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10 Kommentare

  1. Hallo Ihr Drei!
    Vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage. Ich bin mal sehr gespannt, wann dieser Punkt kommt, an dem Tesla und andere danach beurteilt werden, dass sie (keinen) Gewinn erwirtschaften und vor allem, was dann passiert.
    Viele Grüße
    Ivo

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    1. Gern geschehen.

      Vielleicht erwirtschaftet Tesla aber auch irgendwann mal Gewinn … Die Experten streiten ja noch. Der Experte, der für die Wiwo das Model 3 auseinander gebaut hat, meint: Ja (Artikel ist glaube ich nie frei verfügbar online gegangen). Tesla (Elon persönlich) sagt, er will in drei Jahren auch Modelle für 25.000$ profitabel bauen können, irgendein Analyst (IIRC Goldman Sachs) meinte Ende letzter Woche, Tesla könne im Moment das 35.000$ Basismodell (das es ja Ende des Jahres endlich geben soll) nicht profitabel bauen. Kurz: Unklar.

      Spannend wird die nächste Zeit vor allem, weil man jetzt aufhören muss, Tesla für sich zu betrachten, sondern die Konkurrenz (nicht nur die deutsche, sondern auch aus China) mit in die Betrachtung aufnehmen muss. Können die genauso gute Autos zu ähnlichen (oder niedrigeren) Preisen bauen und das vielleicht sogar in Mengen? Hat vielleicht GM den besseren Autopiloten? Lädt der Porsche schneller und ist eh geiler? Was machen die ersten rein als Elektro-Auto konstruierten Modelle von VW? etc. pp.

  2. Die Haus vs. Aktien Diskussion muesst ihr mal ausfuehrlicher machen. Das ist fuer einen verbraucherorientierten Podcast der besonders durch Marko’s Verbrauchertipps auffaellt wichtig.

    Ich habe mal den Spruch gehoert, dass das beste an einem abbezahlten Eigenheim ist, dass man es zum Hebeln der Aktienanlage verwenden kann.

    Und da muss ich dann auch egghat widersprechen, die unterschiedlichen Hebel bei Aktien und Immobilienanlage sind den Analgen immanent. Bei einem Haus erlaubt die Bank eine 100% Finanzierung, bei Aktien vielleicht 35-50% wenn freies Einkommen zur weiteren Absicherung vorhanden ist. Daher hat ein Privatinvestor bei Immobilien die Moeglichkeit zu hebeln, die bei Aktien so nicht vorhanden ist. Wenn ein Privatanleger nun vor der Entscheidung Haus oder Aktien steht, dann muss er diese Entscheidung unter den gegeben Umstaenden, die auch den Hebel einschliessen treffen. Daher sehe ich da kein Schoenrechnen der Immobilienanlage.

    Marko hat gut bemerkt, dass die laengere Zinsbindung zur Sicherung der niedrigen Zinsen dient. Das Hauptproblem bei steigenden Zinsen wird aber der sinkende Verkaufswert der Immobilien sein, da der Cashflow aus den ersparten Mieten bei hoeheren Zinsen weniger wert ist.

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    1. Eine Vertiefung wir ja schon angedroht. Mal schauen, ob wir den Christian Kirchner gewinnen können …

      Dann werden ich meinen Aspekt auch richtiger = ausführlicher erklären. Das war sehr verkürzt, weil es sehr kurz sein sollte. Alles was du sagst ist natürlich richtig.

      Der zweite Aspekt, der hochinteressant ist: Es hat mal jemand eine Studie gemacht und dabei kam die höhere Rendite des Eigenheimbesitzers vor allem aus einem Grund: Eigenheimbesitzer haben einen großen Kostenblock am Bein und können daher weniger konsumieren; andersherum gesehen: Sie sparen einfach mehr.

      Aber das machen wir nochmal länger … Ob die durch den höheren Hebel Rendite das höhere Klumpen- (und Liquiditäts-) risiko ausgleicht, ist am Ende aber oft nur persönlich zu entscheiden. Leider weiß man auch im Vorhinein nicht, ob man ohne Scheidung und Arbeitslosigkeit durch’s Leben kommt; und daran platzen nicht wenige Eigenheimfinanzierungen …

    2. Wann sind denn in D zuletzt die Immobilienpreise gefallen? Ich meine jetzt nicht die Vulkaneifel!
      Zur Zeit ist es doch eigentlich ganz einfach: Der Mietzins ist höher als der Kapitalzins und das beutet man zusätzlich mit Hebel aus. Es müssten schon die Mieten fallen, um da abgestraft zu werden … und wann ist das zuletzt in D passiert?

    3. @Dix Doblat:
      Die Immobilienpreise sind von ungefaehr 1994 bis ungefaehr 1999 gefallen und haben dann bis 2005-2011 gebraucht um das 1994er Niveau zu erreichen, https://www.deutschlandinzahlen.de/tab/deutschland/finanzen/preise/immobilienpreisindex

      Auf https://de.statista.com/statistik/daten/studie/597304/umfrage/immobilienpreise-alle-baujahre-in-deutschland/ sieht man auch einen Preisverfall von 2004-2008.

      Real sind die Immobilienpreise auch in den 70er und fruehen 80ern gefallen. Der Kursanstieg bei Immobilien, wie bei allen anderen Anlagen liegt vor allem am gefallenen Zins. Bei 10% ist ein Cashflow halt nur das 10fache des Jahreseinkommenswert (bei einer Immobilie des Jahresnettozins) bei 2% ist es das 50fache.

      Ich habe ein paar Angebote in meiner Heimatstadt analysiert und oftmals werden 25 Jahresnettomieten als Kaufpreis fuer Wohnungen aufgerufen. Da ist der Mietzins immer noch niedriger als der Kapitalzins.

    4. @ThomasMach: Many Thanx!

    5. @DixDoblat:

      Du musst berücksichtigen, dass die Ausgangsfrage „Immobilien oder Aktien“ für die Altersvorsorge war und nicht „Immobilien oder Sparbuch“.

      Das ist ein entscheidender Unterschied, denn Immobilien wie Aktien sind (langfristig; langfristig wie alles in dieser Diskussion) inflationsbereinigt und werfen noch eine mehr oder weniger hohe Extrarendite ab. Ein Sparbuch gleicht langfristig gerade einmal die Inflation aus.

      Thomas hat die langen Phasen von Underperformance von Immobilien schon erwähnt, aber diese haben Aktien auch. So gibt es auch lange Phasen, in denen Mieten günstiger war als kaufen. Erst recht, wenn man dann das freie Geld in Aktien gesteckt hat. Die letzten Jahre waren da wieder anders (auch wenn Aktien ebenfalls gut liefen), aber es halt manchmal 10-15 Jahre so, dann wieder 15 Jahre anders. Wer da blind auf ein Pferd setzt (weil a oder b IMMER besser seien), verkennt die Realität. Am Ende weiß das wahrscheinlich niemand so ganz genau (haben wir jetzt noch 2, 5, 8 oder 18 Jahre mit Overperformance von Immobilien vor uns?) und man muss die Entscheidung mehr über andere Kriterien fällen: Will ich am Ort wohnen bleiben? Will ich den Großteil meines Vermögens in einem einzigen (nicht teilbaren) Asset haben?

      Wichtig ist glaube ich vor allem, dass man nicht auf dem Sparbuch spart …

  3. Zur Thukydites-Falle: Naja!? Erst die große weltgeschichtliche Kriegsstatistik aufmachen und dann dort landen, wo man intuitiv selbst schon bei der Überschrift war: Noch nie haben 2 Atommächte Krieg gegeneinander geführt – eben!

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    1. Man könnte gegen die Thukydites Falle noch etwas anderes einwenden: Früher wurde ALLES über Kriege gelöst. Da stiegen Weltreiche auf, fielen zusammen, genauso gut hauten sich Fürstentümer und Länder alle paar Jahrzehnte eines auf die Nase, *ohne* dass sich irgendwas änderte (oft waren strategische Hochzeiten erfolgsversprechender …). Dass das heute anders ist, liegt vor allem daran, dass die Weltmächte keine direkten Kriege mehr führen …

      Ich finde den Gedanken zwar so interessant, dass man ihn ruhig immer im Hinterkopf haben sollte, aber allzu viel würde ich auch nicht drauf geben …

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