum; Stärkung des Konsums ist aber auch ein erklärtes Politikziel. China bleibt weiterhin schwer durchschaubar; am Ende gibt es nicht wenige, die sogar die BIP-Zahlen anzweifeln.

  7. Lachgas Lachgas

    Zum Thema Australien:

    Ich lebe derzeit in Melbourne und meine australischen Kollegen haben mir ihre Theorie mit den Hauspreisen letztens so erklärt:

    Die australische Bevölkerung wächst stark, das erklärt einen Teil der hohen Preise. Dazu kommt aber noch, dass das Land neben dem viel kleineren Neuseeland ein sicherer Hafen in der Region ist. Reiche Menschen aus ganz Südostasien und Ostasien bringen ihr Geld hier unter und das häufig in Immobilien in den wenigen Großstädten. Im Zuge des Streits mit der Trump-Regierung hat die chinesische Regierung Ende 2018 immer stärkere Maßnahmen eingeführt, um das zu unterbinden. Der Kapitalzufluss aus China ist also sehr stark geschrumpft.

    Dazu kommt dann noch die Untersuchung der Royal Commission:
    Es gibt gerade eine Untersuchung einer Royal Commission, die das Fehlverhalten in der australischen Finanzbranche untersucht. Viele große Finanzunternehmen sind dadurch ziemlich in Schwierigkeiten geraten und die Zinssätze auf die Immobilienkredite steigen. Es haben sich schon einige Leute verkalkuliert und mussten zu niedrigen Preisen verkaufen.
    Die Untersuchung generiert sehr viele Schlagzeilen für die Presse und das Misstrauen in die Finanzbranche allgemein steigt. Derzeit gibt es immer neue politische Vorschläge, wie man Banken und Rentenversicherungen an die kurze Leine nehmen kann.

    Durch die schon lange steigenden Preise haben viele Australier angefangen, Immobilienkredite aufzunehmen (es geht ja eh immer aufwärts). Nach dem ersten Haus kommt das Ferienhaus und dann kann man ja noch was vermieten. Außerdem sind Mieterrechte hier weitgehend unbekannt und fast jeder Australier mit Familie oder über 25 Jahren will ein eigenes Haus (weil ihn sonst sein Vermieter jederzeit rausschmeißen könnte).

    Längerfristig glaube ich nicht,dass das alles wirklich so schlimm werden muss. Den Status als sicherer Hafen wird Australien so schnell nicht verlieren und das Geld findet wohl irgendwie einen Weg dorthin. Und wie ihr im Podcast ja schon gesagt habt, gibt es hier mehr als genug Ressourcen für die wenigen Einwohner, damit es weiter ein reiches Land bleibt.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Commission_into_Misconduct_in_the_Banking,_Superannuation_and_Financial_Services_Industry
    https://financialservices.royalcommission.gov.au/Pages/default.aspx

    • Ah, Fluchtgeld aus Asien. Wahrscheinlich ein wichtiger Faktor. Gab es in Neuseeland nicht auch für Ausländer ein Verbot Immobilien zu erwerben, wenn sie nicht auch einziehen? Weil der Markt auch von dem ausländischen Geld auf absurde Höhen getrieben wurde?

      Diesen Bubble-Teil (Annahme: ewig steigende Preise und die daran hängenden niedrigen Zinsen und höheren Kredite) schaue ich mir mal genauer an. Erinnert ja sehr an die USA 2006-2008.

      Danke für die Infos.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert