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2 Kommentare

  1. Interessante Forschung! Mir sind bestimmte Punkte nich ganz klar geworden.

    Erstens ist es bei der Gerechtigkeitsfrage. Aus Gerechtigkeitsüberlegungen ist es sekundär, welches Ausmaß das Problem hat. Aus dieser Perspektive ist es auch sekundär, ob es um Individuen oder Unternehmen geht. Oft sind das gerade kombinierte Modelle. Individuen verschaffen sich über Überseekonstruktionen sowohl Vorteile für sich selbst, als auch für ihre Unternehmen, bzw. werden die Unternehmen auch zum Zweck der indiviuellen Bereicherung gegründet.

    Zweitens wird das Problem der Geldwäsche nicht angesprochen. Überseekonstrukte dienen auch dazu illegal erwirtschaftetes Kapital z.B. in die EU zu bringen. Am Ende ist das nicht nur unmoralisch, sondern es führt zu ganz praktischen Problemen, wie Wohnraumverteuerung in europäischen Großstädten. Man kann Steuervermeidungsmodelle von multinationalen Konzernen nicht davon trennen. Überseekonstrukte wurden in den 50er und 60er Jahren vor allem durch die organisierte Kriminalität groß.

    Drittens bleiben Maßnahmen gegen „profit shifting“ und die Kritik von Becker an diesen unterbelichtet. Es gibt eben auch Ökonomen die behaupten, das Problem hänge ausschließlich vom politischen Willen ab und die Warunung vor Einschränkungen im internationalen Zahlungsverkehr seien Schutzbehauptungen. Man müsste die einzelnen Maßnhamen nochmals genauer diskutieren.

    Auch wenn vielleicht wenig dabei rauskommt ist finde ich die Forschung zu der Thematik wichtig. Wenn man bedenkt wie viele Jahrzehnte Modelle von „profit shifting“ schon existieren, war sie schon lange überfällig.

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